Jo antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
14 Feb. 2019 20:27
- Jo
0 Beiträge seit
24 März 2026
24 März 2026
Übrigens, die Stoffwechselreduktion als harte Nummer zu bezeichnen, finde ich unglücklich. Das Gegenteil ist der Fall, sie macht die HD erträglicher. Meinen 8 Mitpatienten auf der Station ging es allen viel schlechter, einige mußten sich übergeben, hatten ständigen Durchfall und lagen nur im Bett. Im Übrigen gibt es aus der Charite auch einen Erfahrungsbericht von einer Patientin, die auch in der Sendung Visite ausgestrahlt wurde, vielleicht findest du den Link dazu
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Stem antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
16 Feb. 2019 08:34
- Stem
0 Beiträge seit
24 März 2026
24 März 2026
Hallo Jo,
zur harten Nummer wurde es bei mir wohl, weil ich mangels besserer Informationen in den Tagen der Stoffwechselreduktion ausser Kräutertee und einer Gemüsebrühe, deren Geruch mich schon am ersten Tag abgestossen hat (ich habe sie daher ab dem zweiten Tag verweigert), überhaupt nichts zu mir genommen habe und ich am vierten Tag schwere Sehstörungen bekam und mich auch allgemein überhaupt nicht gut fühlte.
Die Formulierung soll nicht das Prinzip der Stoffwechselreduktion als solcher diskreditieren, sondern sie spiegelt mein persönliches Empfinden wider. Wobei ich der Meinung bin, dass ich vielleicht auch nicht alles richtig gemacht habe.
Aber dafür sind Tests ja nunmal da, denn für mich war es ein Test.
Wie ich Deinen Ausführungen während Deiner HD entnahm, hast Du durchaus diverse ausgewählte Produkte zu Dir genommen.
Das ist, wenn es die Stoffwechselreduktion nich stört, natürlich der deutlich schlauere Weg.
Das Prinzip der Stoffwechselreduktion zur Verringerung der Kollateralschäden bei einer Chemotherapie halte ich für sehr plausibel.
Bedauerlich ist, dass man beim Thema Fasten / Stoffwechselreduktion im Allgemeinen außer Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Charité nur wenige Stimmen aus der medizinischen Welt hört.
Stefan
zur harten Nummer wurde es bei mir wohl, weil ich mangels besserer Informationen in den Tagen der Stoffwechselreduktion ausser Kräutertee und einer Gemüsebrühe, deren Geruch mich schon am ersten Tag abgestossen hat (ich habe sie daher ab dem zweiten Tag verweigert), überhaupt nichts zu mir genommen habe und ich am vierten Tag schwere Sehstörungen bekam und mich auch allgemein überhaupt nicht gut fühlte.
Die Formulierung soll nicht das Prinzip der Stoffwechselreduktion als solcher diskreditieren, sondern sie spiegelt mein persönliches Empfinden wider. Wobei ich der Meinung bin, dass ich vielleicht auch nicht alles richtig gemacht habe.
Aber dafür sind Tests ja nunmal da, denn für mich war es ein Test.
Wie ich Deinen Ausführungen während Deiner HD entnahm, hast Du durchaus diverse ausgewählte Produkte zu Dir genommen.
Das ist, wenn es die Stoffwechselreduktion nich stört, natürlich der deutlich schlauere Weg.
Das Prinzip der Stoffwechselreduktion zur Verringerung der Kollateralschäden bei einer Chemotherapie halte ich für sehr plausibel.
Bedauerlich ist, dass man beim Thema Fasten / Stoffwechselreduktion im Allgemeinen außer Prof. Dr. Andreas Michalsen von der Charité nur wenige Stimmen aus der medizinischen Welt hört.
Stefan
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Jo antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
16 Feb. 2019 19:36
- Jo
0 Beiträge seit
24 März 2026
24 März 2026
Lieber Stefan,
ich habe die per Mail nun meine Patientenerklärung und meinen Therapieplan geschickt.
Im Vorfeld meines Vorhabens hatte ich auch regen mailkontakt mit der Heilfastenklinik Dr. Buchinger. Die Frage, ob es auch unerwünschte Nebenwirkungen des Fastens gäbe, kam ein eindeutiges Nein. Es gibt nur Ausschlusskriterien, wenn bestimmte Stoffwechselerkrankungen vorliegen. Sehprobleme während des Fastens sind zwar selten aber ernst zu nehmen. Sie weisen auf einen defekten Zuckerstoffwechsel hin. Hast du Diabetes? Bist du auch manchmal unterzuckert ?. Wenn du eine schwere Form von Diabetes hast, wäre das ein Ausschlusskriterium. Wenn du nur eine ganz leichte Übersteuerung deines Insulinspiegel hast, kannst du die Therapie trotzdem machen, wenn du 14 Tage vor der Therapie komplett auf jeglichen Zucker verzichtest, damit es nicht während der Therapie zur Unterzuckerung kommt. Das ist auch die Empfehlung von Buchinger. In jedem Fall solltest du deinen Insulinspiegel ' mal uberprüfen lassen, LG Jo
ich habe die per Mail nun meine Patientenerklärung und meinen Therapieplan geschickt.
Im Vorfeld meines Vorhabens hatte ich auch regen mailkontakt mit der Heilfastenklinik Dr. Buchinger. Die Frage, ob es auch unerwünschte Nebenwirkungen des Fastens gäbe, kam ein eindeutiges Nein. Es gibt nur Ausschlusskriterien, wenn bestimmte Stoffwechselerkrankungen vorliegen. Sehprobleme während des Fastens sind zwar selten aber ernst zu nehmen. Sie weisen auf einen defekten Zuckerstoffwechsel hin. Hast du Diabetes? Bist du auch manchmal unterzuckert ?. Wenn du eine schwere Form von Diabetes hast, wäre das ein Ausschlusskriterium. Wenn du nur eine ganz leichte Übersteuerung deines Insulinspiegel hast, kannst du die Therapie trotzdem machen, wenn du 14 Tage vor der Therapie komplett auf jeglichen Zucker verzichtest, damit es nicht während der Therapie zur Unterzuckerung kommt. Das ist auch die Empfehlung von Buchinger. In jedem Fall solltest du deinen Insulinspiegel ' mal uberprüfen lassen, LG Jo
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skytouch antwortete auf Heilfasten vor und während der HD-Therapie, ja bitte?
15 Okt. 2025 13:57
- skytouch
1 Beitrag seit
15 Oktober 2025
15 Oktober 2025
Hallo,
ich habe heute mit großem Interesse gelesen was Jo geschrieben hat.
Hab heute auch Zeit, da ich ambulant in der 6. Chemositzung CHOEP bin.
Zu Beginn meiner Erkrankung im Mai25 habe ich mich entschieden mich ketogen zu ernähren und fastend (48 Std vorher 24 Std nachher) durch die Chemos zu gehen.
Ich kann berichten, dass ich jede der bisherigen 5 Chemos nahezu ohne jede Nebenwirkung sehr gut vertragen habe. Man hat mir im UKM Münster mittlerweile bescheinigt, dass das bei dem Cocktail absolut nicht die Regel sei (zu Anfang haben die Ärzte wenn ich davon erzählt habe nur mit den Schultern gezuckt, mittlerweile sind sie schon etwas neugierig geworden und fragen vereinzelt wie ich das mache 😉)
Ganz klar: es ist keine Schulmedizin und daher darf /kann man das nicht wirklich empfehlen als Arzt. Ich verstehe das absolut.
Ich wiege mich jeden Morgen und nehme trotz ketogener Ernährung zu. Das geht aber nur wenn man fehlende Kohlenhydrate durch (gesunde) Fette ersetzt.
Ich wog bei 189 mal 90 Kilo, dann zu Beginn ging’s runter bis auf 70 und aktuell kratze ich die 80 Kilomarke an.
Mitte November steht HD mit autologer SZT an und für mich steht fest, dass ich die ketogene Ernährung bis dahin fortsetze und auch wieder 48 Std vorher mit dem Fasten beginne. Ob, wann und was ich dann esse mache ich von meinem Befinden abhängig.
Also ich mache da keine Wissenschaft draus, hab einfach etwas im Internet recherchiert, meinen Weg gewählt und verfolge ihn solange, wie es mir damit gut geht.
Ich wollte nur die, die über Keto und/oder Fasten nachdenken motivieren es zu probieren. Mir geht’s gut und den Übergang zwischen Keto und Fasten merkt man ehrlich gar nicht.
Keto tut nicht weh sondern heißt z.B. Lachs mit Brokolli und Käse überbacken- am besten noch Olivenöl drüber - und das schmeckt lecker!!
Liebe Grüße
skytouch 🙋♂️
ich habe heute mit großem Interesse gelesen was Jo geschrieben hat.
Hab heute auch Zeit, da ich ambulant in der 6. Chemositzung CHOEP bin.
Zu Beginn meiner Erkrankung im Mai25 habe ich mich entschieden mich ketogen zu ernähren und fastend (48 Std vorher 24 Std nachher) durch die Chemos zu gehen.
Ich kann berichten, dass ich jede der bisherigen 5 Chemos nahezu ohne jede Nebenwirkung sehr gut vertragen habe. Man hat mir im UKM Münster mittlerweile bescheinigt, dass das bei dem Cocktail absolut nicht die Regel sei (zu Anfang haben die Ärzte wenn ich davon erzählt habe nur mit den Schultern gezuckt, mittlerweile sind sie schon etwas neugierig geworden und fragen vereinzelt wie ich das mache 😉)
Ganz klar: es ist keine Schulmedizin und daher darf /kann man das nicht wirklich empfehlen als Arzt. Ich verstehe das absolut.
Ich wiege mich jeden Morgen und nehme trotz ketogener Ernährung zu. Das geht aber nur wenn man fehlende Kohlenhydrate durch (gesunde) Fette ersetzt.
Ich wog bei 189 mal 90 Kilo, dann zu Beginn ging’s runter bis auf 70 und aktuell kratze ich die 80 Kilomarke an.
Mitte November steht HD mit autologer SZT an und für mich steht fest, dass ich die ketogene Ernährung bis dahin fortsetze und auch wieder 48 Std vorher mit dem Fasten beginne. Ob, wann und was ich dann esse mache ich von meinem Befinden abhängig.
Also ich mache da keine Wissenschaft draus, hab einfach etwas im Internet recherchiert, meinen Weg gewählt und verfolge ihn solange, wie es mir damit gut geht.
Ich wollte nur die, die über Keto und/oder Fasten nachdenken motivieren es zu probieren. Mir geht’s gut und den Übergang zwischen Keto und Fasten merkt man ehrlich gar nicht.
Keto tut nicht weh sondern heißt z.B. Lachs mit Brokolli und Käse überbacken- am besten noch Olivenöl drüber - und das schmeckt lecker!!
Liebe Grüße
skytouch 🙋♂️
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