AMMonline

     

Erhöhter IGM Wert wurde erstellt von Queen Mum
03 Dez. 2025 12:16
  • Queen Mum
  • 4 Beiträge seit
    03 Dezember 2025
Hallo
Ich bin neu hier und hatte auch immer gedacht ich könnte nur stiller Mitleser sein. Allerdings bin ich seit heute so verunsichert und beunruhigt, so dass ich nun auch mal schreibe.

Ich bin 51 Jahre alt. Bei mir wurde vor 1,5 Jahren durch ein Zufallsbefund MGUS festgestellt.
Meine Werte zu dem Zeitpunkt lagen bei
Freies Lambda 31.3
Freies Kappa 7.6
Quotient Kappa/Lambda 0,24
IGM 582

Die Werte die danach gemacht wurden habe ich leider nicht zur Hand. Allerdings habe ich jetzt aktuelle Werte von vor zwei Wochen.

Diese sind
Freies Lambda 39.41
Freies Kappa 8.98
Quotient Kappa/Lambda 0.23

IGM 816

Meine Ärztin hat mich jetzt dahingehend beunruhigt weil sie bei der nächsten Kontrolle eine Untersuchung auf Morbus Waldenström machen möchte und irgendwie nicht so entspannt gewirkt hat wie beim letzten Mal. Sie sagte die Kurve geht halt langsam nach oben ich soll mir keine Sorgen machen aber natürlich mache ich das.

Wie geht es denn euch mit euren Werten und Diagnosen? Ich hatte bis eben gedacht ich habe eine leichte Form der MGUS ohne Risikofaktoren. Das hat sich jetzt aber leider nicht mehr so angehört. Der Verdacht auf Morbus Waldenström steht im Raum und ich mache mir große Sorgen dass bei der nächsten Kontrolle der Wert nochmal doll ansteigt und es sich zu etwas entwickelt was ich mir Angst macht.

Ich bin wie gesagt neu in diesem Forum und sehr unsicher und auch beunruhigt und wäre sehr dankbar für eure Rückmeldungen und Antworten bzgl der Werte und eurer Erfahrungen .

Ich wünsche euch allen einen schöne Adventszeit und natürlich alles Liebe und Gute.

Queen Mum

miregal antwortete auf Erhöhter IGM Wert
03 Dez. 2025 17:22
  • miregal
  • 1011 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Also rein nüchtern betrachtet (Mr. Spock Modus), hat es eine Steigerung der M-Antikörper um 40% in 1.5 Jahren gegeben, während die Leichtkettenverhältnis sich nur um 4% geändert hat.
Rein rechnerisch wirst du in 15 Jahren also 1.04^10 *100%-100% also rund ~50% Verinngerung des Leichtkettenverhältnis haben. Behandelt wird aber nach slim Kriterien , wenn dieser Wert sich auf <0.01 verkleinert. Beim IGM sind es 40% Steigerung in 1.5 Jahren, sie sind aber kein Kriterium zur Behndllung eines Myeloms.
Hier die KI Antwort, die m.W. soweit plausibel ist. Also selbst wenn das nächste Mal Waldenström diagnostiziert wird, gibt es noch lange kein Behandlungskriterium. Es wird aber die weitere Diagnostik beeinflussen, was gut ist, weil man dann gezielter den "Wasserstand" beobachten kann. Viel Glück wünsche ich dir trotz der nüchternen Diagnostik
Übersicht mit KI
Die SLiM-Kriterien sind ein Teil der SLiM-CRAB-Kriterien zur Diagnose des Multiplen Myeloms
.

S = ≥ 60 % klonale Plasmazellen im Knochenmark.
Li = Freier Leichtkettenquotient (Kappa/Lambda) ≥ 100 (plus freie Leichtketten ≥ 100 mg/l).
M = Mindestens zwei fokale Läsionen (≥ 5 mm) im MRT.

Zusätzlich zu einem der SLiM-Kriterien sind mindestens 10 % klonale Plasmazellen im Knochenmark oder ein bioptisch gesichertes Plasmozytom für die Diagnose eines symptomatischen Multiplen Myeloms erforderlich. Die Erfüllung eines SLiM-Kriteriums allein kennzeichnet die Behandlungsbedürftigkeit.
Detaillierte Aufschlüsselung

S = Sixty: Mehr als 60 % klonale Plasmazellen im Knochenmark.
Li = Light Chain:
Ein Quotient der freien Leichtketten (Kappa/Lambda) von ≥ 100.
Dies muss mit einer Konzentration der betroffenen freien Leichtketten von ≥ 100 mg/l einhergehen.
M = MRT:
Mindestens zwei fokale Läsionen mit einer Größe von ≥ 5 mm in einer Ganzkörper-MRT-Untersuchung.
Diese Läsionen sind Ansammlungen von Plasmazellen.

