AnnePo antwortete auf morgen geht es los...
26 Juli 2024 12:42
- AnnePo
85 Beiträge seit
19 August 2023
19 August 2023
Und, wie lief es, Bettina? Konntest du genug Stammzellen sammeln? Hast du alles gut toleriert?
Nun nochmal Kräfte bündeln und dann den Rest der Therapie schaffen.
Ich drücke die Daumen.
Nun nochmal Kräfte bündeln und dann den Rest der Therapie schaffen.
Ich drücke die Daumen.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
betti52 antwortete auf morgen geht es los...
26 Juli 2024 16:04
- betti52
644 Beiträge seit
19 September 2023
19 September 2023
allo!
Danke.
Montag war dann doch noch nichts mit Sammeln, der
Wert war nur bei 16 (Einheit vergessen), 20 muessen es
mind. sein, damit angefangen wird, zu sammeln.
Also weiter gespritzt und Dienstag wieder hin. Aber zu meiner
Ueberraschung kein Blut abgenommen, sondern die
haben mich direkt auf die Stammzellenstation zur
Entnahme geschickt.
Vorher noch schnell die Pants angezogen.
Wie gut, dass ich daheim schon was gefuttert
hatte und auch was getrunken hatte, wenn es
diesmal auch keine 1,5 l gewesen waren.
Ich hatte mich naemlich eigentlich auf die 1,5 Std.
Warten gerichtet, um da nochmal ins Cafe zu gehen.
Platz genommen im Entnahmesessel.
Links die Stahlnadel rein von einer Schwester
fuer die Rauswaertsleitung.
Rechts war ein Arzt zugange. Er wollte erst nicht an
die Armbeuge ran. Aber Handruecken hatte ich keinen
Bock drauf, weil das soooo mega fies weh tut.....
Bei mir im Unterarm sind Zugaenge immer sseehr
schwierig, weil meine Venen sich scheinbar
viel schlaengeln und nicht so gerade laufen.
Bei der Mobilisierung hatten sie den dann ja
nach vielen Versuchen unter Ultraschall gelegt.
Nach vieler Hinundherdiskutiererei hat er dann
doch die Armbeuge genommen, hat auch alles geklappt.
Hinterher hat mir die Schwester dann auch erklaert,
warum sie rechts eigentlich erst nicht in die Armbeuge
wollten: waere links mit der Stahlnadel im Verlauf irgendwas
schief gelaufen, dann waere rechts die Armbeuge dann schon
besetzt gewesen. Und die dicke Stahlnadel bekommt man
wohl nur in die Armbeuge rein.
Zwischendrin haben sie dann meine Stammzellen gezeaehlt
und die lagen bei 60.
Von 16 auf 60, das war doch was.
Die Schwester hat mir dann erklaert, dass man ca. 10 % von
diesem Wert sammeln kann. (Die Einheit da irgendwie mit
"reingewoben".) Das koennten dann Dienstag also
6 Mios sein, 7,5 Mios soll ich sammeln.
Durch die Filgrastim-Spritze morgends steigt der Wert
auch nochmal an, sagte man mir.
5 Std. waren als Sammelzeit angesetzt.
Ab und an bekommt man einen Drink mit einer aufgeloesten
Calciumtablette. Dem Blut wird nach der Entnahme ein
Antigerinnungsmittel zugesetzt und das senkt wohl den
Calciumspiegel.
Man soll auch Bescheid sagen, wenn es in Haenden/Fuessen kribbelt.
Das ist wohl auch ein Indiz fuer einen zu niedrigen Calciumpegel.
Wenn der Fluss nicht stimmt, dann moeckert die Maschine.
Ich habe dann in die linke Hand eine Rolle Mullbinde
zum ab und an Kneten bekommen.
Da der Koerper nicht kalt werden darf, weil das auch
schlecht fuers Sammeln ist, gab es eine Zudecke.
Mein komplettes Blut wird 3x umgewaelzt, was dann
ca. 16 l entspricht, erklaerte man mir.
Muss nochmal nachlesen, wie die Sammelmaschine genau
funktioniert. Die Schwester sprach ab und an davon, dass sie
noch eine Schicht tiefer geht.
Das wurde alles in einem Protokoll festgehalten.
Es gab auf dem Tisch vor dem Sammelapparillo eine
Farbtafel mit verschiedenen Rottoenen und daneben
war ein kleiner Schlauch festgeklebt, wo meine
Sammelfarbe zu sehen war. Die durfte nicht zu hell
und nicht zu dunkel sein.
Zwischendrin wurde immer wieder Blutdruck und
Temperatur gemessen und auch aufgeschrieben.
