Patient und jetzt Angehöriger - Katastrophe ! wurde erstellt von rudi
24 Juli 2011 19:13
- rudi
-
2203 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Hallo,
MM Patient zu sein ist eigentlich schon schlimm genug.
Aber wenn dann innerhalb von wenigen Monaten die eigene Frau und Mutter meiner Kinder (18 und 23) schwer krank wird und jetzt seit Mittwoch im Krankenhaus liegt, dann ist das eine völlig neue und schwer zu verkraftende Situation.
Angefangen hat es vor Monaten, als meine Frau deutlich an Muskelmasse verlor, immer weniger Appetit hatte, immer häufiger tagsüber müde auf dem Sofa lag, Stimmungsschwankungen unterlag, niemand mehr richtig an sie rankam.
Irgend etwas war nicht mehr im Lot !
Jetzt bekam sie vor einigen Wochen immer mehr gelbliche Augen und langsam auch gelbliche Haut.
Auf unser aller drängen endlich mal eine Klinik aufzusuchen reagierte si anfänglich ablehnend und manchmal regelrecht aggressiv.
Aber dann ist es doch gelungen und meine Frau hat sich letzten Mittwoch als ich in Deutschland war von einer Nachbarin und Freundin in die Klinik in Negrar begleiten lassen.
Nach zwei Tagen Diagnose meinen die Ärzte Hepatitis C oder schon Leberzirrhose.
Sie riefen meine Tochter an und sagten, sie müssen mit jemand von der Familie reden, weil es nicht gut aussieht.
Die Blutwerte haben sich innerhalb von zwei Tagen so verschlechtert, das die Ärzte selbst erschrocken sind.
Da die Blutgerinnung so schlecht ist kann man nicht punktieren für eine genaue Gewebeprobe.
Jetzt wollen sie wohl Morgen oder Übermorgen MRT Aufnahmen machen um zu sehen wie weit die Leber schon geschädigt ist :bang:
Ich war gestern Abend mit meiner Tochter noch zu Besuch bei meiner Frau. So geht es ihr noch ganz gut, sagt sie, aber sie sieht stark abgemagert aus mit sehr gelben Augen :bang:
Jetzt ziehen dunkle Wolken auf am Gardasee und alles wirkt jetzt trist und schmerzlich.
Ich mach mir mit meiner Tochter und meinem Sohn große Sorgen, habe heute seit dem Aufstehen um 7:30 quasi "Dauerbauchschmerzen" vor lauter Kummer und Sorgen um den Zustand meiner Frau.
Mein Myelom und die laufende Erhaltungstherapie geraten da regelrecht fast in Vergessenheit und auf der anderen Seite aber auch mehr ins Bewusstsein, weil ich jetzt die absolute Super-GAU Situation erleben muss. Selbst Krebspatient mit unheilbarem Ausgang und jetzt noch Angehöriger meiner schwer krank gewordenen Frau mit ungewissem Ausgang in den nächsten Monaten.
Es kann sein, dass meine Frau jetzt Wochenlang oder sogar Monate lang in der Klinik bleiben muss, sollte ein Stopp der Krankheit gelingen.
Ich muss dann Zuhause mit meinem 18 jährigen Sohn und den Hunden und Katzen alles Managen. Meine 23 jährige Tochter wohnt schon in einer eigenen Wohnung in Verona und hat einen Job und ist recht selbstständig. Sie wohnt mit ihrem Freund zusammen.
Die freudige Nachricht im Chaos, meine Tochter ist im 4. Monat Schwanger und ich erlebe es noch Opa zu werden, was ich mit Myelom bis vor kurzem gar nicht mehr erwartet hätte.
Ich hoffe nur mit bestem Glauben, dass meine Frau es auch noch schafft und erlebt Oma zu werden.
Tja, jetzt ist es erst mal vorbei mit dem Gardasee-Sommermärchen. In meiner Story (Rudis Story auf meinem Blog) heist ja der Titel schon von 1999 - " Wie schnell sich ein Leben verändern kann" und jetzt hat dieser Satz erneut seine Gültigkeit erlangt.
Ein depremierter Rudi
MM Patient zu sein ist eigentlich schon schlimm genug.
Aber wenn dann innerhalb von wenigen Monaten die eigene Frau und Mutter meiner Kinder (18 und 23) schwer krank wird und jetzt seit Mittwoch im Krankenhaus liegt, dann ist das eine völlig neue und schwer zu verkraftende Situation.
Angefangen hat es vor Monaten, als meine Frau deutlich an Muskelmasse verlor, immer weniger Appetit hatte, immer häufiger tagsüber müde auf dem Sofa lag, Stimmungsschwankungen unterlag, niemand mehr richtig an sie rankam.
Irgend etwas war nicht mehr im Lot !
Jetzt bekam sie vor einigen Wochen immer mehr gelbliche Augen und langsam auch gelbliche Haut.
