meine familie wurde erstellt von pinocchio60
07 März 2013 21:17
- pinocchio60
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
hallo ihr alle,
ich bin neu hier, wie ihr wisst. seit längerem "lese ich mit". wegen mir würde ich auch gar nicht fragen, aber meine familie leidet so sehr unter meiner erkrankung, und ich habe keine kraft mehr, ich bin fertig.
ich gehe am montag in die klinik zur geplanten autlogen STZ, und jetzt wo es losgeht fangen alle an "zu heulen", nicht wörtlich gemeint.
da wäre noch, das ich selbständig bin, und meine angestellten incl. azubi´s drehen alle durch. ich hatte alles so gut geplant, sogar auf ein jahr verschoben, was meinem zustand sehr geschadet hat.
zu einer beratung für angehörige würde keiner gehen, glaubt es mir! also muss ich alleine damit klar kommen, mit meiner sache und mit deren sache.
na ja, ich hadere manchmal mit meiner sache, erste probleme 2000, div. ärzte, drei mal stationär uni köln, dann 2011 die diagnose, da war ich 50. die kommen einfach nicht darauf, in jungen jahren diese diagnose zu stellen. inzwischen gehe ich nach einigen stürzen am rollator und bin zufrieden damit.
meine familie, ja, ich habe mich etwas verzettelt...mein mann, drei kinder(23,27,29)drei einhalb enkelkinder(drei, zwei, eins, juli) meine mutter kann es gar nicht ertragen, ich habe mich mittlerweile von ihr getrennt weil es für mich nicht ertragbar ist, sie ruft täglich an und schreibt mir täglich mehrmals im internet, meine beiden schwestern, mein bruder, alle meine bekannten...wie gesagt, ich bin einfach fertig und bin glücklich wenn ich mich am montag hinlegen kann. aber so weit soll es doch eigentlich nicht kommen.
bin kein typ der rumjammert, arbeite weiter mit fieber und lungenentzündung, hatte vor zwei jahren noch ein bischen brustkrebs, damit mir nicht langweilig wird. habe auch da weiter gearbeitet. ich mache sport, arbeite in meinem schrebergarten, hüte meine enkelkinder, unterichte meine azubi`s und meine angestellten, arbeite in meinem laden (friseur) und mache büroarbeiten, steuerberater auch...bin froh wenn montag ist, könnt ihr euch so was vorstellen?
grüße aus der nähe von köln
marion
ich bin neu hier, wie ihr wisst. seit längerem "lese ich mit". wegen mir würde ich auch gar nicht fragen, aber meine familie leidet so sehr unter meiner erkrankung, und ich habe keine kraft mehr, ich bin fertig.
ich gehe am montag in die klinik zur geplanten autlogen STZ, und jetzt wo es losgeht fangen alle an "zu heulen", nicht wörtlich gemeint.
da wäre noch, das ich selbständig bin, und meine angestellten incl. azubi´s drehen alle durch. ich hatte alles so gut geplant, sogar auf ein jahr verschoben, was meinem zustand sehr geschadet hat.
zu einer beratung für angehörige würde keiner gehen, glaubt es mir! also muss ich alleine damit klar kommen, mit meiner sache und mit deren sache.
na ja, ich hadere manchmal mit meiner sache, erste probleme 2000, div. ärzte, drei mal stationär uni köln, dann 2011 die diagnose, da war ich 50. die kommen einfach nicht darauf, in jungen jahren diese diagnose zu stellen. inzwischen gehe ich nach einigen stürzen am rollator und bin zufrieden damit.
meine familie, ja, ich habe mich etwas verzettelt...mein mann, drei kinder(23,27,29)drei einhalb enkelkinder(drei, zwei, eins, juli) meine mutter kann es gar nicht ertragen, ich habe mich mittlerweile von ihr getrennt weil es für mich nicht ertragbar ist, sie ruft täglich an und schreibt mir täglich mehrmals im internet, meine beiden schwestern, mein bruder, alle meine bekannten...wie gesagt, ich bin einfach fertig und bin glücklich wenn ich mich am montag hinlegen kann. aber so weit soll es doch eigentlich nicht kommen.
