AMMonline

     

24 Aug. 2024 10:28
  • ClauSaa
  • 51 Beiträge seit
    13 Dezember 2022
Hallo an alle hier im Forum,

mein Vater hatte 2021 eine stabilisierenden OP der BWS auf Höhe BWK 8, weil dort ein solitäres Plasmozytom den Wirbelkörper bis auf wenige Knochenanteile am Rand komplett „zerfressen“ hatte. Wie sooft hatten die schlimmen Rückenschmerzen letztendlich zur Diagnose geführt und nach der OP und diversen anderen Behandlungen (siehe Profil) waren die Schmerzen im Prinzip weg. Jetzt ging es vor kurzem wieder los, dass er über ähnliche Probleme im Rücken wie damals vor der Diagnose klagte. Ziehende Schmerzen im mittleren Rückenbereich, teils auch krampfartig im Bereich der Bauchmuskulatur. Vom Hausarzt wurde ein CT Abdomen veranlasst, alles in Ordnung. Die Wirbelsäule war nach oben hin allerdings nur gerade so bis zum betroffenen Wirbel BWK 8 mit drauf. Um auch noch den oberen „Rest“ mit abzubilden, folgte ein Röntgen Thorax. Außer dem kaputten BWK 8 keine weiteren Auffälligkeiten. Das fixierende „Gestell“ scheint auch da zu sitzen, wo es sein soll, kein Hinweis darauf, dass sich irgendwas gelockert oder verschoben hätte. Ein PET-CT war sowieso für Anfang September geplant, weil der behandelnde Arzt der Meinung ist, dass würde die größte Sicherheit bringen.
So, nach viel Text jetzt zu meiner eigentlichen Frage: im Röntgenbild konnte man wohl erkennen, dass da, wo vor zwei Jahren noch zumindest eine schmale knöcherne Hinterwand des Wirbels zu sehen war, jetzt quasi nichts mehr an Knochen da ist. Kann so ein Wirbel sich auch „einfach so“ derart verändern? Oder heißt das zwangsläufig, dass an der Stelle das Plamozytom noch weiter aktiv ist? Ich finde dazu nicht wirklich eine Information…und beim Gespräch mit dem Radiologen bzw. Chirurgen war ich leider nicht dabei, sonst hätte ich da nachgefragt. Hat jemand von euch dazu eine Information für mich?

Viele liebe Grüße!
Claudia

24 Aug. 2024 11:59
  • Flo83
  • 75 Beiträge seit
    27 Februar 2024
Hallo, mir ist es im Dezember 2023 ähnlich ergangen und deswegen wurde nach meiner OP (Versteifung BWK 9-11) der betroffene 10. Brustwirbel auch 10x bestrahlt. Alleine um die Krebszellen abzutöten und damit sich der Wirbel langsam verknöchern kann.
Wurde das bei Deinem Vater damals etwa nicht gemacht? Also bestrahlt.
Sonst macht eine OP wenig Sinn, da sich der Wirbel weiter durch das Myelom abbauen kann. Auch wenn es sich nur um ein solitäres Plasmozytom handelt. In mehr als 50% der Fälle entwickelt sich daraus ein behandlungsbedürftiges Myelom innerhalb von 5-10 Jahren. Wurde schon ein Knochenmarkpunktion gemacht und wie sehen die Myelom spezifischen Blutwerte aus?
Ist er bei einem erfahrenen Arzt (Hämatologe) der sich mit der Krankheit auskennt?

Nichts ist beständiger als der Wandel

30 Aug. 2024 21:14 - 30 Aug. 2024 21:30
  • ClauSaa
  • 51 Beiträge seit
    13 Dezember 2022
Hallo Flo83,

vielen Dank für deine Antwort. Zu deinen Fragen: mein Vater ist in Würzburg bei Prof. Einsele und ist dort sehr gut aufgehoben. Damals wurde der Wirbel bewusst nicht bestrahlt, denn es wurde eine autologe Stammzelltransplantation durchgeführt und die Befürchtung war, dass man die „Ausbeute“ an Stammzellen dadurch reduzieren könnte (mein Vater war bei Diagnose 70 Jahre alt und es wurde sowieso diskutiert, ob er für eine Transplantation nicht schon zu alt ist….ich denke, man wollte da einfach nichts riskieren, weil bei ihm vielleicht sowieso nicht mehr so viele sammelfähige Stammzellen vorhanden sein könnten). Knochenmarkpunktionen wurden diverse durchgeführt, zuletzt wegen einer behandlungsbedürftigen Thrombozytopenie (wenn ichs jetzt richtig im Kopf habe, war das Anfang 2023) und dem Ausschluss eines Rezidivs bzw. myelodysplastischen Syndroms. Die myelomspezifischen Blutwerte werden nächste Woche wieder kontrolliert, da sah es zuletzt (Ende Mai) so aus, dass die betroffenen Leichtketten tendenziell etwas steigen, der Quotient ist bei knapp über 2, das schwankt immer um diesen Wert. Bis dato schlägt der zuständige Arzt (Prof. Rasche) noch keinen Alarm, er ist zufrieden. Ein PET-CT wird nächste Woche auch gemacht, zur Verlaufskontrolle. Da gab es Ende 2022 auch schon eines, das war in Ordnung.
Wir müssen wohl abwarten….wie ich die Warterei hasse. Hattest du außer der OP und der Bestrahlung noch weitere Behandlungen?
Ich wünsche die von Herzen alles Gute!
Lg!
Letzte Änderung: 30 Aug. 2024 21:30 von ClauSaa.

30 Aug. 2024 21:26
  • ClauSaa
  • 51 Beiträge seit
    13 Dezember 2022
Hallo Flo83,

sorry, hab erst jetzt in dein Profil geschaut und gesehen, dass die Systemtherapie bei dir noch folgt. Damit hat sich meine letzte Frage dann erübrigt.
Lg!

31 Aug. 2024 12:35
  • Flo83
  • 75 Beiträge seit
    27 Februar 2024
Ok. Super. Dann hat er ja die geballte Ladung an Kompetenz in Würzburg.
Ich drücke die Daumen, dass bei Deinem Vater weiterhin alles stabil verläuft.
Ich bin jetzt im 3. Zyklus/ 6. Dara-VRD.
LG

Nichts ist beständiger als der Wandel

02 Sep. 2024 01:38
  • ClauSaa
  • 51 Beiträge seit
    13 Dezember 2022
Hallo Flo83,
Vielen Dank für die Wünsche! Ich drücke dir sehr die Daumen, dass mit der Therapie das allerbeste Ergebnis erzielt wird. Du bist genauso alt wie ich, da gibts so viel zu tun und zu erleben! Ich hoffe, dass du alle Therapien gut verträgst und das Thema Myelom ganz bald in den Hintergrund treten kann. Alles Gute für dich!!
Lg Claudia