Auf unser aller drängen endlich mal eine Klinik aufzusuchen reagierte si anfänglich ablehnend und manchmal regelrecht aggressiv.
Aber dann ist es doch gelungen und meine Frau hat sich letzten Mittwoch als ich in Deutschland war von einer Nachbarin und Freundin in die Klinik in Negrar begleiten lassen.
Nach zwei Tagen Diagnose meinen die Ärzte Hepatitis C oder schon Leberzirrhose.
Sie riefen meine Tochter an und sagten, sie müssen mit jemand von der Familie reden, weil es nicht gut aussieht.
Die Blutwerte haben sich innerhalb von zwei Tagen so verschlechtert, das die Ärzte selbst erschrocken sind.
Da die Blutgerinnung so schlecht ist kann man nicht punktieren für eine genaue Gewebeprobe.
Jetzt wollen sie wohl Morgen oder Übermorgen MRT Aufnahmen machen um zu sehen wie weit die Leber schon geschädigt ist :bang:
Ich war gestern Abend mit meiner Tochter noch zu Besuch bei meiner Frau. So geht es ihr noch ganz gut, sagt sie, aber sie sieht stark abgemagert aus mit sehr gelben Augen :bang:
Jetzt ziehen dunkle Wolken auf am Gardasee und alles wirkt jetzt trist und schmerzlich.
Ich mach mir mit meiner Tochter und meinem Sohn große Sorgen, habe heute seit dem Aufstehen um 7:30 quasi "Dauerbauchschmerzen" vor lauter Kummer und Sorgen um den Zustand meiner Frau.
Mein Myelom und die laufende Erhaltungstherapie geraten da regelrecht fast in Vergessenheit und auf der anderen Seite aber auch mehr ins Bewusstsein, weil ich jetzt die absolute Super-GAU Situation erleben muss. Selbst Krebspatient mit unheilbarem Ausgang und jetzt noch Angehöriger meiner schwer krank gewordenen Frau mit ungewissem Ausgang in den nächsten Monaten.
Es kann sein, dass meine Frau jetzt Wochenlang oder sogar Monate lang in der Klinik bleiben muss, sollte ein Stopp der Krankheit gelingen.
Ich muss dann Zuhause mit meinem 18 jährigen Sohn und den Hunden und Katzen alles Managen. Meine 23 jährige Tochter wohnt schon in einer eigenen Wohnung in Verona und hat einen Job und ist recht selbstständig. Sie wohnt mit ihrem Freund zusammen.
Die freudige Nachricht im Chaos, meine Tochter ist im 4. Monat Schwanger und ich erlebe es noch Opa zu werden, was ich mit Myelom bis vor kurzem gar nicht mehr erwartet hätte.
Ich hoffe nur mit bestem Glauben, dass meine Frau es auch noch schafft und erlebt Oma zu werden.
Tja, jetzt ist es erst mal vorbei mit dem Gardasee-Sommermärchen. In meiner Story (Rudis Story auf meinem Blog) heist ja der Titel schon von 1999 - " Wie schnell sich ein Leben verändern kann" und jetzt hat dieser Satz erneut seine Gültigkeit erlangt.
Ein depremierter Rudi
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
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joseph antwortete auf Patient und jetzt Angehöriger - Katastrophe !
24 Juli 2011 19:42
- joseph
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hallo Rudi
Du bist wirklich nicht zu beneiden, man oh man.
Ich drück dir die Daumen, dass deine Frau wieder auf den Damm kommt oder gegebenfalls eine Spenderleber gefunden wird
Wenn was ist, du dich auskotzen möchtest, meine direkte Mail hast du ja
Daumendruck
Joseph
Du bist wirklich nicht zu beneiden, man oh man.
Ich drück dir die Daumen, dass deine Frau wieder auf den Damm kommt oder gegebenfalls eine Spenderleber gefunden wird
Wenn was ist, du dich auskotzen möchtest, meine direkte Mail hast du ja
Daumendruck
Joseph
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gast antwortete auf Patient und jetzt Angehöriger - Katastrophe !
24 Juli 2011 19:52
- gast
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hallo, lieber Rudi,
das ist ja wirklich schlimm!
Ich drücke deiner Frau, deinen Kindern und
dir ganz fest die Daumen, das sich alles zum Guten wendet.
Mein Bruder wurde letztes Jahr im April (2010)
auch wegen Gelbsucht in die Klinik eingewiesen. Seine Haut und besonders die Augen waren so gelb wie die Smilies:x - ich hatte so etwas vorher noch nie gesehen.
Die Ärzte sagten das seine Leber nur noch zu 10% arbeitet und das seine Lebensdauer begrenzt sei. Er war zu diesen Zeitpunkt noch starker Alkoholiker und hatte lt. Ärzten eine fortgeschrittene Leberzhirrose. Das ist jetzt über ein Jahr her und es geht ihm gut. Fast keiner hätte geglaubt, das er es jemals schaffen würde.
