AMMonline

     

jürgenk antwortete auf Smouldering Myelom oder doch nicht?
06 Dez. 2012 21:05
  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo Rudi
Die Antwort auf Deine Frage gibst Du schon selbst mit dem Hinweis auf die Dosis die das Gift macht. Mindestens bei mir war der Verbrauch an Süßem enorm hoch und in den Jahren vor der ED noch einmal kräftig gestiegen. Ob dies die Krankheit zum Ausbruch brachte oder der bereits wütende Krebs den Zucker forderte bleibt unbeantwortet.
Krebszellen leben von Glucose. Wenn sie auf Gärung umgestellt haben können sie keine Energie aus Fett oder Eiweiß verwerten. Damit sollen sie durch KH Reduzierung ausgehungert werden. Vorreiterin in dieser Theorie war Frau Dr. Buttwig in den fünfziger Jahren. Aktuell befasst sich Frau Prof. Ulrike Kämmerer von der Uni Würzburg mit der Umsetzung der KH-Vermeidung bei Krebspatienten in einer Feldstudie. Sie berichtet von beeindruckenden Erfolgen bereits beim anfänglichen Fasten. Während der KH Reduzierung erkennt sie ebenfalls klare Erfolge, Für eine Bewertung ist es jedoch noch viel zu früh. Wissenschaftliche Anerkennung wird es für die Studie keinesfalls geben, die Kriterien lassen dies nicht zu.
Wie weit es auch beim MM Erfolg haben kann, ist damit nicht zu beantworten.
Die Grundversorgung des Körpers mit KH erfolg über die Leber, das Gehirn wird also geschützt.
LG
Jürgen

Wolf79 antwortete auf Smouldering Myelom oder doch nicht?
07 Dez. 2012 09:49
  • Wolf79
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Hallo Yara,

wegen meiner MGUS (seit über 20 Jahren) kontrolliere ich ja auch das Blut usw. jedes Jahr.
Die letzte histologische Untersuchung des Knochenmarks aus 2003 sagte damals u.a. folgendes aus :
"Aufgrund der Quantität des Befundes sind derzeit Kriterien eines Plasmozytoms nicht erfüllt, wobei die abnorme Gruppenbildungstendenz der Plasamazellen langfristig mit einer Plasmozytomentwicklung einhergehen kann."
Das hat mich damals sehr verunsichert und ich habe auch deshalb noch 3 andere Onkologen (auch Uni Düsseldorf) konsultiert, mit dem Ergebnis, das keinerlei Hinweis auf eine Dynamik der MGUS besteht. Solle aber nunmehr alle 3 Monate eine Kontrolle machen lassen.
Auch mein Wirbelbruch (siehe Beitrag) wurde von verschiedenen Ärzten als direkte Auswirkung eines Plasmozytoms diagnostiziert.
Eine Vorstellung zuletzt in der Uni hat zunächstmal eine "Entwarnung" gegeben. Eine neuerliche Biospsie steht aber wohl Anfang nächsten Jahres an.
An meinem Beispiel siehst Du also auch, das nicht immer gleich "Holland in Not" ist und es immer gut ist sich eine 2. oder 3. Meinungen einzuholen.
Trotzdem kann eine negative (bösartige) Entwicklung wohl auch sehr schnell erfolgen , wie hier im Forum oft zu lesen ist.
Alles Gute für Dich.

Gruß

Wolfgang

GiselaKöenig antwortete auf Smouldering Myelom oder doch nicht?
07 Dez. 2012 09:55
  • GiselaKöenig
  • 378 Beiträge seit
    26 Oktober 2009
Hallo Jürgen,

deinen Beitrag habe ich wieder sehr aufmerksam gelesen und möge es für Dich der richtige Weg sein, ich wünsche Dir von Herzen, dass du damit Erfolg hast, nur meine Einstellung zu diesem Thema ist eine andere. Vor Kurzem hat mir eine liebe Bekannte, deren Rat ich nicht mehr missen möchte, auf meine Fragen Zucker, ja oder nein, schöne Dinge usw. mal folgendes geantwortet:
"Viele plagen und kasteien sich, sie bestrafen ihren Körper und die Angst frisst von innen ihre Seele auf.
Sie werden sterben....... Wie wir alle.
.... Aber ich möchte vorher leben, Spaß haben, das Leben geniessen, mich freuen und tief dankbar sein für alles, was ich mir gönnen kann - wohl wissend, dass mich Milliarden auf der Welt darum beneiden. Wohl wissend auch, dass in diesem Moment Andere in Kliniken liegen und sich die nächste Chemo in den ZVK laufen lassen oder an der Dialyse hängen - in der verzweifelten Hoffnung...
Wenn der große Gong für mich ertönt, möchte ich lebenssatt mit einem Lächeln im Gesicht abtreten. Wie sagte meine Oma immer: "Glücklich gelebt und selig gestorben, dann hat man dem Teufel die Rechnung verdorben." Amen!".......
Daran werde ich mich in der Zunkunft halten.!!!!
Ob es richtig oder falsch ist??????????? Keine Ahnung, aber ich habe gelebt mögen auch Manche sagen, rücksichtslos, nur an sich gedacht..........dem ist nicht so, jedes Schicksal hier oder in der Klinik geht mir nah, manchmal zu nah......
Das heißt ja nicht, dass ich jetzt von morgens bis abends Zucker esse, oder morgens schon die Weinflasche an den Hals setze, nein, alles in Maßen (manchmal auch etwas mehr)......lach.

