Caro antwortete auf Austherapiert?
28 März 2015 10:59
- Caro
689 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Liebe Edith,
mein Mann hat sich nach sechs Jahren Kampf gegen das MM am 17.05.2013 dafür entschieden auch die letztmögliche Therapie mit Carfilzomib abzubrechen, auch weil es nicht mehr gewirkt hat. Alles andere war längst durch, die Blutwerte machten einfach nicht mehr mit. Ich nehme an, dass das Knochenmark einfach zu sehr geschädigt war, um noch eine halbwegs normale Produktion der verschiedenen Zellen zu leisten. Er hat dann seinen Frieden gehabt und ist zu Hause friedlich in seinem Bett am 10. Juli gestorben. Ich hatte dann die letzten Tage den Hausarzt da, der mir ein ambulantes Palliativteam vermittelt hat. Ich war sehr froh, dass ich ihn nicht mehr ins Krankenhaus bringen musste, keine Untersuchungen mehr, kein Blutabnehmen, stechen etc. Seine Kinder waren den letzten Tag noch bei ihm. Für mich war es sehr hart, aber ich konnte mich damit trösten, dass es für ihn wirklich eine Erlösung war.
Ich wünsche Euch, die richtige Entscheidung zu treffen.
Ganz liebe Grüße
Caro
mein Mann hat sich nach sechs Jahren Kampf gegen das MM am 17.05.2013 dafür entschieden auch die letztmögliche Therapie mit Carfilzomib abzubrechen, auch weil es nicht mehr gewirkt hat. Alles andere war längst durch, die Blutwerte machten einfach nicht mehr mit. Ich nehme an, dass das Knochenmark einfach zu sehr geschädigt war, um noch eine halbwegs normale Produktion der verschiedenen Zellen zu leisten. Er hat dann seinen Frieden gehabt und ist zu Hause friedlich in seinem Bett am 10. Juli gestorben. Ich hatte dann die letzten Tage den Hausarzt da, der mir ein ambulantes Palliativteam vermittelt hat. Ich war sehr froh, dass ich ihn nicht mehr ins Krankenhaus bringen musste, keine Untersuchungen mehr, kein Blutabnehmen, stechen etc. Seine Kinder waren den letzten Tag noch bei ihm. Für mich war es sehr hart, aber ich konnte mich damit trösten, dass es für ihn wirklich eine Erlösung war.
Ich wünsche Euch, die richtige Entscheidung zu treffen.
Ganz liebe Grüße
Caro
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Orchidee antwortete auf Austherapiert?
28 März 2015 16:30
- Orchidee
59 Beiträge seit
06 April 2014
06 April 2014
Liebe Edith,
ich wünsche Euch viel Kraft
und genießt die gemeinsamen Tage.
Liebe Grüße Ursula
ich wünsche Euch viel Kraft
und genießt die gemeinsamen Tage.
Liebe Grüße Ursula
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Jeanny150765 antwortete auf Austherapiert?
28 März 2015 19:53
- Jeanny150765
1161 Beiträge seit
17 Juni 2010
17 Juni 2010
Liebe Edith,
das ist so schlimm und man kann nichts dagegen tun.Alle Worte sind nichts.Was Ihr gerade durchmachen müsst........Wenn wirklich nichts mehr hilft,dann ist es richtig,Ihn in Ruhe zu lassen mit irgentwelchen Therapien,welche womöglich nicht mehr helfen.Und doch war es bei vielen hier so,das ein "letzter" Versuch doch noch geholfen hat,deshalb wäre eine Anfrage bei Prof.Einsele doch noch eine kleine Chance....Aber wenn Dein Fredi nicht mehr will und es leid ist,dann hilf Ihm und sei bei Ihm(das machst Du ja sowieso).nd wenn er gut auf Schmerzreduzierung eingestellt wird,dann hat er vielleicht noch eine kleine Weile eine "schöne" Zeit mit Dir.Ich wünsch Euch ganz viel Kraft,diesen schweren Weg zu gehen.Ganz liebe Grüße
Jeanny
das ist so schlimm und man kann nichts dagegen tun.Alle Worte sind nichts.Was Ihr gerade durchmachen müsst........Wenn wirklich nichts mehr hilft,dann ist es richtig,Ihn in Ruhe zu lassen mit irgentwelchen Therapien,welche womöglich nicht mehr helfen.Und doch war es bei vielen hier so,das ein "letzter" Versuch doch noch geholfen hat,deshalb wäre eine Anfrage bei Prof.Einsele doch noch eine kleine Chance....Aber wenn Dein Fredi nicht mehr will und es leid ist,dann hilf Ihm und sei bei Ihm(das machst Du ja sowieso).nd wenn er gut auf Schmerzreduzierung eingestellt wird,dann hat er vielleicht noch eine kleine Weile eine "schöne" Zeit mit Dir.Ich wünsch Euch ganz viel Kraft,diesen schweren Weg zu gehen.Ganz liebe Grüße
Jeanny
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pinocchio60 antwortete auf Austherapiert?
29 März 2015 09:56
- pinocchio60
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
liebe edith,
ich umarme dich ganz lieb und schenke dir viel kraft.
grüße aus köln
marion
ich umarme dich ganz lieb und schenke dir viel kraft.
grüße aus köln
marion
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EdithW antwortete auf Austherapiert?