Entweder hatte ich den Fehler gemacht, dass
ich im Sammelstuhl zu Beginn nicht ganz hochgerutscht war
nach dem Platznehmen oder ich rutschte allmaechlich
runter. Meine Arme hatte ich auch nicht so optimal
in der Kuhle der Armlehne plaziert gehabt.
Den rechten Arm, wo nur "leichte Sachen" drin
waren, habe ich mich getraut, bischen hochzuheben
und umzuparken, aber der Drehwinkel der Armlehne
war auch irgendwie nicht so ganz parallel zu
meinem Arm, aber egal.
Den linken Arm, wo mehr Zeugs dran hing, da hab
ich auchmal probiert, den leicht anzuheben,
aber da merkte ich sofort, dass die Stahlnadel
pieckste. Also den besser schoeeeen still halten.
5 Std., die koennen sich ganz schoen ziehen....
Mit angebohrtem Hals haette man die Haende zum
"Spielen" frei gehabt, aber ich war trotzdem
froh, dass sie mir menen Hals nicht angebohrt
hatten.
Irgendwann gab die Maschine dan "Laut". Das
Sammeln war fertig.
Die Maschine laeuft dann aber weiter, weil alles
was von meinem Blut noch in der Maschine ist
(und das ist wohl einiges), das wird noch wieder
in mich reingefoerdert.
Und dann kommt nochmal eine "Melodie". Die
hat mich bischen an eine vom Flipperautomaten
erinnert.
Wenn die Maschine sich dann abgeschaltet hat,
und es gannnnnz ruhig ist, dann wird einem
erstmal bewusst, dass die einen ganz schoenen
Laerm gemacht hat.
Es wurden noch ein paar Roehrchen Blut abgenommen.
Eines mit Calcium # wurde mir mitgeben fuer die Station.
Die Stahlnadel links kam raus, rechts der Zugang
bliebt drin. Beide Armbeugen jeweils mit einer
Mullbinde umwickelt.
Dann sollte ich was unterschreiben. Aber puh,
bis mein rechter Arm sich wieder anbeugen lies
um den Stift zu fuehren, das hat schon ein bischen gedauert.
Bis die ausgewertet haben, wieviele Stammzellen
ich gesammelt hatte, das wuerde dann paar
Stunden dauern, sagte man mir.
Wenn ich morgends 60 hatte und der Wert noch
bischen ansteigt und ich 7,5 sammeln muss, da
war ich ein bischen hoffnungsfroh, dass es
ja vielleicht dann an dem einen Tag schon
genug Zellen geworden sind.
Dann ging es auf Station und juchu, ich hatte
ein Einzelzimmer.
Ich bekam dann im Tagesverlauf 3 Kalium Brausetabletten,
weil mein Kaliumpegel mit 2,6 wohl zu niedrig war.
War erst bischen verwirrt, aber es geht wohl um
beides, Calcium und Kalium.
Der Stationsarzt kam und verkuendetet mir das
Sammelergebnis: 3 Mios.....
Boah, was war ich da enttaeuscht............
In 5 Std. nur 3 Mios gesammelt und 4,5 Mios
fehlen noch, das kriege ich sogar ohne
Taschenrechner hin, was das bedeutet....
Abends gab es dann noch eine Thrombosespritze
und eine Ladung Filgrastim.
Ein Einzelzimmer zu haben ist supi schoen,
aber es bedeutet ja leider nicht, dass man
ungestoert schlafen kann. Gerade, wenn ich
eingeschlafen war, kam jemand rein und wollte
was von mir.
Ich bekamnachts auch nochmal Blut abgenommen, weil
mein Kaliumwert nochmal gecheckt werden sollte.
Kochsalz ging in den Zugang rein, aber es kam
leider keine nennenswerte Menge Blut raus.
Das Ende vom Zugang lag wohl innendrin nahe
an einer Venenwand und wenn man dann saugt,
dann wird direkt die Venenwand angesaugt
und kein Blut. Aber bei Input, der drueckt
die Venenwand dann ja weg.
Also das Roehrchen anderweitig abgezapft.
Naechsten morgen um 5:30 gab es die naechste
Filgrastim-Spritze.
Ich hatte mir schon gedacht, dass ich bestimmt
um 8 Uhr in der Sammeletage auf der Matte stehen
muss und mich dann selber drum gekuemmert,
dass ich voher noch an mein Fruehstueck dran kam.
Wasser hatte ich mir genug gebunkert.
Und so war es dann auch...
Wieder eine Pants an und auf zum Sammeln.
Ich sagte dann der Aerztin, dass ich enttaeucht
war, dass am Vortag die Sammlung nur 3 Mios
ergeben hat.
Aber, sie verkuendete mir dann die frohe Botschaft,
dass ich am Vortag 6,3 Mios gesammelt hatte...
