Zahnlücke wurde erstellt von Peppy
05 März 2025 12:22
- Peppy
12 Beiträge seit
29 April 2022
29 April 2022
Liebe Leute,
vor längerer Zeit musste bei mir leider auch ein Zahn entfernt werden. Seitenbereich, also kein Frontzahn. Ich könnte laut Zahnarzt eine Brücke bekommen, bin mir aber nicht sicher, ob das für einen MM Patienten gut ist. Bisphosphonate habe ich zuletzt in 2019 bekommen. Aber ich bekomme aktuell eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid. Ich habe meine Zähne immer gut gepflegt und ich habe den Eindruck, dass den Onkologen/ Hämatologen dieses Thema nicht besonders wichtig ist. Bei mir wurde z.B. das Thema Zähne vor Beginn der Stammzelltherapie komplett vergessen. Was wäre euer Rat?
Brücke ja oder nein ? Liebe „Frühlingsgrüße“ von Peppy
vor längerer Zeit musste bei mir leider auch ein Zahn entfernt werden. Seitenbereich, also kein Frontzahn. Ich könnte laut Zahnarzt eine Brücke bekommen, bin mir aber nicht sicher, ob das für einen MM Patienten gut ist. Bisphosphonate habe ich zuletzt in 2019 bekommen. Aber ich bekomme aktuell eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid. Ich habe meine Zähne immer gut gepflegt und ich habe den Eindruck, dass den Onkologen/ Hämatologen dieses Thema nicht besonders wichtig ist. Bei mir wurde z.B. das Thema Zähne vor Beginn der Stammzelltherapie komplett vergessen. Was wäre euer Rat?
Brücke ja oder nein ? Liebe „Frühlingsgrüße“ von Peppy
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Callosum62 antwortete auf Zahnlücke
05 März 2025 15:23
- Callosum62
250 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Hallo, Peppy,
Bisphophonate verbleiben sehr lange im Körper, von daher verbleibt auch für die meisten von uns ein gewisses Nekroserisiko, vor allen Dingen im Unterkiefer. Ich verstehe allerdings nicht so ganz, warum Du zuletzt erst vor 6 Jahren Bisphosphonate bekommen hast - ich habe mal gelernt, neue Osteoklasten brauchen auch neue Bisphophonate. Ich war in der ganzen Zeit meiner Erhaltungstherapie unter Brondronat, erst monatlich, dann alle 3 Monate, in der langjährigen Remission alle 6 Monate, jetzt nach dem Rezidiv 5/2024 mit neuer Osteolyse und der CAR-T-Zelltherapie vor 6 Wochen wieder monatlich.
Wenn das, was Du planst, eine "echte" Brücke ist, die nicht im Kiefer verankert wird, sondern nur an zwei benachbarten Zähnen die Lücke überbrückt, sehe ich kein Problem, wenn hier auf eine gute Zahnhygiene geachtet wird. Implantate sind ja nach Bisphosphonaten eigentlich nicht mehr möglich, soweit ich weiß. Aber damit sollte sich auch der Zahnarzt auskennen oder sich schlau machen können. Lenalidomid sollte dabei keine Rolle spielen, das geht nach meiner Kenntnis nicht auf die Zähne. Ansonsten kann man es ja auch mal eine Woche absetzen, wenn man Angst wegen einer Infektion bei dem Eingriff hat.
Mein Zahnarzt weiß um meine Erkrankung und macht jährlich ein Röntgenbild meines Kiefers, von wegen Nekrosegefahr. Und halbjährlich gehts zur professionellen Zahnreinigung, wenn kein aktueller Infekt vorliegt. Allerdings muss ich bei solchen "Eingriffen" immer einige Stunden vorher einmalig vorbeugend ein Antibiotikum einnehmen.
Bisphophonate verbleiben sehr lange im Körper, von daher verbleibt auch für die meisten von uns ein gewisses Nekroserisiko, vor allen Dingen im Unterkiefer. Ich verstehe allerdings nicht so ganz, warum Du zuletzt erst vor 6 Jahren Bisphosphonate bekommen hast - ich habe mal gelernt, neue Osteoklasten brauchen auch neue Bisphophonate. Ich war in der ganzen Zeit meiner Erhaltungstherapie unter Brondronat, erst monatlich, dann alle 3 Monate, in der langjährigen Remission alle 6 Monate, jetzt nach dem Rezidiv 5/2024 mit neuer Osteolyse und der CAR-T-Zelltherapie vor 6 Wochen wieder monatlich.
