Schlaflosigkeit wurde erstellt von Stuttgarter
04 Jan. 2025 20:31
- Stuttgarter
7 Beiträge seit
30 Dezember 2024
30 Dezember 2024
Hallo zusammen,
seit meiner Diagnose SMM mit 20% Myelonzellen im Knochenmark kann ich nicht mehr schlafen.
Seit knapp 2 Wochen wache ich immer um 2 Uhr auf
und kann nicht mehr einschlafen.
Nachts mit den Gedanken, dass die Krebszellen sich im
Knochenmark vermehren ist so energieraubend…
Ich weiss nicht was ich tun soll…habe es mit Beruhigungstee,
Baldrian, warmer Milch mit Honig, Gedanken auf Notizzettel schreiben, lesen usw usw probiert…ich komme nicht mehr in meinen Schlaf, um mich zu regenerieren. Nächste Woche am Dienstag geht die Arbeit wieder los. Ich bin Lehrer und muss mich vormittags konzentrieren können…und nebenbei muss ich noch die weiteren Untersuchungen durchführen lassen, um
mein SMM näher zu untersuchen…
Ging es euch in den ersten Wochen nach der Diagnose auch so?
Nach wie vielen Wochen wurde es bei euch besser?
Habt ihr Tipps für mich?
Gruß,
Marco
seit meiner Diagnose SMM mit 20% Myelonzellen im Knochenmark kann ich nicht mehr schlafen.
Seit knapp 2 Wochen wache ich immer um 2 Uhr auf
und kann nicht mehr einschlafen.
Nachts mit den Gedanken, dass die Krebszellen sich im
Knochenmark vermehren ist so energieraubend…
Ich weiss nicht was ich tun soll…habe es mit Beruhigungstee,
Baldrian, warmer Milch mit Honig, Gedanken auf Notizzettel schreiben, lesen usw usw probiert…ich komme nicht mehr in meinen Schlaf, um mich zu regenerieren. Nächste Woche am Dienstag geht die Arbeit wieder los. Ich bin Lehrer und muss mich vormittags konzentrieren können…und nebenbei muss ich noch die weiteren Untersuchungen durchführen lassen, um
mein SMM näher zu untersuchen…
Ging es euch in den ersten Wochen nach der Diagnose auch so?
Nach wie vielen Wochen wurde es bei euch besser?
Habt ihr Tipps für mich?
Gruß,
Marco
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Flo83 antwortete auf Schlaflosigkeit
04 Jan. 2025 20:41
- Flo83
75 Beiträge seit
27 Februar 2024
27 Februar 2024
Hallo Marco, Du solltest Dir einen Psycho-Onkologen suchen um mit ihm dann das Ganze zu besprechen. Evtl. wird dann auch ein Medikament verordnet was Dir beim Durchschlafen hilft und Dich beruhigt.
Es ist am Anfang eine extrem belastende Situation mit solch einer Diagnose umzugehen. Man fällt dann schnell in eine Depression und Angststörung hinein. Das wird nach einigen Monaten aber besser wenn man sich mit der Erkrankung mehr befasst hat und lernt diese zu akzeptieren. Natürlich bleibt es ein Einschnitt im Leben und man lernt aber damit umzugehen.
Es ist am Anfang eine extrem belastende Situation mit solch einer Diagnose umzugehen. Man fällt dann schnell in eine Depression und Angststörung hinein. Das wird nach einigen Monaten aber besser wenn man sich mit der Erkrankung mehr befasst hat und lernt diese zu akzeptieren. Natürlich bleibt es ein Einschnitt im Leben und man lernt aber damit umzugehen.
Nichts ist beständiger als der Wandel
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Maggie antwortete auf Schlaflosigkeit
05 Jan. 2025 10:32
- Maggie
-
346 Beiträge seit
01 April 2016
01 April 2016
Hallo Marco,
ich habe dir eine PM geschickt, habe auch SMM und lebe in Stuttgart.