bin kein typ der rumjammert, arbeite weiter mit fieber und lungenentzündung, hatte vor zwei jahren noch ein bischen brustkrebs, damit mir nicht langweilig wird. habe auch da weiter gearbeitet. ich mache sport, arbeite in meinem schrebergarten, hüte meine enkelkinder, unterichte meine azubi`s und meine angestellten, arbeite in meinem laden (friseur) und mache büroarbeiten, steuerberater auch...bin froh wenn montag ist, könnt ihr euch so was vorstellen?
grüße aus der nähe von köln
marion
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christine antwortete auf meine familie
07 März 2013 22:55
- christine
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25 März 2026
25 März 2026
Ich habe auch gedacht, dass ich Alles und Alle auf den Tag x vorbereiten müsse! Ich hätte ja sterben können oder alles vergessen können.....Codewörter, oder den Namen unsres Tierarztes....
Du wirst feststellen, dass es auch ohne Dich geht (ein paar Wochen:roll:), dass du nichts vergessen wirst, und die Zeit schneller rum geht als du glaubst!
Mütter sind von einer enormen Angst geplagt, ihre Kinder zu verlieren und werden so oft selbst zum "Fall". Dein Mann sollte da ein Buffer sein, so dass du Ruhe hast! Du kannst dich jetzt nicht kümmern! Wenn er das nicht kann, musst du Tacheles reden oder eine Mail senden!
Und zum Rest deiner Sorgen; versuche Dir zu sagen: "Das rennt nicht weg und darum kümmere ich mich in 6 Wochen"!
Viel Glück!!!
Du wirst feststellen, dass es auch ohne Dich geht (ein paar Wochen:roll:), dass du nichts vergessen wirst, und die Zeit schneller rum geht als du glaubst!
Mütter sind von einer enormen Angst geplagt, ihre Kinder zu verlieren und werden so oft selbst zum "Fall". Dein Mann sollte da ein Buffer sein, so dass du Ruhe hast! Du kannst dich jetzt nicht kümmern! Wenn er das nicht kann, musst du Tacheles reden oder eine Mail senden!
Und zum Rest deiner Sorgen; versuche Dir zu sagen: "Das rennt nicht weg und darum kümmere ich mich in 6 Wochen"!
Viel Glück!!!
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abifiz antwortete auf meine familie
07 März 2013 23:31
- abifiz
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
.
Hallo Marion.
Die Zeit in der Klinik wird Dir eine sehr sehr sinnvolle Pause sein.
Schreib von dort nach zwei Tagen, wenn Du magst.
abifiz
Hallo Marion.
Die Zeit in der Klinik wird Dir eine sehr sehr sinnvolle Pause sein.
Schreib von dort nach zwei Tagen, wenn Du magst.
abifiz
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Margret antwortete auf meine familie
07 März 2013 23:56
- Margret
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Liebe Marion,
ich habe den Eindruck, dass du eine Macherin bist - du machst alles, du schaffst alles, du funktioniert immer und unter allen Umständen perfekt - vor allem perfekt für die Anderen. Das Machen geht soweit, dass du die Probleme anderer zu deinen machen willst.
Vielleicht wäre es gut, freundlich aber nachdrücklich Grenzen zu ziehen - nach innen und aussen. Auch eine Portion Egoismus wäre nun angebracht - es geht jetzt um DICH. Endlich mal!
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dich nur um dich zu kümmern - und glaub mir: Die anderen werden deswegen nicht untergehen! Mann, Kinder, Kollegen, Mutter und wersonstnoch werden sich ein bißchen umstellen müssen, weil die Macherin ausfällt. Das kann unbequem sein, macht aber nichts.
Lass dich vom Stress deiner Umgebung nicht stressen. DU bist wichtig. Alles andere kann warten, muss warten.
Pass gut auf dich auf!
Liebe Grüße und gute Wünsche,
Margret
ich habe den Eindruck, dass du eine Macherin bist - du machst alles, du schaffst alles, du funktioniert immer und unter allen Umständen perfekt - vor allem perfekt für die Anderen. Das Machen geht soweit, dass du die Probleme anderer zu deinen machen willst.