Gebt also die Hoffnung nicht auf. Der Glaube versetzt Berge.
Alles Liebe und Gute für euch ALLE.
Andrea aus Oberfranken
das ist ja wirklich schlimm!
Ich drücke deiner Frau, deinen Kindern und
dir ganz fest die Daumen, das sich alles zum Guten wendet.
Mein Bruder wurde letztes Jahr im April (2010)
auch wegen Gelbsucht in die Klinik eingewiesen. Seine Haut und besonders die Augen waren so gelb wie die Smilies:x - ich hatte so etwas vorher noch nie gesehen.
Die Ärzte sagten das seine Leber nur noch zu 10% arbeitet und das seine Lebensdauer begrenzt sei. Er war zu diesen Zeitpunkt noch starker Alkoholiker und hatte lt. Ärzten eine fortgeschrittene Leberzhirrose. Das ist jetzt über ein Jahr her und es geht ihm gut. Fast keiner hätte geglaubt, das er es jemals schaffen würde.
Gebt also die Hoffnung nicht auf. Der Glaube versetzt Berge.
Alles Liebe und Gute für euch ALLE.
Andrea aus Oberfranken
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merlin antwortete auf Patient und jetzt Angehöriger - Katastrophe !
24 Juli 2011 20:44
- merlin
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Lieber Rudi,
wir drücken Euch ganz ganz fest die Daumen und senden Euch ein extra Paket mit viel viel Kraft und guter Energie. Herzlichst Merlin
wir drücken Euch ganz ganz fest die Daumen und senden Euch ein extra Paket mit viel viel Kraft und guter Energie. Herzlichst Merlin
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Katrin antwortete auf Patient und jetzt Angehöriger - Katastrophe !
24 Juli 2011 21:29
- Katrin
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hallo Rudi:bang:
manchmal glaub ich, dass eine solche diagnose wie krebs, den lebenspartner so sehr erschüttern kann, dass er selber krank dabei wird;(
meine mama hatte im jahr 2006 auch die diagnose Brustkrebs,
nachdem erstmal alles wieder im lot war,
bekam mein papa dann 2010 die diagnosestellung multiples myelom mit ja bekannter abberation del17p13;(
ich kann zumindest als angehörige nachempfinden, wie aussichtslos die lage momentan erscheint.
wurden gallengang und bauchspeicheldrüse bereits untersucht?
Ich drücke euch ganz fest die Daumen,
dass sich alles zum positiven wendet,
der satz; dass sich jeden moment alles verändern kann ist leider in solchen momenten zu wahr;( und fasst unfassbar, dass man innerhalb so kurzer zeit soviel schlimmes durchleben muss und sich immer wieder nach dem warum fragt...;(
Für mich als Tochter war es zumindest immer die Frag nach der Ungerechtigkeit ....................;(
Schön, dass ihr beide Großeltern werdet-das heisst also noch ein Grund mehr um zu kämpfen;)
Alles Liebe,
Katrin
manchmal glaub ich, dass eine solche diagnose wie krebs, den lebenspartner so sehr erschüttern kann, dass er selber krank dabei wird;(
meine mama hatte im jahr 2006 auch die diagnose Brustkrebs,
nachdem erstmal alles wieder im lot war,
bekam mein papa dann 2010 die diagnosestellung multiples myelom mit ja bekannter abberation del17p13;(
ich kann zumindest als angehörige nachempfinden, wie aussichtslos die lage momentan erscheint.
wurden gallengang und bauchspeicheldrüse bereits untersucht?
Ich drücke euch ganz fest die Daumen,
dass sich alles zum positiven wendet,
der satz; dass sich jeden moment alles verändern kann ist leider in solchen momenten zu wahr;( und fasst unfassbar, dass man innerhalb so kurzer zeit soviel schlimmes durchleben muss und sich immer wieder nach dem warum fragt...;(
Für mich als Tochter war es zumindest immer die Frag nach der Ungerechtigkeit ....................;(
Schön, dass ihr beide Großeltern werdet-das heisst also noch ein Grund mehr um zu kämpfen;)
Alles Liebe,
Katrin
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dietmar antwortete auf Patient und jetzt Angehöriger - Katastrophe !
24 Juli 2011 21:52
- dietmar
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Lieber Rudi,
Dir, Deiner Frau und Deinen Kinder drücke ich ganz doll die Daumen, dass es schnell eine Wende zum Besseren gibt. Die Kraft, die Du als so lange schon Kämpfender aufgebaut hast, Sie möge Dich weiter tragen.
LG Dietmar
Dir, Deiner Frau und Deinen Kinder drücke ich ganz doll die Daumen, dass es schnell eine Wende zum Besseren gibt. Die Kraft, die Du als so lange schon Kämpfender aufgebaut hast, Sie möge Dich weiter tragen.
LG Dietmar
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