Eine seltene Begleiterkrankung des Multiplen Myeloms ist die AL-Amyloidose. Sie kommt nur bei ca. 10% aller MM-Patienten vor. Es handelt sich zumeist nicht um eine bösartige Erkrankung, sie muss jedoch (mit-) behandelt werden.
Bei der AL-Amyloidose produzieren krankhafte (monoklonale) Plasmazellen im Knochenmark strukturell veränderte Leichtketten. Diese zirkulieren im Blut und werden im Verlauf von Monaten bis Jahren in Form von „Amyloid“-Fibrillen im Körper abgelagert, was zu schweren Organschädigungen führen kann.
Die am häufigstenbetroffenen Organe sind Niere, Herz, Darm, Leber und Nervensystem. Das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) ist nicht betroffen
Eine Einführung in diese mögliche Begleiterkrankung sowie Therapiemöglichkeiten finden Sie im Infoblatt der DLH e.V.
Infoblatt Leichtketten
Infoblatt Amyloidose
In Heidelberg gibt es ein eigenes Zentrum speziell zu diesem Krankheitsbild siehe
Gerne weisen wir auch auf den unter Broschüren und Links hinterlegten Ratgeber "Amyloidose" hin.
