AMMonline

     

  • joseph
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    25 März 2026
19.02.2010
Studie: Grüner Tee behindert die Wirkung von Bortezomib

Grüner Tee enthält Epigallocatechingallat (EGCG). In Tierexperimenten konnte eine antikarzinogene Wirkung von EGCG auf verschiedene Krebszellen nachgewiesen werden. Die Anti-Krebs-Wirkung von Grünem Tee und seinen individuellen Komponenten wird intensiv untersucht, und manche Krebspatienten erhoffen sich, die Anti-Krebs-Wirkung ihrer Chemotherapie durch den Konsum von grünem Tee zu verbessern. Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib wird gegen das multiple Myelom eingesetzt. In einer Studie wurde getestet, ob die Kombination von Bortezomib und Grüntee eine Erhöhung der Anti-Tumor-Wirksamkeit bei multiplen Myelomen und Glioblastom-Zelllinien in vitro und in vivo ergeben würde. Unerwarteterweise verhinderten einige Bestandteile des grünen Tees (Epigallokatechingallat und andere Polyphenole mit 1,2-Benzenediol-Resten) den Tumorzelltod, der durch Bortezomib in vitro und in vivo induziert wird.

Diese ausgeprägte antagonistische Funktion von EGCG war nur bei Proteasom-Inhibitoren auf Borsäure-Basis (Bortezomib, MG-262, PS-IX) aber nicht bei denen ohne Borsäure-Basis (MG-132, PS-I, Nelfinavir) festzustellen. EGCG reagierte direkt mit Bortezomib und blockte dessen Proteasom-Indikatoren-Funktion; Als Konsequenz daraus konnte Bortezomib keinen endoplasmischen Retikulum-Stress (ER) oder eine Kaspase-7-Aktivierung auslösen, und führte nicht zum Tod von Tumorzellen. Zusammengefasst zeigen unsere Ergebnisse, dass Grüntee-Polyphenole möglicherweise das Potential haben, die therapeutische Effektivität von Bortezomib zu negieren. Die Autoren schlussfolgern, dass der Konsum von Grünem Tee während einer Krebstherapie mit Bortezomib unterbleiben sollte.

Green tea polyphenols block the anticancer effects of bortezomib and other boronic acid-based proteasome inhibitors
Encouse B. Golden, Philip Y. Lam, Adel Kardosh, Kevin J. Gaffney, Enrique Cadenas, Stan G. Louie, Nicos A. Petasis, Thomas C. Chen, and Axel H. Schonthal
Blood, 4 June 2009, Vol. 113, No. 23, pp. 5927-5937
Abstract


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Ich hab mir erlaubt den ganzen Text zu kopieren,

Liebe Grüsse

Joseph

  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Liebe Tee-Freunde

Hier eine Info von Heute

www.journalmed.de/newsview.php?id=42322

LG

Joseph

  • Rosi
  • 76 Beiträge seit
    13 April 2013
Lieber Joseph,

das ist eine wertvolle Info. Werde ich gleich meinem Onko-Doc weiterleiten.

Herzliche Grüße

Rosi

  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Man kann nicht oft genug daran erinnern, dass sich diverse Therapien mit manchen Zusatzmitteln und Lebensmitteln nicht vertragen bzw. die Wirksamkeit verhindern oder verstärken (das Thema Grapefruitsaft ist ja hoffentlich inzwischen allgemein bekannt). Ebenso ist es mit Kaffee und Schilddrüsenmedikamenten, Antibiotika und Milch etc.

Kurz vor und während laufender Therapien bitte auf Zusatzmittel, besondere Tees, Pülverchen und Pillen verzichten! Medikamente immer nur mit Wasser einnehmen, Beipackzettel lesen!

Sollte eigentlich auf allen Medikamenten-Verpackungen aufgedruckt sein.

  • christine
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
gute Info, Joseph....ich habe während der Therapie auch aufgepasst, bzw nichts zusätzlich eingenommen! Man weiss ja nie......

  • Mapoli
  • 1676 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo,

da bei mir die Induktionschemo leider meine IGG Werte nicht berührt haben, bin ich nun doch sehr verunsichert. Grünen Tee habe ich nicht getrunken, da mir das bekannt war, aber von Kaffee und Milch wußte ich nichts. Bei der Chemo wird uns sogar des öfteren Kaffee angeboten.
Zudem hatte ab dem 2. Cyclus einen starken grippalen Infekt mit Fieber.
Leider war vor dem 3. Cyclus Antibiotika notwendig und es wurde pausiert. Ich bekam den Tip vom Hämato-Onkologen mir gegen den Husten in der Apotheke ein Efeupräparat zu besorgen und von meiner Hausärztin Umkaloabo. Auch da hat der Hämatoonkologe sein OK gegeben. Der Infekt sollte ja so schnell wie möglich weg gehen, damit die Chemo weiter laufen kann. Sollte das etwa dazu geführt haben, das die Induktionschemo nicht angeschlagen hat?
Mein Arzt mein, der Infekt hätte keine Auswirkung.

Nun bin ich aber doch sehr in Sorge! Hätte man doch den 4. Cyclus anschließen sollen? Der wurde nicht gemacht, da die ersten 3 ja nicht angeschlagen haben, nun ist aber der Infekt weg.

@ Margret: Wo hast Du das mit dem Kaffee, Milch und den Antibiotika gelesen? Hast Du einen Link-Tip? Ich würde da gerne mit meinem Arzt drüber sprechen.

Ich bin sehr verunsichert, da ich ja nun mit ganz schlechten Vorbefunden in die Hochdosis gehe und meine blöden kranken Zellen zurückbekomme......

LG
Ma