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Pap III nach Blasenspiegelung wurde erstellt von Johannes1956
27 Sep. 2024 22:46 - 28 Sep. 2024 08:31
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Hallo, zusammen!

Nach meinen durchaus erfolgreichen Behandlungen des MM inkl HD/aSZT im November letzten Jahres und der nunmehrigen Erhaltungstherapie mit Revlimid und Daratumumab sowie wöchentlicher hizentra Infusion fühle ich mich recht wohl und fit. Ich kann wieder alles machen, was mir Freude macht und meine Energie ist zufriedenstellend.

Ich war letzte Woche beim Urologen zur Blasenspiegelung, vorgewarnt, dass die 6 Zyklen mit Cyclophosphamid ein Risiko für Blasenkrebs darstellen.

Tatsächlich bekam ich heute Nachricht über einen PAP III Befund. Ich solle im März nächsten Jahres nochmals eine Blasenspiegelung machen lassen.

Auch wenn PAP III jetzt kein Krebsbefund ist, es fühlt sich ähnlich an wie vor 10 Jahren die MGUS Diagnose: Zeitbombe in mir.

Das trägt natürlich nicht unbedingt zu meinem psychischen Wohlbefinden bei, dennoch erfreue ich mich derzeit über ein wieder erlangtes nahezu beschwerdefreies Leben mit für mich normaler Aktivität.

Trotzdem die Frage an euch, hat jemand mit PAP III nach den Behandlungen Erfahrung und wie geht das weiter?

LG

Johannes

P. S. Mir ist nicht klar, was die Aussage PAP III, unklarer Befund, im Zusammenhang mit der Blasenspiegelung bedeutet. Ich kenne das nur vom Zervikalabstrich. Ich werde das in einer Befundbesprechung klären.
Letzte Änderung: 28 Sep. 2024 08:31 von Johannes1956.

Johannes1956 antwortete auf Pap III nach Blasenspiegelung
16 Okt. 2024 15:10
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Ich war jetzt wieder beim Urologen wegen einer hartnäckigen bakteriellen Prostatitis. Er erklärte mir das mit PAP 3 so: Bei der Blasenspiegelung werden Zellen mit dem Harn entnommen und nach PAP klassifiziert, wie beim Zervixabstrich. Und PAP 3 bedeutet eben unklarer Befund, der nach einer gewissen Zeit nochmals kontrolliert wird.

Nachdem ich jetzt eine Prostatitis kurz danach bekommen habe, kann es auch davon kommen.

Es ist heuer bereits meine zweite Prostatitis, ich muss 14 Tage Paxlovid nehmen, da nach 7 tägigr Einnahme die Prostatitis drei Tage später wieder da war. In der Zeit soll ich das Revlimid pausieren.

Hat jemand von auch Erfahrungen mit wiederkehrender. Prostatitis? Muss dann, wenn sich das immer wieder wiederholt die Prostata raus, bevor sid bösartig wird?

Jedenfalls nervt das ziemlich.

Johannes

Triple M antwortete auf Pap III nach Blasenspiegelung
19 Okt. 2024 08:24
  • Triple M
  • 61 Beiträge seit
    30 Juni 2017
Hallo Johannes,

zur Prostatitis kann ich nichts sagen.

In Sachen PAP3 hatte ich seinerzeit im Rahmen des auto-/allo Konzepts die Info, dass es jedenfalls nach Busulfan (das zur selben Wirkstoffgruppe (der Alkylanzien) gehört wie Cyclophosphamid) zu falsch-positiven PAP-Ergebnissen kommen kann.

Bei mir war es dann genauso. Ein PAP3 beim Zervix-Abstrich, von dem nach 6 Monaten nichts mehr zu sehen war.

Leider finde ich die Quelle der Info nicht mehr, aber vielleicht kann Dir meine Erfahrung ja trotzdem ein bisschen von der Sorge bis zum Kontrolltermin nehmen.

Viele Grüße und alles Gute
Triple M

n = 1

Johannes1956 antwortete auf Pap III nach Blasenspiegelung
25 Okt. 2024 14:35
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Danke. Im März habe ich wieder Kontrolle, dann wird man sehen. Ich musste jetzt das Revlimid wieder pausieren und weitere 14 Tage Antibiotikum nehmen, damit sich die Prostatitis hoffentlich vertschüsst. Der Vorteil war, dass ich jetzt ohne Revlimid bei unserem Urlaub in Prag ohne Ermüdung in vier Tagen 50 km durch die Stadt traben konnte und ich es sehr genossen habe.

LG

Johannes

Johannes1956 antwortete auf Pap III nach Blasenspiegelung
20 Nov. 2025 09:05
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Hallo, zudammen!

Ich hatte jetzt bei einer neuerlichen unauffälligen Blasenspiegelung wieder einen Pap3 positiven Befund und bei einer Harnuntersuchung einige Wochen später wurde neuerlich Pap3 bestätgt. Kontrolle in 6 Monaten.

Die HD ist nun bald 2 Jahre her. Ich frage mich, ob Dara oder Revlimid, welches ich zur Erhaltungstherapie bekomme, einen Pap3 Befund verursachen kann. Hat jemand damit Erfahrung? Ich habe keinerlei Beschwerden und fühle mich gut und fit wie schon lange nicht.

Johannes

Johannes1956 antwortete auf Pap III nach Blasenspiegelung
20 Nov. 2025 09:15
  • Johannes1956
  • 205 Beiträge seit
    29 April 2023
Dir ki gibt dazu folgende Information

"PAP3" bezieht sich auf eine falsch-positive Immunfixations-Gel-Elektrophorese bei der Analyse von Proteinen im Blut, die bei Patienten unter Daratumumab-Therapie auftreten kann. Daratumumab ist ein Medikament für das multiple Myelom, das mit einer Komponente, die falsch-positive IgG-Kappa-Banden erzeugen kann, das Testergebnis verfälschen kann, obwohl es keine echte, klinisch signifikante Reaktion ist. Daher ist es wichtig, diese Nebenwirkung bei der Interpretation von Laborergebnissen zu berücksichtigen, da sie die Ergebnisse von spezifischen Gentests verändern kann.
Daratumumab als Monoklonaler Antikörper: Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der an spezifische Proteine auf den Myelomzellen bindet.
Falsch-positive Banden: Diese Antikörper können bei der Immunfixations-Gel-Elektrophorese zu einer falsch-positiven IgG-Kappa-Bande führen.
Fehlinterpretation der Ergebnisse: Diese Banden können fälschlicherweise als Ergebnis einer echten Immunreaktion interpretiert werden und die klinische Beurteilung erschweren, insbesondere bei Patienten, die bereits eine Therapie erhalten.

Ich werde beim nächsten Termin bei meiner behandelnden Professorin nachfragen und mich jedenfalls nicht beunruhigen.

Johannes