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Frühlingsglaube wurde erstellt von rudi
03 März 2012 22:09
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Frühlingsglaube

Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal;
Nun, armes Herz, vergiss der Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.

Ludwig Uhland

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

Jeanny150765 antwortete auf Frühlingsglaube
03 März 2012 22:44
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010


schööööööööööön......................

elisea antwortete auf Frühlingsglaube
05 März 2012 19:07
  • elisea
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Hallo Rudi,
danke für die hoffnungsvolle Erinnerung an den alten Uhland und die kleinen schönen Dinge des Alltags.
Hatte ihn völlig vergessen. Paßt ja prima.
Mir machen Aphorismen, Lyrik usw. sehr viel Freude. Danke.
Habe vor den jährlichen Op`s und dann der HD unsere Bücherregale durchforstet und vieles verschenkt, das Meiste zum Sozialladen gebracht. Aber ihn müßte ich noch in den Restregalen finden.
Danke, auch der Beitrag hilft mir und sicher andern auch ein Stück weiter, zumindest zum Schmunzeln.
Gruß von der heute sonnigen aber kalten Küste
elisea

StefanieV antwortete auf Frühlingsglaube
28 Aug. 2012 16:38
  • StefanieV
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Ein schon ältere Beitrag, aber trotzdem schön. Naturlyrik ist einfach tief bewegend... irgendwie zeigt sie immer Hoffnung auf und vergegenwärtigt, dass das Leben und der Tod nur ein sich ewiglich wiederholender Kreislauf sind...

StefanieV antwortete auf Frühlingsglaube
29 Aug. 2012 15:57
  • StefanieV
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Wenn ich hier auch ein Gedicht zum Besten geben darf:


O Täler weit, o Höhen,
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächtger Aufenthalt.
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäftge Welt;
Schlag noch einmal die Bogen,
Um mich, du grünes Zelt.

Wenn es beginnt zu tagen,
Die Erde dampft und blinkt,
Die Vögel lustig schlagen,
Dass dir dein Herz erklingt:
Da mag vergehn, verwehen
Das trübe Erdenleid,
Da sollst du auferstehen
In junger Herrlichkeit!

Da steht im Wald geschrieben
Ein stilles, ernstes Wort
Von rechtem Tun und Lieben,
Und was des Menschen Hort.
Ich habe treu gelesen
Die Worte schlicht und wahr,
Und durch mein ganzes Wesen
Wards unaussprechlich klar.

Bald werd ich dich verlassen,
Fremd in der Fremde gehn,
Auf buntbewegten Gassen
Des Lebens Schauspiel sehn;
Und mitten in dem Leben
Wird deines Ernsts Gewalt
Mich Einsamen erheben,
So wird mein Herz nicht alt.


Von Joseph von Eichendorff

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