AMMonline

     

RSV-Infektion während laufender Chemo wurde erstellt von ClauSaa
03 Dez. 2024 20:58
  • ClauSaa
  • 51 Beiträge seit
    13 Dezember 2022
Hallo alle zusammen,

mein Vater bekommt gerade den dritten Zyklus Krypolis und die Entwicklung ist ziemlich erfreulich, die Leichtketten sind ordentlich gesunken.
Jetzt zum weniger erfreulichen: schon seit Beginn des stationären Aufenthalts (am 27.11. wurde er aufgenommen) liegt er zusammen in einem Zimmer mit einem Patienten, der starken Husten hat. Nach ein paar Tagen wurde dann mal ein Test auf RSV gemacht, der prompt positiv ausfiel, was aber auch erst heute bekannt wurde. Der Patient wurde isoliert und mein Vater bekommt morgen wieder einen neuen „Nachbarn“. Auf Drängen meines Vaters (der mittlerweile auch Schnupfen und leichten Husten hat) wurde er ebenfalls getestet, ein Ergebnis steht noch aus.
Hat jemand von euch Erfahrung mit RSV? Soweit ich weiß, gibt es ja keine standardmäßige Therapie. Ich mach mir wirklich große Sorgen….mein Vater hatte schon einmal während der Chemo eine Lungenentzündung und hat damals nur knapp die Kurve gekriegt.
Vielleicht gibt es jemanden, der etwas weiß oder mich ein bisschen beruhigen kann.

Liebe Grüße
Claudia

03 Dez. 2024 22:45
  • miregal
  • 1011 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Ich hatte rsv während der Coronazeit. War zur Abklärung wegen keuchendem Atem über eine Woche in der Notaufnahme der Klinik, die mich dann wegen Myelomvorgeschichte erst mal den ganzen Tag dabehielten, um abends zu erfahren, ich soll stationär aufgenommen werden, war aber kein Bett frei. Also ein Bett in der Notaufnahme bekommen. Nächsten Morgen kam dann ein Hämatologe, wo auch mein Myelom zuvor behandelt wurde und hat mich wieder entlassen, da das CT der Lunge unkritisch war , wusste ich schon am Nachmittag vorher. Aber ambulant bekommt man ad hoc kein ct, deshalb musste ich dort nächtigen äh stationär bleiben. Alles in allem wie eine 10 tägige Erkältung mit Frosch im Hals wie man so scön sagt. Fieber hatte ich keines. Geimpft auf RSV war da auch noch nicht. War aber schon in der Erhaltungstherapie, nicht in der Induktion. Da ist glaube ich das Immunssystem noch weitgehend intakt. RSV ist eigentlich nur für Säuglinge und frisch Transplantierte ein Thema.

Doris2460 antwortete auf RSV-Infektion während laufender Chemo
04 Dez. 2024 09:16
  • Doris2460
  • 672 Beiträge seit
    13 August 2022
Hallo Claudia,

warum ist dein Vater in welchem Krankenhaus? Ich finde, dass sie dort sehr leichtsinnig mit einem MM Patienten der vermutlich ein schlechtes Immunsystem hat umgehen.

Sollte sich das Krankenhaus nicht wirklich mit dem MM auskennen, würde ich einen Spezialisten bzw. die Abteilung bei er die HD bekommen hat um Rat fragen.

Es sollte auf alle Fälle die Lunge kontrolliert werden, denn die ist ein Schwachpunkt bei uns MMlern, deswegen ist inzwischen auch für uns und Menschen über 75 Jahre die Impfung empfohlen.

Alles Gute für euch

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt

04 Dez. 2024 09:58
  • betti52
  • 644 Beiträge seit
    19 September 2023
Hallo!

>deswegen ist inzwischen auch für uns und Menschen über 75 Jahre die Impfung empfohlen.
Leider so nicht ganz gemaess Stiko.
Deswg zeigt sich meine (private) Krankenkasse da auch leider bockbeinig, mir
eine RSV-Impfung zu gewaehren....

Bei der Stiko heisst es, Personen ab 75 oder Risikogruppe ab 60.
Und da ich noch keine 60 bin...

Gruss, Bettina

04 Dez. 2024 18:58 - 04 Dez. 2024 18:59
  • ClauSaa
  • 51 Beiträge seit
    13 Dezember 2022
Hallo an alle,

vielen Dank für eure Antworten!

Liebe Doris,
mein Vater ist wegen eines MM-Rezidivs bzw. wegen Progression von Plasmozytom in MM in der Klinik. Er bekommt aktuell den dritten Zyklus einer Kombinationstherapie mit Kyprolis. Oder besser gesagt, er BEKAM den dritten Zyklus. Wie ich nämlich vor ein paar Minuten von meiner Mutter erfahren habe, liegt nun das RSV-Testergebnis vor, welches positiv ausgefallen ist. Daraufhin wurde mein Vater direkt entlassen, weil keine Möglichkeit zur Isolation aufgrund Bettenmangel möglich ist. Eigentlich hätte er morgen noch Kyprolis bekommen müssen, aber das ist jetzt hinfällig. Auch eine ambulante Gabe ist wohl nicht möglich. Laut Aussage der Ärzte sei das aber nicht so schlimm, wenn die eine Dosis fehlt. Ich kapiere es nicht und bin auch irgendwie wütend und einfach hilflos. Warum bekommt man eine Chemotherapie, wenn der wesentliche Bestandteil dann plötzlich wegfallen darf, ohne dass es ein Problem darstellt?? Mein Vater ist von Anfang an in der Uni Würzburg in Behandlung. Eigentlich sind wir dort zufrieden. Aber aktuell weiß ich auch nicht, was ich davon halten soll.

Lg Claudia
Letzte Änderung: 04 Dez. 2024 18:59 von ClauSaa.

Doris2460 antwortete auf RSV-Infektion während laufender Chemo
04 Dez. 2024 20:28
  • Doris2460
  • 672 Beiträge seit
    13 August 2022
Ich bin echt entsetzt, dass das in Würzburg passiert, ich dachte, ihr wärt in irgend einem "Dorf" Krankenhaus.

Ich habe mein Carfilzomib immer ambulant in der zum Krankenhaus gehörenden KMT (KnochenmarkstransplantationsAmbulanz) bekommen.

Hatte es im Rahmen einer Studie in der Induktion gemeinsam im Dexamethason und Lenalidomid bekommen, hat super gewirkt.

Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt