Phase 3- Studie zu Teclistamab unfd Talquetamab
Eine Studie zu Teclistamab in Kombination mit Daratumumab und Lenalidomid (Tec-DR) und Talquetamab in Kombination mit Daratumumab und Lenalidomid (Tal-DR) bei Teilnehmern mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom (MajesTEC-7)
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | CR109237/64007957MMY3005 |
| ISRCTN: | |
| EU CT: | 2022-000909-28 |
| Clinicaltrials.gov: | NCT05552222 |
| DRKS: | |
| Sponsor: | Janssen |
| Studienphase: | Phase 3 |
| Status: | Rekrutierung läuft, geplant bis April 2031 |
Ziel:
Randomisierte Phase-3-Studie zum Vergleich von Teclistamab in Kombination mit Daratumumab SC und Lenalidomid (Tec-DR) mit Daratumumab SC, Lenalidomid und Dexamethason (DRd) bei Teilnehmern mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom, die für eine autologe Stammzelltransplantation als Ersttherapie entweder nicht in Frage kommen oder nicht vorgesehen sind
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Hintergrund:
Teclistamab ist ein neuartiger bispezifischer Antikörper, der sowohl gegen das B- Zell-Reifungsantigen (BCMA) als auch gegen CD3 gerichtet ist. Er wurde im August 2022 in der EU zur Behandlung des fortgeschrittenen MM zugelassen und wird jetzt bei weiteren Indikationen geprüft.
In der MajesTEC-1-Studie wurde einer medianen Nachbeobachtungszeit von mehr als sechs Monaten eine Gesamtansprechrate (ORR) von 65 Prozent bei der empfohlenen subkutanen (SC) Phase-2-Dosis (RP2D) in einer Kohorte von stark vorbehandelten Patienten (n=40) beobachtet, die im Median fünf vorherige Therapielinien erhalten hatten. Diese Daten wurden auf der Jahrestagung 2021 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) veröffentlicht.
Die Studienergebnisse zeigen, dass das Ansprechen anhaltend war und sich im Laufe der Zeit vertiefte – 58 Prozent der Patienten, die Teclistamab erhielten, erreichten ein sehr gutes partielles Ansprechen (VGPR) oder besser, und 40 Prozent erreichten ein komplettes Ansprechen (CR) oder besser.
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Neu diagnostiziertes multiples Myelom und nicht als Kandidat für eine Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation (ASCT) in Frage kommen, weil sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht in Frage kommen ODER weil Komorbiditäten vorliegen, die sich negativ auf die Verträglichkeit einer Hochdosis-Chemotherapie mit ASCT auswirken könnten ODER weil eine Hochdosis-Chemotherapie mit ASCT als Erstbehandlung zurückgestellt wurde
- Diagnose eines Multiplen Myeloms gemäß den Diagnosekriterien der International Myeloma Working Group (IMWG),
- ECOG Performance Status (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von ≤ 2
Ausschlusskriterien:
- Patient hat Innerhalb von 14 Tagen vor der Randomisierung eine kumulative Dosis von systemischen Kortikosteroiden erhalten, die größer oder gleich (>=) 20 Milligramm (mg) Dexamethason ist
- Eine Plasmapherese wurde innerhalb von 28 Tagen vor der Randomisierung durchgeführt
- Schlaganfall, transitorische ischämische Attacke oder Krampfanfall innerhalb von 6 Monaten vor der Randomisierung
- Bekannte Allergien, Überempfindlichkeiten oder Unverträglichkeiten gegen Teclistamab-Hilfsstoffe
- Bekannte Kontraindikationen für die Anwendung von Daratumumab oder Lenalidomid gemäß den lokalen Verschreibungsinformationen
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt
Daratumumab zur Erstlinienbehandlung von Patienten mit Myelom, die für eine Transplantation nicht in Frage kommen, gefolgt von einer erneuten Daratumumab-Behandlung beim ersten Rückfall (Rezidiv)
.Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | Uni-Koeln-3946 |
| ISRCTN: | |
| EudraCT: | 2019-003856-35 |
| Clinicaltrials.gov: | NCT04656951 |
| DRKS: | |
| Sponsor: | Universitätsklinnikum Köln/Janssen |
| Studienphase: | Phase 2 |
| Status: | Rekrutierung läuft , bis Dez 2029 |
Kurzbeschreibung
Dies ist eine Studie zur Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments Daratumab bei Patienten mit unbehandeltem Multiplem Myelom (MM).
