AMMonline

     

Pirjoinkeri antwortete auf meine familie
08 März 2013 10:07
  • Pirjoinkeri
  • 133 Beiträge seit
    09 Mai 2012
Hallo Marion,

Ich kann gut verstehen, dass alle deine Lieben durchdrehen, wenn der Kümmerer nicht mehr richtig funktioniert. Klingt ein wenig hart, aber so wie Magret schon schrieb, bist du wohl die Macherin, die alles regelt. Aber das ist sicher dein Leben, du hast gerne Verantwortung übernommen und alles geregelt.

Wenn man so schwer krank ist, wird Einiges, was das Leben bisher ausmachte in Frage gestellt. So merkst du vielleicht auch, das du viel gibst, aber nicht viel bekommst. Du hast bisher allen geholfen und alle unterstützt und jetzt wenn sie alle für dich da sein sollten, klappt es nicht.

Also, solltest du jetzt klare Grenzen ziehen und deutlich machen, dass du jetzt die Zeit zum "kranksein" brauchst. Und, auch Unterstützung von deinen Angehörigen.

Als ich vor einem Jahr erkrankte, war ich irgendwie froh, dass meine Eltern nicht mehr leben. Ich glaube, es ist für Eltern schwer, wenn
die Kinder so krank sind.
Kinder habe ich nicht, also geht es bei mir um meinen Mann, meine Geschwister und meine Freunde.

Und klar, die leiden auch, immerhin betrifft diese Krankheit die ganze Familie und nicht nur mich. Aber als es mir ganz schlecht ging, habe ich allen gesagt, jetzt kann ich sie nicht trösten, ich bin damit zu beschäftigt zu überleben.

Für mich und meine Krankheitsbewältigung war es immer wichtig, darüber zu reden, auch über Sterben und Loslassen usw. Ich weiß, dass ich meiner Familie häufig viel zugemutet habe. Aber, sie haben es ausgehalten und mitgetragen.

Als ich meine Diagnose bekam und es meinen Geschwistern erzählte, kamen meine Schwester und mein Bruder gerade aus dem Urlaub. Ich entschuldigte mich und meinte, kein guter Zeitpunkt, da weinte meine Schwester und sagte, ich sollte niemals mir Gedanken dazu machen, was ich ihr damit zumute, weil dass was ich jetzt alles ertragen und durchmachen musste, wäre wohl in keinster Weise damit vergleichbar, was sie zu ertragen hätte. Und so hat sie es auch gehalten. Ich hatte noch nie so ein intensiven Kontakt zu meinen Geschwistern und einigen Freunden wie jetzt. Das ist für mich eine große Hilfe.

Ich hoffe, es wird auch so für dich werden. Du solltest versuchen ehrlich und direkt mit deinen Angehörigen sprechen und dann aber auch konsequent sein. Du brauchst alle deine Kraft nur für dich.
Und kannst auch noch Hilfe von deinen Angehörigen gut gebrauchen. Das bedeutet nicht immer etwas tun. Nur da sein und zuhören ( gar nicht so einfach) ist häufig schon grandios.

Ich Wünsche dir eine erfolgreiche und komplikationslose SZT.
Denk an dich, es wird alles gut gehen.

LG
Pirjo

pinocchio60 antwortete auf meine familie
10 März 2013 22:01
  • pinocchio60
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Ja, ihr habt alle recht, vielen dank für eure antworten und helfenden worten. mein koffer ist schon seit tagen gepackt, ich bin bereit.
lg marion

Jeanny150765 antwortete auf meine familie
10 März 2013 23:53
  • Jeanny150765
  • 1161 Beiträge seit
    17 Juni 2010
Hallo,


ich sehe das ja ein wenig anders....die alle um Dich drumherum haben einfach Angst...Sie lieben Dich und die Diagnose ist auch für all derjeniger,die Dir nahestehn,ein Schock....Manch einer reagiert so und der andere so...sicher...Du bist hier diejenige,die dieses schlimme Schicksal erwischt hat.....alle wollen Dich unterstützen,Dir beistehen und Dir wird das vielleicht zuviel.....jeder ist überfordert mit der Situation.
Und ja....es geht jetzt um Dich und nur um Dich...Du beginnst jetzt einen Kampf,der bestimmt sehr gut ausgeht.Bei fast allen geht er gut aus.....Konzentriere Dich nur auf Dich und Deine kommende Zeit...aber laß ein wenig die Menschen die Dir nahestehn daran teilnehmen...Sie können Dich gut unterstützen....aber wenn die jenigen sich selber leid tun,dann trenn Dich für diese Zeit von denjenigen.Für diese Zeit.....danach ist sicher wieder alles gut und dann kannst Du wieder alles für jeden regeln...so wie es immer war...Dein altes Leben....das wär doch schön???oder ...Dein altes Leben....Ganz viel Glück und Ansprechen für die Therapie wünscht von Herzen

Jeanny

pinocchio60 antwortete auf meine familie
20 März 2013 06:51
  • pinocchio60
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
hallo, ich bin auf heimaturlaub. zeit für die wäsche, die elendigen büroarbeiten (ich bin handwerker, selbständig, hasse schreibkram, kassenbuch, bank, schriftliche personalangelegenheiten u.s.w.) habe eine woche chemo stationär geschafft. viel ruhe auf der station, alle patienten sind sehr krank, ruhebedürftig, harmoniesüchtig.
im CT keine neuen löcher, suuuuper!!!
morgen geht´s wieder los, aktivierung zum SZ-support. koffer ist gepackt. habe mir einen neuen kindle bestellt, zum lesen. Den alten hatte ich idiotischerweise meinem sohn verschenkt. nicht wegen meinem sohn, es kam von herzen, und er liebt ihn so wie ich ihn geliebt habe. aber ich habe ihn soooo vermisst...nun kommt ein neuer, und der bleibt für immer bei mir, jawoll!!!
nun noch ca zwei wochen stationär, dann werden die stammzellen frisch gemacht, nach drei wochen ca kriege ich die hochdosis, die frischlinge wieder zurück :) dann ist es geschafft...ende april...
ganz liebe grüße an euch, und schöne ostertage mit der familie
marion

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