Und Rudi, wir sind zwar oft verschiedener Meinung, aber bei dem Anblick wäre ich auch schwach geworden und hätte genau wie du auch diese super gut aussehenden Leckerchen gegessen.

Liebe Grüße

Gisela

Rosemarie antwortete auf Smouldering Myelom oder doch nicht?
07 Dez. 2012 14:17
  • Rosemarie
  • 245 Beiträge seit
    18 November 2009
Hallo Ihr Lieben,

ich hab auch lange gesmouldert. Nach dem anfänglichen Schock der Diagnose hab ich mich wieder aufgerafft und die Frage gestellt. Was kann ich für meine Gesundheit tun? Natürlich kam da erst mal auch die Ernährung dran. Bis dahin hatte ich mir darüber nicht so arg viel Gedanken gemacht.
Nun wollte ich mich vollwertig ernähren. So nach und nach hielt dann eine Getreidemühle Einzug (Getreide mahle ich nun stets frisch und in Bio Qualität.) Auf denn Beeten baute ich immer mehr Gemüse an und entdeckte auch neue (alte) Sorten dabei. Das Fleisch hat nur noch eine Randrolle in der Ernährung. Zucker hab ich fast vollkommen ersetzt (außer für manche Kuchen und Weihnachstplätzchen)
Doch zwischendurch ließ und lasse ich mir auch mal eine ganz leckere und vollkommen ungesunde Curry Wurst schmecken. Ich nenne dass dann meine "Genußmahlzeit". Einfach genießen und ja kein schlechtes Gewissen.
Denn Ernährung ist nicht alles. Was ich esse ist sicher Wichtig. Ich finde noch wichtiger aber ist, dass ich mit Freude und mit Freunden esse. Denn das Soziale Netzwerk ist denke ich fast genau so wichtig. Und Essen und Soziale Kontakte pflegen ergänzt sich vorzüglich. Wir machen im Advent immer ein Freunde Essen. Dann kommen die ganzen ungesunden Adventsleckereien auf den Tisch und es ist einfach schön.

Was mir aber ganz wichtig war bei meiner Umstellung der Ernährung möcht ich Euch nicht vorenthalten. Ich hatte mit meinem früheren Mann eine Gärtnerei. Wir arbeiteten konventionell, das bedeutet wir haben unsere Pflanzen -vor allem Rosen - vorbeugend mit Pestiziden gespritzt. Damals waren das noch Gifte die über die Haut aufgenommen wurden. Die sind zwar heute verboten, auf dem Schwarzmarkt werde die jedoch immer noch gehandelt und landen so auf unserem herkömlich produzierten Gemüse und Obst. Deshalb verwende ich nur Bio Obst und Gemüse und da bin ich sehr konsequent. Denn was auf meinem Teller landet, dafür trage ich die Verantwortung. Da ich weiß, was da alles drauf ist möchte ich konventionelles aus dem Supermark nicht auf meinem Teller. Für mich ist das Sondermüll und macht uns krank. Denn die Belastung kommt noch zusätzlich zu allem anderen, das wir nicht beieiflussen können dazu.
Wer sich mehr damit befassen möchte. hier ein Link.

Ich denke schon, dass ein Zusammenhang zwischen unserer Erkrankung und den Belastungen besteht. Wie sollte man sonst die steigende Zahl der Krebserkrankungen vor allem auch bei Kindern erklären. Kinder sind noch viel mehr gefährdet, denn ein Bruchteil von Pestiziden kann bei Kindern schon Erkrankungen auslösen. Dies ist glaube ich vielen jungen Eltern gar nciht bewußt. Sagt uns ja auch niemand. Sonst müsste auf machem Obst ein Totenkopf draufkleben. Aber das ist ja nicht so attraktiv. Außerdem verdient mit Aufklärung niemand etwas. Und was wäre denn. wenn die Menschen auf einmal gesund würden. Ein ganzer Industriezweig hätte keine Arbeit mehr.

Hier der Link: www.pan-germany.org/deu/~news-1197.html

Sorry, das war jetzt ein Ausflug in meine Welt. Mit Themen die mich bewegen und mit denen ich mich befasse.

Zurück zum Adventessen. Ich hoffe ich konnte Euch anregen die Zeit zu nutzen Euch´s gut gehen zu lassen.
Herzliche Grüße aus dem tiefverscheiten Allgäu. Wir haben herrlichen Pulverschnee und ich werd am WE eine kleine Skitour versuchen. Am Montag geht denn mein 3. Chemo Block los.