Untersucht wird:
1. die Sicherheit und Wirksamkeit von Daratumumab als Zusatz zu einem Standardinduktionsregimes mit Bortezomib, Cyclophosphamid und Dexamethason (VCD)
2. die Wirksamkeit der Erhaltungstherapie bis zur Progression unter Anwendung von Daratumumab in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason
3. die Wirksamkeit eines Daratumumab-haltigen Regimes beim ersten Rezidiv nach einem Daratumumab-haltigen Erstlinienregime
Hintergrund:
Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird. Der Antikörper bindet an das Oberflächenprotein CD38, das von den Tumorzellen in allen Stadien der Erkrankung gebildet wird. Die Bindung des Antikörpers führt zum Absterben der Tumorzelle durch Apoptose sowie durch eine verstärkte Immunreaktion.
VCD (Velcade, Cyclophosphamid, Dexamethason) hat sich in Deutschland als Standard für die Erstlinientherapie von Patienten etabliert, die für eine Transplantation in Frage kommen. Aufgrund des günstigen Nebenwirkungsprofils ist dieses Regime auch für Patienten geeignet, die für eine Transplantation nicht in Frage kommen. Daratumumab (Dara) hat sich in einer Vielzahl von Kombinationen wie Bortezomib/Melphalan/Prednison (VMP), Bortezomib/Dexamethason (Vd) oder Lenalidomid/Dexamethason (Rd) als sicher und wirksam erwiesen. Unter Verwendung einer reduzierten Cyclophosphamid-Dosis soll in der Studie die Sicherheit und Wirksamkeit von Dara in Kombination mit VCD (Dara-VCD) bei Patienten untersucht werden, die für eine Transplantation nicht in Frage kommen.
Die Erhaltungstherapie ist bei Patienten, die für eine Transplantation in Frage kommen, und bei Patienten, die nicht dafür in Frage kommen, zum Standard geworden. Es besteht jedoch Unsicherheit darüber, ob eine Erhaltungstherapie mit einem einzigen Wirkstoff ausreicht oder ob eine Kombinationstherapie erforderlich ist. In dieser Studie wird die Sicherheit und Wirksamkeit der Erhaltungstherapie mit Daratumumab in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason untersucht.
Die Vielzahl der Behandlungsmöglichkeiten beim ersten Rückfall hat dazu geführt, dass eine optimale Abfolge von Therapieschemata in der Erst- und Zweitlinie gefunden werden muss. Insbesondere ist unklar, ob die Wirksamkeit von Daratumumab bei einem Rückfall beeinflusst wird, wenn es vorher als Teil der Erstlinienbehandlung verwendet wurde.
Einschlusskriterien:
- Patienten müssen ein unbehandeltes, dokumentiertes, behandlungsbedürftiges multiples Myelom haben, das folgenden Kriterien erfüllt:
- Monoklonale Plasmazellen im Knochenmark ≥ 10% und/oder Nachweis eines Plasmozytoms, nachgewiesen durch eine Biopsie
- Multiples Myelom IgG: Serumspiegel des monoklonalem Paraproteins (M-Protein) ≥ 1,0 g/dl oder M-Proteinspiegel im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden; oder
- Multiples Myelom mit IgA, IgD, IgE, IgM: M-Proteinspiegel im Serum ≥ 0,5 g/dl oder M-Proteinspiegel im Urin ≥ 200 mg/24 Stunden; oder
- Multiples Leichtketten-Myelom ohne messbare Erkrankung im Serum oder Urin: Freie Leichtketten-Immunoglobuline im Serum ≥ 10 mg/dl und abnormales Verhältnis der freien Leichtketten-Immunoglobuline Kappa Lambda.
- ECOG < 2 (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen)
Ausschlusskriterien:
- Vorherige Therapie des multiplen Myeloms, mit Ausnahme von Dexamethason in einer Höchstdosis von insgesamt 160 mg, einer Notfall-Strahlentherapie oder einer Operation zur Linderung der Symptome
- Teilnahme an anderen interventionellen klinischen Studien
- bekannte meningeale Beteiligung des Multiplen Myeloms.
- Vorgeschichte mit einer bösartigen Erkrankung (außer dem Multiplen Myelom) innerhalb von 3 Jahren vor dem Datum des Screenings.