Vielleicht wäre es gut, freundlich aber nachdrücklich Grenzen zu ziehen - nach innen und aussen. Auch eine Portion Egoismus wäre nun angebracht - es geht jetzt um DICH. Endlich mal!
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dich nur um dich zu kümmern - und glaub mir: Die anderen werden deswegen nicht untergehen! Mann, Kinder, Kollegen, Mutter und wersonstnoch werden sich ein bißchen umstellen müssen, weil die Macherin ausfällt. Das kann unbequem sein, macht aber nichts.
Lass dich vom Stress deiner Umgebung nicht stressen. DU bist wichtig. Alles andere kann warten, muss warten.
Pass gut auf dich auf!
Liebe Grüße und gute Wünsche,
Margret
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MariaMM antwortete auf meine familie
08 März 2013 07:32
- MariaMM
11 Beiträge seit
06 Februar 2013
06 Februar 2013
Liebe Marion,
ich hatte erst vor ca. 1 Monat meine ganze Familie informiert.(Wusste seit 1 1/2 Jahren von meiner Erkrankung. War aber nicht behandlungsbedürftig). Ich hatte panische Angst vor den Reaktionen meiner Lieben und auch so das Gefühl du bist jetzt schuld wenn die alle unglücklich und traurig sind.
Aber die Aussprache hat mir gut getan und wir haben gemeinsam beschlossen nach vorne zu schauen, jetzt stehen alle hinter mir, so dass sie mich bestärken in meiner Therapie (habe gerade die 1. Chemo) das Richtige zu tun. Wir sind alle zuversichtlich, dass das gut geht und zu bewältigen ist. Diese Therapien sind eine grosse Chance für uns Erkrankte. Vielleicht hilft es auch deiner Familie das so zu sehen. und wie Marion sagt - alles andere kann warten, denk jetzt an Dich.
Viel Kraft und liebe Grüße Maria
ich hatte erst vor ca. 1 Monat meine ganze Familie informiert.(Wusste seit 1 1/2 Jahren von meiner Erkrankung. War aber nicht behandlungsbedürftig). Ich hatte panische Angst vor den Reaktionen meiner Lieben und auch so das Gefühl du bist jetzt schuld wenn die alle unglücklich und traurig sind.
Aber die Aussprache hat mir gut getan und wir haben gemeinsam beschlossen nach vorne zu schauen, jetzt stehen alle hinter mir, so dass sie mich bestärken in meiner Therapie (habe gerade die 1. Chemo) das Richtige zu tun. Wir sind alle zuversichtlich, dass das gut geht und zu bewältigen ist. Diese Therapien sind eine grosse Chance für uns Erkrankte. Vielleicht hilft es auch deiner Familie das so zu sehen. und wie Marion sagt - alles andere kann warten, denk jetzt an Dich.
Viel Kraft und liebe Grüße Maria
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Julanka antwortete auf meine familie
08 März 2013 07:45
- Julanka
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
christine schrieb:
Mütter sind von einer enormen Angst geplagt, ihre Kinder zu verlieren und werden so oft selbst zum "Fall". Dein Mann sollte da ein Buffer sein, so dass du Ruhe hast! Du kannst dich jetzt nicht kümmern! Wenn er das nicht kann, musst du Tacheles reden oder eine Mail senden!
Liebe Marion,
genau so sieht es aus!
Mein Mann musste seiner Mutter auch ganz klar sagen: Wenn es dir schlecht geht weil ich krank bin, geh bitte zu einer Freundin und weine dich dort aus. Ich kann verstehen dass du leidest, aber ich brauche jetzt Menschen die mir Mut machen und die mir Kraft geben.
Ich bin sehr stolz auf meinen Mann dass er den Mut hatte das zu sagen. Und wenn er es nicht gemacht hätte, wäre ich diejenige gewesen.
Auch was Margret sagt ist vollkommen richtig und vor allem auch wichtig, eine gesunde Portion Egoismus.
Du musst deinem Umfeld nicht alles abnehmen. Sag ihnen ganz klar was sie für dich tun können und müssen. Sie werden es ganz sicher annehmen.
Ich jedenfalls freue mich auch für dich auf Montag, denn dann wirst du dich nur um dich kümmern. Viel Glück dabei und du schaffst das!
Liebe Grüsse,
Sabine
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