Also dann keine 5 Std Sammeln mehr angesagt.
Die haben die Zeit ausgerechnet anhand einer
Blutprobe und dann auch noch einen Tacken drauf
getan, damit es auf jeden Fall genug ist.
Der Counter stand auf 2:43 Std.
Ich war froh, dass es keine 5 Std. mehr waren und
auch nicht womoeglich noch ein Folgetag.
Als die Maschine habe fertig vermeldet hatte,
da kam die Stahlnadel raus, aber der Zugang
blieb noch drin, fuer den Fall der Faelle,
dass noch was noetig war.
Ich musste auf Station ja sowieso noch paar
Std. warten, bis die Zaehlung abgeschlossen war.
Es war jetzt zwar kein Einzelzimmer mehr, aber
fuer die paar Std.
Diesmal konnte ich das Mittagessen sogar noch warm
geniessen.
Mein doc kam dann noch vorbei fuer das Aufklaerungsgespraech
fuer die Hochdosis. Das muss ja formell sein.
Dann wuerde ich noch zur Lungenfunktionsmessung
geschickt. Die muss vor der Stammzellenrueckgabe
bzw. vor der Mephalangabe noch gemacht werden.
Als die zu Beginn der Induktionstherapie gemacht
worden ist, da habe ich die auch schon als seeehr
unangenehm gefunden. Tut zwar nicht weh, aber wenn
sie einem die Luft "zuhalten", das finde ich nicht
so prickelnd....
Ich merkte auch fast, wie mir dabei "die Lampe ausgegangen"
waere.
Irgendein Wert gefiel der Messdame nicht und sie wollte
die Messung dann wiederholen. Vorher bekam ich 2x
so eine Art "Asthmaspray" gesprueht.
Ich habe mit der Messdame auch ausgemacht, wenn ich
an die Scheibe klopfe (man sitzt in einem Glaskasten
und waehrend der Messung wird auch noch die Tuer
zugemacht), dass sie dann sofort die Tuer aufmachen soll.
Das war zum Glueck nicht noetig, aber ich war trotzdem
"durchgefallen", ein Wert, der haette nur 0,35 sein
duerfen, der war bei mir 0,46. Das Stichwort, was
dann fiel war "obstruktiv".
Ob das jett ein permanenter Systemfehler bei mir
ist, oder ob es kein guter Plan war, nach 2 Tagen
Sammeln zur Lungenfunktionsmessung zu gehen, keine
Ahnung...
Wieder auf Station, als der Stationsarzt zur Uebergabe
des Arztbriefes reinkam, hab ich ihm davon berichtet.
Er meinte, dass es fuer den weiteren Therapieverlauf
kein Hindernisgrund sei und das 50 % der Leute haben wuerden.
Nun denn...
Ahso und noch zu den Haaren: auf dem Krankenhauskopfkissen
hatten morgends, zwar keine Bueschel, aber ettliche
gelegen.
Als ich dann nachmittags im Warteraum sass und auf
die Taxe fuer nach Hause wartete, da habe ich mal
probiert, da waren es schon Bueschel, die ich
ausrupfen konnte.
Abends daheim, da habe ich dann alles ausgerupft,
so weit es ging. Das ging auch super gut. Tat
nicht weh, hat nicht geziept oder irgendwie was.
Den Rest habe ich dann mit dem Aufsatztrimmer
in der Badewanne entfernt.
Habe erst den duennsten Aufsatz genommen, der dabei
war und dann auch nochmal ohne Aufsatz mit auf 2 mm
gestellt. Den auf die kleinste Stufe 0,8 mm zu stellen,
lieber nicht, wollte ja nirgendwo aus Versehen reinratschen.
Jetzt mit ohne Haare habe ich kein Problem. Ob ich mit
Muetze rumlaufe (alleine schon als Sonnenschutz) oder
die Peruecke trage, das schaue ich mal.
Hab die Peruecke gestern schonmal ein paar Std. aufgehabt,
aber puhhhh, ist ganz schoen warm mit dem Dingen auf.
Und juckt manchmal auch bischen.
Die naechsten beiden Wochen gehe ich dann ganz normal
arbeiten und dann geht es dann los mit dem Hardcorefinale...
Allen alles Gute.
Gruss, Bettina
Danke.
Montag war dann doch noch nichts mit Sammeln, der
Wert war nur bei 16 (Einheit vergessen), 20 muessen es
mind. sein, damit angefangen wird, zu sammeln.
Also weiter gespritzt und Dienstag wieder hin. Aber zu meiner
Ueberraschung kein Blut abgenommen, sondern die
haben mich direkt auf die Stammzellenstation zur
Entnahme geschickt.
