AMMonline

     

Ado antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
29 Sep. 2018 19:24 - 29 Sep. 2018 22:07
  • Ado
  • 62 Beiträge seit
    21 August 2016
Hallo Maggie,

das Antidepressivum wird in der symptomatischen Behandlung von Polyneuropathien in erster Linie gegeben, um die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung zu beeinflussen. Wenn es wirkt, steigert es die Schmerztoleranz.
Es ist allerdings anzumerken, dass Antidepressiva nach meiner Kenntnis i.d.R. erst nach einer Einnahmezeitdauer von 2 bis 3 Wochen volle Wirksamkeit erreichen.

Das Pregabalin wirkt im Idealfall schmerzmindernd. Etwaige Missempfindungen (Kribbeln, gestörtes Temperaturempfinden, etc.) werden nicht beeinflusst. Das Gefühl in den Extremitäten bringen leider beide Medikamentengruppen nicht zurück.
Alternative Methoden (z.B. Hochtontherapie) werden manchmal von Patienten als hilfreich angesehen.

Es ist schon mal sehr positiv, dass der Neurologe die MGUS als auslösenden Faktor für die Polyneuropathie in Betracht zieht. Je nach Ausprägung der MGUS ist es heute durchaus noch nicht geteilte Lehrmeinung, dass die MGUS Wirksamkeit im neurologischen Krankheitsgeschehen hat.

Ich wünsche Dir möglichst geringe Schmerzen. Und ganz wichtig ist bei mir immer, sich genügend positive Ablenkung zu verschaffen.

Liebe Grüße
Klaus
Letzte Änderung: 29 Sep. 2018 22:07 von Ado. Begründung: Fehlerkorrektur

Maggie antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
30 Sep. 2018 19:39
  • Maggie
  • 346 Beiträge seit
    01 April 2016
Liebe Kirsten, ich hatte deinen Bericht über den Arztbesuch auch gelesen, wusste nur nicht recht was schreiben. Nicole hat bestimmt recht damit, dass die Ärzte alles ok finden solange kein Behandlungsbedarf besteht. Die Patientengespräche, die die Onkologen führen sind eine Aufgabe um die ich sie auch nicht beneide.

Lieber Klaus, ich hatte schon gehofft, dass du dich meldest als unfreiwilliger Experte. In mir sträubt sich noch alles gegen die Medikamente. Ich nehme sowieso schon abends Amitriptylin, das hilft mir beim Schlafen und es soll auch gegen die Neuropathie helfen. Der Neurologe meinte ich solle das weiter nehmen und zusätzlich Pregabalin und Escitalopram, das Antidepressivum. Ich denke, wenn ich jetzt zwei Medikamente gleichzeitig anfange, kann ich vielleicht gar nicht sagen was hilft und woher etwaige Nebenwirkungen kommen. Und was ich über Pregabalin lese ist eher entmutigend, dass nur 35% der Patienten eine Verbesserung der Polyneuropathie spüren gegenüber 18% bei einem Placebo. Ich frage mich, ob meine Beschwerden überhaupt schon schlimm genug sind. Klaus, hast du mir noch Tipps und was hilft dir?
Vielleicht hat ja noch jemand Erfahrung mit Pregabalin
und möchte berichten. Das mit der positiven Ablenkung ist sicher total wichtig. Mir gefällt leider momentan mein Job überhaupt nicht. Es ist so, dass ich mir gar nicht vorstellen kann dort wieder zu arbeiten. Bis zum 5. Oktober bin ich noch krank geschrieben und dann?
Viele Grüße
Maggie

hase25 antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
30 Sep. 2018 22:03
  • hase25
  • 423 Beiträge seit
    15 Februar 2017
Hallo Maggie,
ich bin leider kein Fachmann, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich deine Beschwerden auch auf Grund deiner Arbeitssituation verstärkt haben könnten. Das Unterbewußtsein ist nicht zu unterschätzen. Hast du eine Möglichkeit da was zu ändern?

Drücke dir die Daumen, dass bei dir bald Besserung eintritt. Es gibt auch Pflaster, die auf die Füße geklebt werden. Ich glaube da ist Capsaicin drinnen. Hattest du es mal damit versucht? Ich bekam die während der HD.

Grüße Katharina

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

Maggie antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
01 Okt. 2018 12:28
  • Maggie
  • 346 Beiträge seit
    01 April 2016
Hallo Katharina,
die Pflaster werde ich ausprobieren, danke für den Tipp. Ich habe relativ plötzlich und ganz stark gespürt, dass ich meine Arbeit nicht mehr weitermachen kann und will. Ich arbeite mit verhaltensauffälligen Jugendlichen und das kostet sehr viel Kraft, die ich momentan nicht habe. Ich werde versuchen die Arbeitsstelle zu wechseln und auch die Stundenzahl zu reduzieren. Das geht aber erst ab September. Irgendwie muss ich noch durchhalten. Mir würde es momentan reichen mich um meine Kinder und um mich zu kümmern. Nach jahrelanger Belastung mit Arbeit und als alleinerziehende Mutter(der Vater kümmert sich, es ist aber trotzdem schwierig) und der Diagnose, die mich einfach belastet hat, obwohl es natürlich sinnlos ist, sich so viele Gedanken zu machen, hat es mir jetzt wohl einfach den Stecker gezogen. Wahrscheinlich spüre ich auch deswegen im Moment die Polyneuropathie so stark.
Viele Grüße
Maggie

hase25 antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
01 Okt. 2018 13:03
  • hase25
  • 423 Beiträge seit
    15 Februar 2017
Hallo Maggie,
und überlege dir mal, ob dir eine Reha guttun würde?
Grüße

Katharina

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

Tetti1958 antwortete auf Angst vor Verlaufskontrolle
01 Okt. 2018 13:52
  • Tetti1958
  • 335 Beiträge seit
    27 Dezember 2015
Hallo Maggie,

kannst du dich nicht sowieso langer krankschreiben lassen?

Alles Liebe!

Kirsten

Et häät noch immer joot jejangen

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