Wichtiger Hinweis
Die IGM-Werte werden in den SLiM-Kriterien nicht explizit genannt, sind jedoch Teil der Diagnostik, da sie bei bestimmten Formen der monoklonalen Gammopathie (z. B. Morbus Waldenström) eine Rolle spielen. Eine Erhöhung der IGM-Werte kann auf eine andere Erkrankung hindeuten, die nicht direkt dem Multiplen Myelom entspricht, obwohl sie ebenfalls mit einer monoklonalen Gammopathie verbunden ist.

Queen Mum antwortete auf Erhöhter IGM Wert
03 Dez. 2025 18:22
  • Queen Mum
  • 4 Beiträge seit
    03 Dezember 2025
Danke für deine Antwort mit der ich mich erstmal auseinander setzen muss glaub ich. Ich bin da ja noch absolut unerfahren und war die letzten 1,5 Jahre recht entspannt. Nur hat mich diese Steigerung doch sehr verunsichert.
Alle anderen Blutwerte sind absolut in Ordnung lt Ärztin.
Ich hatte vor ca. 9 Wochen eine Gürtelrose, kann dieser erhöhte Wert auch damit zusammen hängen?
Welche Schwankungen sind denn akzeptabel? Bzw im Rahmen? Sie hat mir auch gesagt dass es natürlich jetzt auch stagnieren kann . Ich mach mir wirklich gerade sehr viele Gedanken.

Lg

miregal antwortete auf Erhöhter IGM Wert
03 Dez. 2025 19:01 - 03 Dez. 2025 19:04
  • miregal
  • 1011 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich kann dein Kopfkino gut nachvollziehen. Ich wollte nur klarmachen, dass die Aussagen der Ärztin wahrscheinlich zutreffen, kein aktueller Grund zur Besorgnis. Bei den Blutwerten sind die Normalbereiche angegeben. Das dürfte die statistische Schwankungen und die individuellen Schwankungen einbeziehen, sofern man gesund ist. Die Immunglobuline können bei Infektionen schwanken. Eine Infektion bakterieller Art erkennt man am CRP Wert, der bei Virusinfektionen sich nicht ändert. Daran kann man also die Infektionsart unterscheiden, wenn sich die Immunglobine ändern und der crp nicht bzw erhöht
Letzte Änderung: 03 Dez. 2025 19:04 von miregal.

Queen Mum antwortete auf Erhöhter IGM Wert
03 Dez. 2025 20:11
  • Queen Mum
  • 4 Beiträge seit
    03 Dezember 2025
Danke für deine Worte. Ich denk mal ich muss die nächsten 6 Monate bis zur nächsten Kontrolle positiv denken und optimistisch bleiben. Die letzten Monate haben mich durch die Gürtelrose auch schon sehr gestresst.
Ich hoffe ihr im Forum einfach auch ein bisschen Beruhigung zu bekommen dahingehend dass man nicht alleine ist.
LG

Ibi antwortete auf Erhöhter IGM Wert
04 Dez. 2025 21:33
  • Ibi
  • 158 Beiträge seit
    17 März 2025
Hallo Queen Mum,
Dass das Angst macht ist gut nachvollziehbar. Das muss man erstmal verarbeiten und das braucht auch Zeit.
Wie Miregal schon geschrieben hat schwanken die Immunglobulinen bei verschiedenen Krankheiten/Infekte immer, so lange die Schwankungen im Normbereich liegen ist das völlig normal.
Was die Gürtelrose betrifft kann es auch sein, dass dein Immunsystem etwas geschwächt ist durch MGUS und dadurch die Herpes Zoster Viren wieder überhand bekommen haben. Frage doch deine Ärztin ob und wann es Sinn macht dich gegen Gürtelrose impfen zu lassen. Auch wenn man die Krankheit schon hatte, ist es laut Stiko sinnvoll sich nochmal impfen zu lassen. Die Gürtelrose kann nämlich leider mehrmals wiederkommen. Mein Mann hatte es bereits 3 Mal. Das letzte Mal weil er die Gürtelroseprophylaxe leider kurz unterbrechen musste.

Dass deine Ärztin die Untersuchung machen will, beunruhigt im ersten Moment erstmal, ist aber auch gut um mehr Sicherheit zu bekommen und zeigt, dass sie kompetent ist und gründlich arbeitet.
Ein Morbus Waldenström muss anders beobachtet werden als ein IgM Myelom (das übrigens sehr selten ist) und hat andere Risikofaktoren und Behandlungsbedarf. Deswegen ist es auch gut zu wissen was es genau ist, dann kann deine Ärztin (und du natürlich) auch auf die richtigen Symptome achten.
Wie du sagst bleib positiv und versuche es dein Leben nicht beherrschen zu lassen (leichter gesagt als getan, ich weiß).
Ich wünsche dir, dass dein MGUS immer MGUS bleibt.

Liebe Grüße
Ibi

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