Wenn das, was Du planst, eine "echte" Brücke ist, die nicht im Kiefer verankert wird, sondern nur an zwei benachbarten Zähnen die Lücke überbrückt, sehe ich kein Problem, wenn hier auf eine gute Zahnhygiene geachtet wird. Implantate sind ja nach Bisphosphonaten eigentlich nicht mehr möglich, soweit ich weiß. Aber damit sollte sich auch der Zahnarzt auskennen oder sich schlau machen können. Lenalidomid sollte dabei keine Rolle spielen, das geht nach meiner Kenntnis nicht auf die Zähne. Ansonsten kann man es ja auch mal eine Woche absetzen, wenn man Angst wegen einer Infektion bei dem Eingriff hat.
Mein Zahnarzt weiß um meine Erkrankung und macht jährlich ein Röntgenbild meines Kiefers, von wegen Nekrosegefahr. Und halbjährlich gehts zur professionellen Zahnreinigung, wenn kein aktueller Infekt vorliegt. Allerdings muss ich bei solchen "Eingriffen" immer einige Stunden vorher einmalig vorbeugend ein Antibiotikum einnehmen.
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
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Peppy antwortete auf Zahnlücke
05 März 2025 16:36
- Peppy
12 Beiträge seit
29 April 2022
29 April 2022
Hallo Callosum,
Ich danke dir für deine ausführliche und hilfreiche Antwort. Weshalb ich aktuell keine Bisphosphonate erhalte, kann ich dir gar nicht so genau sagen, außer dass das letzte CT keine Osteolysen zeigte. Das Implantate trotzdem nicht in Frage kommen, hat mein Zahnarzt so auch bestätigt.
Liebe Grüße Peppy
Ich danke dir für deine ausführliche und hilfreiche Antwort. Weshalb ich aktuell keine Bisphosphonate erhalte, kann ich dir gar nicht so genau sagen, außer dass das letzte CT keine Osteolysen zeigte. Das Implantate trotzdem nicht in Frage kommen, hat mein Zahnarzt so auch bestätigt.
Liebe Grüße Peppy
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Karsten antwortete auf Zahnlücke
08 März 2025 11:08
- Karsten
-
482 Beiträge seit
22 April 2010
22 April 2010
Hallo Peppy,
was soll gegen eine Brücke oder ein Implantat sprechen?
Ich habe mir vor ein paar Jahren auch ein Implantat im Unterkiefer setzen lassen und habe auch Jahre zuvor Bisis bekommen. Dein Zahnarzt wird deinen Kiefer zuvor untersuchen und dich beraten,was das beste ist. Ich selbst würde zum Implantat raten,wenn er dir die Möglichkeit dazu gibt. Lass dich beraten,ggf eine zweite Meinung beim Kieferchirurgen einholen.
Bisphosphonate habe ich letztmalig 2011 bekommen,obwohl ich danach mehere Rezidive mit einigen Löchern in den Knochen hatte,habe ich das immer abgelehnt und letztendlich haben das auch die Spezis in Heidelberg akzeptiert und mich nicht mehr deswqegen angesprochen. War mein Myelom wieder erfolgreich zurückgedrängt,so waren auch nach einiger Zeit die Löcker wieder verschwunden.
Alles Gute
was soll gegen eine Brücke oder ein Implantat sprechen?
Ich habe mir vor ein paar Jahren auch ein Implantat im Unterkiefer setzen lassen und habe auch Jahre zuvor Bisis bekommen. Dein Zahnarzt wird deinen Kiefer zuvor untersuchen und dich beraten,was das beste ist. Ich selbst würde zum Implantat raten,wenn er dir die Möglichkeit dazu gibt. Lass dich beraten,ggf eine zweite Meinung beim Kieferchirurgen einholen.
Bisphosphonate habe ich letztmalig 2011 bekommen,obwohl ich danach mehere Rezidive mit einigen Löchern in den Knochen hatte,habe ich das immer abgelehnt und letztendlich haben das auch die Spezis in Heidelberg akzeptiert und mich nicht mehr deswqegen angesprochen. War mein Myelom wieder erfolgreich zurückgedrängt,so waren auch nach einiger Zeit die Löcker wieder verschwunden.
Alles Gute
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Callosum62 antwortete auf Zahnlücke
08 März 2025 12:26
- Callosum62
250 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Hallo, Karsten,
gegen eine Brücke spricht m.E. auch nichts, wohl aber gegen ein Implantat. Nach einer Gabe von Bisphophonaten ist die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung im Kieferbereich eben dauerhaft erhöht. Und so ein Implantat ist ja eine ziemlich aufwendige Prozedur, die Monate dauert und bei der - so ist es in der Mundhöhle nun mal - nicht die ganze Zeit auf Sterilität geachtet werden kann. Mein Zahnarzt hat mir da eine klare Ansage gemacht - ich habe schon zwei Implantate und liebe die Dinger, aber das nächste Mal, wenn mir ein Zahn ausfällt, ist eine Brücke fällig.
