AMMonline

     

beide eltern aufeinmal betroffen? wurde erstellt von Katrin
15 Feb. 2011 08:08
  • Katrin
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    25 März 2026
puuuh gestern war ein tag, zuerst gingen meinme papa in der früh die haare aus, so dass mein bruder sie abrasieren musste,



und ich war mit meiner mum zur nachsorge,sie "hatte" 2006 Brustkrebs.......bei einem CT wurde dann ein größerer herd (wohl aber schon bekannt) und mehrere kleine Herde (1-2 mm) gefunden.
nun herrscht absolute unklarheit über den zustand der metastasierung oder nicht......

meine eigentliche frage aber: gibt es hier noch angehörige, wo beide elternteile betroffen sind?
.......

TanjaB. antwortete auf beide eltern aufeinmal betroffen?
15 Feb. 2011 08:57
  • TanjaB.
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    25 März 2026
Liebe Katrin,

ja, bei mir waren beide Eltern betroffen. Mein Vater mit MM und meine Mutter mit Mesotheliom.

Beide also unheilbar krank, und beide sind im letzten Jahr gestorben.

Es war eine unglaublich harte Zeit und ich weiß bis heute nicht, wo ich die Kraft hergenommen habe. Es wird auch noch lange dauern, bis ich das verarbeitet habe.

Hole Dir Hilfe, wo auch immer Du sie bekommen kannst. Geschwister, Freunde, Nachbarn..., um so mehr Leute im Boot sitzen, um so besser lassen sich schwierige Situationen organisieren und meistern.

Mein Bruder und ich sind in diesen Monaten so sehr zusammengewachsen, das wir mit unseren Familien zusammenziehen werden. Meine Eltern wären sehr stolz auf uns.

Und......vergiss nicht, trotzdem die Zeit mit Deinen Eltern so gut es geht zu genießen. Wahrscheinlich habt Ihr noch viel mehr gemeinsame Zeit vor Euch, als Ihr denkt. Sie sollte nicht nur von der Angst überschattet sein.
Meine Arbeitskollegin hat mich immer um meine kranken Eltern bedauert. Eines Tages kam der Anruf, ihr Vater war von jetzt auf gleich am Herzinfarkt gestorben. Viel früher, als mein Papa.......

Ich wünsche Dir viel Kraft und positive Energie.
Alles Liebe

Tanja

Katrin antwortete auf beide eltern aufeinmal betroffen?
15 Feb. 2011 10:01
  • Katrin
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    25 März 2026
guten morgen tanja,

es tut mir sehr leid für dich,
dass beide deiner elternteile im letzten jahr verstorben sind,
es ist mit unverständlich, wie es eine familie so hart treffen kann.:cry:
und gerade weil es so unverständlich ist, wird meine angst von tag zu tag größer, ........

und noch viel klarer ist deswegen, dass man so eine situation fast gar nicht verarbeiten kann,zumindest jetzt noch nicht.......
es mag zwar stimmen, dass niemand weiß, wenn es einen trifft,
ich habe letztes jahr die mutter einer freundin beerdigt,
damals (papa noch "gesund, mama in volremission")dachte ich noch,
hoffentlich muss ich "niemals"dieses schwere Laster tragen....
jetzt verstehe ich sogar, weshalb diese freundin auch so selten mit anderen darüber geredet hat,
wenn man es wohl nicht selber durchmacht, kann man diese qualen gar nicht verstehen.....

und so eine konstellation mit beiden elternteilen kennt sowieso fast niemand;(


mit den freunden ist es sowieso so eine sache geworden,
ich kann die meisten probleme meiner freundinnen gar nicht mehr für voll nehmen ständig schwirren mir meine eigenen tausend probleme im kopf herum und der einzige der mich versteht ist mein freund, der auch alles abkriegt..........
deswegen hilft es mir auch ungemein, mich hier anonym ein wenig "auszuschreiben", weil ich weiß, dass jeder der hier schreibt ehrlich naxhvollziehen kann, wie es mir geht.
leider gehören wir ja jetzt auch dazu, es gibt noch keine gewissheit ob meine mama metas an der lunge hat,aber mein papa ist mit seinem hochrisikomyelom leider ein palliativpatient-wie auch die meisten hier;(
ich hoffe trotz allen negativ berichten in der letzten zeit,
dass sich alles irgendwie zum guten wendet,
es muss doch einfach auch wieder eine gute nachricht kommen!
manchmal glaube ich fast,
dass der krebs bei meiner mama evt. nur deswegen zurückkommt (wir wissen es ja noch nicht fix), weil sie sich solche sorgen um ihren geliebten mann macht;(
und wir als kinder stehen mitten drinnen,
mein bruder wohnt leider sehr weit weg, er hat eine kleine tochter und kann nachdem er bei uns zu besuch war wieder ein stückchen abschalten,
ich, wo ich noch zuhause wohne kann das schwer...........
;(
glg
Katrin

carina antwortete auf beide eltern aufeinmal betroffen?
15 Feb. 2011 10:31
  • carina
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
Liebe Tanja, liebe Katrin,
gerade lese ich Eure Beiträge und werde dabei immer "kleiner".
Auch ich habe meine Mutti im letzten Jahr an Krebs verloren und finde das schon ganz ganz schlimm..................................und mein Papa ist seitdem auch nicht mehr derselbe. Ich versuch ihn zwar so gut es geht aufzufangen, aber ich muss manchmal auch an mich denken.
Aber ich schicke Euch ein ganzes Paket an Kraft. Und oft habe ich es in der letzten Zeit erlebt, man wächst über sich hinaus.............
Ganz liebe Grüße Andrea.

Katrin antwortete auf beide eltern aufeinmal betroffen?
15 Feb. 2011 12:06
  • Katrin
  • 0 Beiträge seit
    25 März 2026
liebe carina,

ich glaube du musst nicht immer "kleiner" werden, auch damals wie das myelom meines papas noch nicht bekannt war und meine mutter eine auf heilung ausgerichtete behandlung bekam, war die krankheit meiner mama das allerschlimmste auf der welt,
die probleme können sich nur leider tagtäglich potenzieren, man glaubt oft gar nicht was so alles kommt,
im positiven, wie auch im negativen;(
es ist ganz richtig, dass du auch an dich denken musst,
nach so einem tragischen verlust .......
man will an all das gar nicht denken, aber man zwingt sich manchmal dazu es doch zu tun;(

ganz liebe grüße,
Katrin

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