Rosemarie

Mapoli antwortete auf Smouldering Myelom oder doch nicht?
07 Dez. 2012 15:18
  • Mapoli
  • 1676 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Rosemarie,

ja, mit den Pestiziden habe ich auch so meine negativen Erfahrungen gemacht, da ich in einer Gärtnerei aufgewachsen bin. Noch heute ist hier am Nierderrhein der Einsatz von solchen Mitteln extrem übertrieben, jedes bischen Unkraut wird sofort weggespritz, egal, ob daneben Kinder spielen oder nicht und auch die verbotenen Mittel kommen bei vielen Gärtnern immer noch zum Einsatz. Die Begründung: "ja sonst bekommen wir nichts verkauft, die Blumen wachsen nicht "grade" genug", "das haben wir schon immer so gemacht" und "Du hast ja keine Ahnung von sowas, wir müssen davon leben..." usw., genauso sieht es beim Gemüse aus.

Stichprobenartige Untersuchungen bringen nichts, wenn man genau weiß, wann die Prüfung gemacht wird. Bodenproben gibt es nur auf Anzeige beim Kreis, hier wird alles lustig auf die Felder gespritz und die Gärtner wissen genau, wo sie die verbotenen Sachen kaufen können. Zudem wurden die früher in so großen Mengen verkauft, das viele noch uralte Bestände von längst verbotenen Mitteln haben.

Hier noch ein interessanter Link: www.journalonko.de/newsview.php?id=3378
Puh, ich merke, wie sehr ich sauer werde, bei dem Thema...
LG
Ma

jürgenk antwortete auf Smouldering Myelom oder doch nicht?
07 Dez. 2012 15:25
  • jürgenk
  • 459 Beiträge seit
    25 August 2011
Hallo ihr lieben Mitstreiter,
hier hat sich eine gute Diskussion über die unterschiedlichen Lebensweisen im Umgang mit unserer Erkrankung entwickelt. Die verdient wie so oft beim fruchtbaren Gedankenaustausch ein eigenes Theama.
Zunächst meinen Respekt vor jeder selbst bestimmten Lebensart. Rudi kann seinen Kuchen mit Genuss essen und wird ihn gut vertragen. Gisela ist für mich ein sehr gutes Beispiel für „harmlose“ Verläufe über sehr viele Jahre ohne Therapie. Die Aussage der Freundin können wir wohl alle unterschreiben. Rosemarie legt Wert auf gute soziale Kontakte und achtet auf ihre Ernährung ohne den Genuss aus den Augen zu verlieren. So gefällt es mir schon beim Lesen der Zeilen. Den Totenkopf auf viele Angebote des Handels sollte man als Kennzeichnung bindend einführen. Chrissi möchte nun mit bewusster Ernährung und viel Bewegung an frischer Luft den Kopf frei bekommen und sich dem nahenden MM in den Weg stellen. Da möchte ich ihn ermuntern. Im Forum haben wir viele Beispiele für individuelles Vorgehen mit Erfolg im Bezug auf die Erkrankung.
Was hat das mit mir zu tun?
Nun ja, von all den genannten Dingen bin ich nicht weit entfernt. Meine Reduzierung der isolierten Kohlenhydrate hat für mich nichts mit Verzicht zu tun. Schon immer war ich Genießer und ließ so gut wie nichts aus. Das bedeutet jedoch nicht, unnötige Risiken gedankenlos auf mich zu nehmen.
Raucher können sehr alt werden und auf längst an Lungenkrebs Verstorbene verweisen. Damit wird für mich aber die Zigarette noch lange nicht lecker. Also habe ich als starker Raucher meine letzte vor über zwanzig Jahren aus gemacht. Das war ein Zugewinn an Lebensqualität allein wegen der Umsetzung einer Einsicht über für mich sinnloses Suchtverhalten.
So geht es mir auch mit dem Essen.
Mir ist nicht klar, weshalb bewusste Ernährung mit Verzicht, Einseitigkeit, nicht hilfreich, Kasteiung und ähnlich negativen Kommentaren gleich gesetzt wird.
Auch den Hinweis auf das bessere in der Schulmedizin verstehe ich dabei nicht. Diese wird in dem Zusammenhang doch gar nicht in Frage gestellt.
Als Meinung und Darstellung persönlicher Erfahrung oder Entscheidung nehme ich all die Beiträge als bereichernd zur Kenntnis.
Einschränkungen meiner Lebensqualität erdulde ich jedoch nur durch die Erkrankung und die Nebenwirkungen der Behandelungen. Meinen Alltag bestreite ich innerhalb der verbliebenen Möglichkeiten ohne selbst auferlegte Qualen durch Verzicht.
Nun wartet mein Kabeljau auf mich, der ungebetene Gast MM bekommt nichts ab.
Liebe Grüße
Jürgen