02 Apr. 2015 22:31
- EdithW
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hallo,
vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.
Eure Beiträge haben mir sehr geholfen. Auch die Umarmungen.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich wieder gemeldet habe.
Plötzlich hatte ich Angst vor meinem eigenen Thema und hab mich nicht mehr hergetraut.
Jetzt wo ich hier schreibe, merke ich wie wichtig es ist, verstanden zu werden ohne viel zu erklären. Alle Gedanken ohne Angst aussprechen zu dürfen.
Margret, besonders Deine Nachricht spricht mir so sehr aus der Seele. Ich habe den Text meinem Mann vorgelesen (zum ersten mal) und er läßt Dich ausdrücklich grüßen und bedankt sich, dass Du in wenigen Sätzen, seine Situation so unaufgeregt und weise beschreibst.
Ich finde man könnte den Text direkt in eine Broschüre für Betroffene aufnehmen.
Caro, auch Dir vielen Dank. Ich wünsche mir für meinen Mann so sehr, dass er auch zuhause bleiben kann.
Karina, vielen Dank für den Tipp. Ich war bei unserer Hausärztin und es gibt tatsächlich auch hier ein mobiles palliatives Team und ich werde mich jetzt darum kümmern.
Mein Mann geht derweil durch ein Wechselbad der Gefühle. Wir hatten am Dienstag wieder einen Termin im KH und er hatte sich darauf vorbereitet dem Arzt seine Entscheidung, sich nicht mehr therapieren zu lassen, mitzuteilen.
Dieser hatte in der Zwischenzeit mit einem Professor aus Wien Rücksprache gehalten und eine Behandlung mit Melphalan IV vorgeschlagen.
Erst die große Erleichterung über das Ende der Therapie-Torturen, dann die Verzweiflung, dass diese Entscheidung nun wirklich das Ende bedeutet.
Dann, als der Arzt ihm vorschlägt, es doch noch mal zu probieren,(nur eine Spritze alle 4 Wochen und das Melphalan sei auch gut verträglich.) hat sich ein kleiner Funke Hoffnung schnell und spürbar ausgebreitet (auch bei mir).
Aber es ist gar keine Spritze (war ein Missverständnis), sondern wieder stundenlange Infusionen, Übelkeit, Cortison, .....
Ich weiß nicht wo die Kraft dafür herkommen soll.
Aber wie Ihr richtig schreibt, entscheiden muss der Patient und deshalb halte ich mich aus der Entscheidung raus. Und bin froh, dass ich das darf.
Nächste Woche sehen wir weiter.
Wünsche allen frohe Ostern und nochmals Danke, dass es Euch gibt.
Liebe Grüße Edith
vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben.
Eure Beiträge haben mir sehr geholfen. Auch die Umarmungen.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich wieder gemeldet habe.
Plötzlich hatte ich Angst vor meinem eigenen Thema und hab mich nicht mehr hergetraut.
Jetzt wo ich hier schreibe, merke ich wie wichtig es ist, verstanden zu werden ohne viel zu erklären. Alle Gedanken ohne Angst aussprechen zu dürfen.
Margret, besonders Deine Nachricht spricht mir so sehr aus der Seele. Ich habe den Text meinem Mann vorgelesen (zum ersten mal) und er läßt Dich ausdrücklich grüßen und bedankt sich, dass Du in wenigen Sätzen, seine Situation so unaufgeregt und weise beschreibst.
Ich finde man könnte den Text direkt in eine Broschüre für Betroffene aufnehmen.
Caro, auch Dir vielen Dank. Ich wünsche mir für meinen Mann so sehr, dass er auch zuhause bleiben kann.
Karina, vielen Dank für den Tipp. Ich war bei unserer Hausärztin und es gibt tatsächlich auch hier ein mobiles palliatives Team und ich werde mich jetzt darum kümmern.
Mein Mann geht derweil durch ein Wechselbad der Gefühle. Wir hatten am Dienstag wieder einen Termin im KH und er hatte sich darauf vorbereitet dem Arzt seine Entscheidung, sich nicht mehr therapieren zu lassen, mitzuteilen.
Dieser hatte in der Zwischenzeit mit einem Professor aus Wien Rücksprache gehalten und eine Behandlung mit Melphalan IV vorgeschlagen.
Erst die große Erleichterung über das Ende der Therapie-Torturen, dann die Verzweiflung, dass diese Entscheidung nun wirklich das Ende bedeutet.
Dann, als der Arzt ihm vorschlägt, es doch noch mal zu probieren,(nur eine Spritze alle 4 Wochen und das Melphalan sei auch gut verträglich.) hat sich ein kleiner Funke Hoffnung schnell und spürbar ausgebreitet (auch bei mir).
Aber es ist gar keine Spritze (war ein Missverständnis), sondern wieder stundenlange Infusionen, Übelkeit, Cortison, .....
Ich weiß nicht wo die Kraft dafür herkommen soll.
Aber wie Ihr richtig schreibt, entscheiden muss der Patient und deshalb halte ich mich aus der Entscheidung raus. Und bin froh, dass ich das darf.
Nächste Woche sehen wir weiter.
Wünsche allen frohe Ostern und nochmals Danke, dass es Euch gibt.
Liebe Grüße Edith
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