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt
Für ältere - nicht für eine Transplantation geeignete Patienten - gibt es derzeit mehrere Therapieoptionen. Bei einer Erstlinientherapie ohne autologe Stammzelltransplantation Im Alter > 70 Jahre sollte eine Behandlung mit autologer SCT nur im Rahmen klinischer Studien, dazu zählen Registerstudien, durchgeführt werden, da Sicherheit und Nutzen dieser Behandlung nicht ausreichend geprüft sind. Die Transplantationsfähigkeit soll nicht nur bei Erstdiagnose, sondern erneut nach 2-3 Zyklen Therapie beurteilt werden. Nicht transplantationsfähige Patienten ohne schwerwiegende Komorbiditäten sollten initial mit einer 3- oder 4-fach Kombination behandelt werden.
Belantamab-Mafodotin in Kombination mit Lenalidomid + Dexamethason
ine Studie zur Verabreichung von Belantamab-Mafodotin in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (BRd) im Vergleich zu Daratumumab, Lenalidomid und Dexamethason (DRd) bei Teilnehmern mit neu diagnostiziertem MultiplemMyelom (NDMM), die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht in Frage kommen (TI-NDMM) (DREAMM-10)
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | 214828 |
| ISRCTN: | |
| CTIS |
2024-516030-35 |
| Clinicaltrials.gov: | |
| DRKS: | |
| Sponsor: | GlaxoSmithKline |
| Studienphase: | 3 |
| Status: | Rekrutierung geplant bis 12/2030 |
Ziel:
Diese Studie untersucht, ob BRd im Vergleich zu DRd das Überleben ohne Fortschreiten der Erkrankung (progressionsfreies Überleben) bei Teilnehmern mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom verlängert. Sie untersucht auch, ob BRd Myelomzellen bei diesen Teilnehmern besser reduzieren kann als DRd.
Hintergrund:
Der Wirkstoff Belantamab-Mafodotin besteht aus dem monoklonalen Antikörper Belantamab und dem Anti-Krebs-Mittel Mafodotin. Belantamab-Mafodotin ist gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtet. Dieses Zelloberflächenprotein kommt besonders auf Myelom- und Plasmazellen vor und spielt eine wichtige Rolle für das Überleben von Plasmazellen. Belantamab-Mafodotin bindet an BCMA auf Myelom-Zelloberflächen, wodurch der Zellzyklus angehalten und die Krebszelle abgetötet wird.
Belantamab-Mafodotin ist zugelassen für die Behandlung von Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem Multiplen Myelom, die zuvor mit mindestens 4 früheren Therapien behandelt wurden, darunter ein immunmodulatorisches Mittel, ein Proteasom-Inhibitor und ein Anti-CD38-Antikörper, und die während der letzten Therapie eine Krankheitsprogression zeigten.
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
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ECOG Performance Status (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0 bis2
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Neu diagnostiziertes Multiples Myelom mit Behandlungsbedarf gemäß den Diagnosekriterien der International Myeloma Working Group (IMWG).
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Messbare Erkrankung, wie im Prüfplan definiert
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Fehlende Eignung für eine hochdosierte Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation (ASZT) aus einem der folgenden Gründe:
- ≥ 70 Jahre alt ODER
- Alter zwischen 18 und 69 Jahren mit Vorliegen einer oder mehrerer Begleiterkrankungen, die sich wahrscheinlich negativ auf die Verträglichkeit einer hochdosierten Chemotherapie mit ASCT auswirken (oder für die nationale Richtlinien aufgrund einer Altersgrenze von unter 70 Jahren keine Transplantation zulassen), ODER
- die eine hochdosierte Chemotherapie mit ASZT als Erstbehandlung ablehnen.
Ausschlußkriterien:
- Diagnose einer systemischen Amyloid-Leichtketten-Amyloidose, Waldenström-Krankheit, eines POEMS-Syndroms oder einer primären Plasmazell-Leukämie.
- Vorherige systemische Therapie bei Multiplem Myelom oder schwelendes Multiplem Myelom.
- Anzeichen einer Beteiligung der Hirnhäute oder des Zentralnervensystems durch Multiples Myelom.
- Größere Operation innerhalb von 2 Wochen vor der ersten Dosis der Studienmedikamente oder noch nicht vollständige Genesung nach der Operation. Eine Kyphoplastie (minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen) gilt nicht als größere Operation.
- Jede schwerwiegende und/oder instabile vorbestehende medizinische oder psychiatrische Störung oder andere Erkrankungen, die die Sicherheit des Teilnehmers, die Einholung der Einverständniserklärung oder die Einhaltung der Studienverfahren beeinträchtigen könnten.
- Aktuelle aktive Leber- oder Gallenerkrankung
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