Wenn Du 2011 das letzte Mal Bisphophonate bekommen hast und seitdem, also jetzt über 14 Jahre, ohne durchgekommen bist und das ohne größeren Lochfraß, dann darfst Du - wohlgemerkt, nur nach meiner persönlichen Meinung - froh und dankbar darüber sein, dass Dein MM bisher einen vergleichsweiser leichteren Verlauf genommen hat und wahrscheinlich viele Jahre asymptomatisch war. Liest man Dein Profil, kann man das auch erahnen, Du hast mit ISS 1 begonnen, und wirklich "harte" Therapien waren nach Deinen Stammzelltransplantationen nicht mehr notwendig. Dafür spricht auch Dein OS von 15 Jahren (Chapeau). Aber von welcher Art das eigene MM ist oder wozu es sich entwickeln kann, das kann man sich leider nicht aussuchen - ich habe mit ISS 3 begonnen, und mein MM braucht immer mal wieder alles, was es gibt, um in Schach gehalten zu werden. Und dazu gehören auch regelmäßige Bisphosphonate - sonst kommt es zu einem Rezidiv mit Lochfraß. Und bei mir verschwinden die Osteolysen im CT gar nicht, sondern verbleiben und mineralisieren im besten Fall an den Rändern. Tja, so unterschiedlich ist die MM-Welt...
gegen eine Brücke spricht m.E. auch nichts, wohl aber gegen ein Implantat. Nach einer Gabe von Bisphophonaten ist die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung im Kieferbereich eben dauerhaft erhöht. Und so ein Implantat ist ja eine ziemlich aufwendige Prozedur, die Monate dauert und bei der - so ist es in der Mundhöhle nun mal - nicht die ganze Zeit auf Sterilität geachtet werden kann. Mein Zahnarzt hat mir da eine klare Ansage gemacht - ich habe schon zwei Implantate und liebe die Dinger, aber das nächste Mal, wenn mir ein Zahn ausfällt, ist eine Brücke fällig.
Wenn Du 2011 das letzte Mal Bisphophonate bekommen hast und seitdem, also jetzt über 14 Jahre, ohne durchgekommen bist und das ohne größeren Lochfraß, dann darfst Du - wohlgemerkt, nur nach meiner persönlichen Meinung - froh und dankbar darüber sein, dass Dein MM bisher einen vergleichsweiser leichteren Verlauf genommen hat und wahrscheinlich viele Jahre asymptomatisch war. Liest man Dein Profil, kann man das auch erahnen, Du hast mit ISS 1 begonnen, und wirklich "harte" Therapien waren nach Deinen Stammzelltransplantationen nicht mehr notwendig. Dafür spricht auch Dein OS von 15 Jahren (Chapeau). Aber von welcher Art das eigene MM ist oder wozu es sich entwickeln kann, das kann man sich leider nicht aussuchen - ich habe mit ISS 3 begonnen, und mein MM braucht immer mal wieder alles, was es gibt, um in Schach gehalten zu werden. Und dazu gehören auch regelmäßige Bisphosphonate - sonst kommt es zu einem Rezidiv mit Lochfraß. Und bei mir verschwinden die Osteolysen im CT gar nicht, sondern verbleiben und mineralisieren im besten Fall an den Rändern. Tja, so unterschiedlich ist die MM-Welt...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
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Peppy antwortete auf Zahnlücke
08 März 2025 19:06
- Peppy
12 Beiträge seit
29 April 2022
29 April 2022
Hallo Callosum und hallo Karsten,
habt Dank für eure Überlegungen und Empfehlungen.Ich weiß, in unserer Situation ist eine Zahnlücke sicherlich eines der kleinsten Probleme und doch macht man sich ja seine Gedanken. Ich werde mich als noch einmal ganz in Ruhe mit meinem Zahnarzt beraten.
Alles Gute und liebe Grüße von Peppy
habt Dank für eure Überlegungen und Empfehlungen.Ich weiß, in unserer Situation ist eine Zahnlücke sicherlich eines der kleinsten Probleme und doch macht man sich ja seine Gedanken. Ich werde mich als noch einmal ganz in Ruhe mit meinem Zahnarzt beraten.
Alles Gute und liebe Grüße von Peppy
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