Viele Grüße Maggie
ich habe dir eine PM geschickt, habe auch SMM und lebe in Stuttgart.
Viele Grüße Maggie
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Callosum62 antwortete auf Schlaflosigkeit
05 Jan. 2025 11:03
- Callosum62
250 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Hallo, Marco,
sleepless in Schduágórd - das kenne ich hier aus Franken auch. Zu Beginn der Erkrankung wegen nächtlichen Grübelphasen, die mich nicht haben durchschlafen lassen. Später wegen Dexamethason.
Die gute Nachricht ist: Die angstbedingte Schlaflosigkeit wird zumeist im Verlauf Krankheitsverarbeitung besser. Irgendwann war ich dann auch zu müde. Die Idee, mal einen Kontakt mit einem Psychoonkologen zu machen, ist sehr sinnvoll, Gespräche sind hilfreich.
Über Schlaflosigkeit, wenn sie denn nicht körperlich bedingt ist, gibt es dann doch einige Erkenntnisse in der psychologischen Forschung. Die Wichtigste ist: Niemals länger im Bett bleiben und grübeln, wenn sich der Schlaf nicht einstellen will. Das führt zu Verknüpfungen Bett-Grübeln, dann wird irgendwann das Bett zum Auslöser der Grübelphasen. Also raus aus dem Bett, ich habe eine 15-Minuten-Regel gehabt und mich dann in in einen Sessel, meinen "Sorgensitz" begeben, in dem das Grübeln erlaubt war. Seltsamerweise bin ich in dem dann häufig problemlos eingepennt, meine Frau hat mir dann morgens mit einem Schmunzeln auf den Lippen wie bei Loriot "Tee und Gebäck" gebracht.
Geholfen hat mir, mich abzulenken, wenn meditative Übungen oder Entspannungstherapien nicht funktionierten. Dafür habe ich meine PS5 und viele, viele DVDs. Auch Bewegung hat mir geholfen. Ich bin, nachdem ich wieder laufen konnte, entweder in unserem Treppenhaus auf und ab oder nachts draußen spazieren gegangen. Versteht sich von selbst, dass unsere Küche in solchen Phasen immer blitzblank ist und die Wäsche weggebügelt.
Was habe ich noch gelernt? Der Körper braucht nicht unbedingt viel Schlaf, um sich zu regenerieren, gut, ein wenig REM und Tiefschlaf sind nicht schlecht. Durchschlafen ist nicht notwendig, das lernt man spätestens, wenn man älter wird und sowieso alle 2-3 Stunden raus muss - die Blase halt. Ansonsten reicht es dem Körper, sich in Ruhe zu befinden, das kann aber auch im wachen Zustand sein. Der Gedanke, sich nicht regenerieren und nicht fit genug für die Arbeit zu sein, wenn man nicht genug schläft, stimmt oft so einfach nicht und kann durch eine erhöhte Selbstbeobachtungsneigung eher durch Stress zu selbsterfüllenden Prophezeiungen führen. Meine nicht selten rotzfrechen Kinder würden da sagen: Papa, chill mal...
Wie auch immer, ob mit Schlaf oder ohne: A guats Nächtle...
sleepless in Schduágórd - das kenne ich hier aus Franken auch. Zu Beginn der Erkrankung wegen nächtlichen Grübelphasen, die mich nicht haben durchschlafen lassen. Später wegen Dexamethason.
Die gute Nachricht ist: Die angstbedingte Schlaflosigkeit wird zumeist im Verlauf Krankheitsverarbeitung besser. Irgendwann war ich dann auch zu müde. Die Idee, mal einen Kontakt mit einem Psychoonkologen zu machen, ist sehr sinnvoll, Gespräche sind hilfreich.
Über Schlaflosigkeit, wenn sie denn nicht körperlich bedingt ist, gibt es dann doch einige Erkenntnisse in der psychologischen Forschung. Die Wichtigste ist: Niemals länger im Bett bleiben und grübeln, wenn sich der Schlaf nicht einstellen will. Das führt zu Verknüpfungen Bett-Grübeln, dann wird irgendwann das Bett zum Auslöser der Grübelphasen. Also raus aus dem Bett, ich habe eine 15-Minuten-Regel gehabt und mich dann in in einen Sessel, meinen "Sorgensitz" begeben, in dem das Grübeln erlaubt war. Seltsamerweise bin ich in dem dann häufig problemlos eingepennt, meine Frau hat mir dann morgens mit einem Schmunzeln auf den Lippen wie bei Loriot "Tee und Gebäck" gebracht.
Geholfen hat mir, mich abzulenken, wenn meditative Übungen oder Entspannungstherapien nicht funktionierten. Dafür habe ich meine PS5 und viele, viele DVDs. Auch Bewegung hat mir geholfen. Ich bin, nachdem ich wieder laufen konnte, entweder in unserem Treppenhaus auf und ab oder nachts draußen spazieren gegangen. Versteht sich von selbst, dass unsere Küche in solchen Phasen immer blitzblank ist und die Wäsche weggebügelt.
Was habe ich noch gelernt? Der Körper braucht nicht unbedingt viel Schlaf, um sich zu regenerieren, gut, ein wenig REM und Tiefschlaf sind nicht schlecht. Durchschlafen ist nicht notwendig, das lernt man spätestens, wenn man älter wird und sowieso alle 2-3 Stunden raus muss - die Blase halt. Ansonsten reicht es dem Körper, sich in Ruhe zu befinden, das kann aber auch im wachen Zustand sein. Der Gedanke, sich nicht regenerieren und nicht fit genug für die Arbeit zu sein, wenn man nicht genug schläft, stimmt oft so einfach nicht und kann durch eine erhöhte Selbstbeobachtungsneigung eher durch Stress zu selbsterfüllenden Prophezeiungen führen. Meine nicht selten rotzfrechen Kinder würden da sagen: Papa, chill mal...
Wie auch immer, ob mit Schlaf oder ohne: A guats Nächtle...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
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Stuttgarter antwortete auf Schlaflosigkeit
05 Jan. 2025 13:12
- Stuttgarter
7 Beiträge seit
30 Dezember 2024
30 Dezember 2024
Ich danke euch sehr!
Ich habe inzwischen einen Termin bei einem Psychoonkologen.
Und ich werde die 15-Minuten-Regel testen und aus dem Bett raus gehen, wenn ich nur noch grüble.
Ich kann eines schon jetzt sagen. Eines hilft mir definitiv. Die Antworten der Mitbetroffenen hier im Forum.
Lieber Gruß,
Marco
Ich habe inzwischen einen Termin bei einem Psychoonkologen.
Und ich werde die 15-Minuten-Regel testen und aus dem Bett raus gehen, wenn ich nur noch grüble.
Ich kann eines schon jetzt sagen. Eines hilft mir definitiv. Die Antworten der Mitbetroffenen hier im Forum.
Lieber Gruß,
Marco
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Colberg antwortete auf Schlaflosigkeit
05 Jan. 2025 14:08
- Colberg
57 Beiträge seit
04 September 2021
04 September 2021
Habe zwar MW und bin in den Foren seit drei Jahren belesen.
Bin 81 Jahre und seit Drei Jahren die Diagnose MW mit 90 % Knochenmarkinfiltration. Erst Ibutrinb jetzt Zanubrutinib. Mir geht es gut. Wie viel Jahre bist Du.
Keine Angst und Sorge. Du hast noch viele Lebensjahre vor Dir.
Ein Profil von Dir wäre zum Vergleich gut.
Bin 81 Jahre und seit Drei Jahren die Diagnose MW mit 90 % Knochenmarkinfiltration. Erst Ibutrinb jetzt Zanubrutinib. Mir geht es gut. Wie viel Jahre bist Du.
Keine Angst und Sorge. Du hast noch viele Lebensjahre vor Dir.
Ein Profil von Dir wäre zum Vergleich gut.
Peter
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