Vorher noch schnell die Pants angezogen.
Wie gut, dass ich daheim schon was gefuttert
hatte und auch was getrunken hatte, wenn es
diesmal auch keine 1,5 l gewesen waren.
Ich hatte mich naemlich eigentlich auf die 1,5 Std.
Warten gerichtet, um da nochmal ins Cafe zu gehen.
Platz genommen im Entnahmesessel.
Links die Stahlnadel rein von einer Schwester
fuer die Rauswaertsleitung.
Rechts war ein Arzt zugange. Er wollte erst nicht an
die Armbeuge ran. Aber Handruecken hatte ich keinen
Bock drauf, weil das soooo mega fies weh tut.....
Bei mir im Unterarm sind Zugaenge immer sseehr
schwierig, weil meine Venen sich scheinbar
viel schlaengeln und nicht so gerade laufen.
Bei der Mobilisierung hatten sie den dann ja
nach vielen Versuchen unter Ultraschall gelegt.
Nach vieler Hinundherdiskutiererei hat er dann
doch die Armbeuge genommen, hat auch alles geklappt.
Hinterher hat mir die Schwester dann auch erklaert,
warum sie rechts eigentlich erst nicht in die Armbeuge
wollten: waere links mit der Stahlnadel im Verlauf irgendwas
schief gelaufen, dann waere rechts die Armbeuge dann schon
besetzt gewesen. Und die dicke Stahlnadel bekommt man
wohl nur in die Armbeuge rein.
Zwischendrin haben sie dann meine Stammzellen gezeaehlt
und die lagen bei 60.
Von 16 auf 60, das war doch was.
Die Schwester hat mir dann erklaert, dass man ca. 10 % von
diesem Wert sammeln kann. (Die Einheit da irgendwie mit
"reingewoben".) Das koennten dann Dienstag also
6 Mios sein, 7,5 Mios soll ich sammeln.
Durch die Filgrastim-Spritze morgends steigt der Wert
auch nochmal an, sagte man mir.
5 Std. waren als Sammelzeit angesetzt.
Ab und an bekommt man einen Drink mit einer aufgeloesten
Calciumtablette. Dem Blut wird nach der Entnahme ein
Antigerinnungsmittel zugesetzt und das senkt wohl den
Calciumspiegel.
Man soll auch Bescheid sagen, wenn es in Haenden/Fuessen kribbelt.
Das ist wohl auch ein Indiz fuer einen zu niedrigen Calciumpegel.
Wenn der Fluss nicht stimmt, dann moeckert die Maschine.
Ich habe dann in die linke Hand eine Rolle Mullbinde
zum ab und an Kneten bekommen.
Da der Koerper nicht kalt werden darf, weil das auch
schlecht fuers Sammeln ist, gab es eine Zudecke.
Mein komplettes Blut wird 3x umgewaelzt, was dann
ca. 16 l entspricht, erklaerte man mir.
Muss nochmal nachlesen, wie die Sammelmaschine genau
funktioniert. Die Schwester sprach ab und an davon, dass sie
noch eine Schicht tiefer geht.
Das wurde alles in einem Protokoll festgehalten.
Es gab auf dem Tisch vor dem Sammelapparillo eine
Farbtafel mit verschiedenen Rottoenen und daneben
war ein kleiner Schlauch festgeklebt, wo meine
Sammelfarbe zu sehen war. Die durfte nicht zu hell
und nicht zu dunkel sein.
Zwischendrin wurde immer wieder Blutdruck und
Temperatur gemessen und auch aufgeschrieben.
Entweder hatte ich den Fehler gemacht, dass
ich im Sammelstuhl zu Beginn nicht ganz hochgerutscht war
nach dem Platznehmen oder ich rutschte allmaechlich
runter. Meine Arme hatte ich auch nicht so optimal
in der Kuhle der Armlehne plaziert gehabt.
Den rechten Arm, wo nur "leichte Sachen" drin
waren, habe ich mich getraut, bischen hochzuheben
und umzuparken, aber der Drehwinkel der Armlehne
war auch irgendwie nicht so ganz parallel zu
meinem Arm, aber egal.
Den linken Arm, wo mehr Zeugs dran hing, da hab
ich auchmal probiert, den leicht anzuheben,
aber da merkte ich sofort, dass die Stahlnadel
pieckste. Also den besser schoeeeen still halten.
5 Std., die koennen sich ganz schoen ziehen....
Mit angebohrtem Hals haette man die Haende zum
"Spielen" frei gehabt, aber ich war trotzdem
froh, dass sie mir menen Hals nicht angebohrt
hatten.
Irgendwann gab die Maschine dan "Laut". Das
Sammeln war fertig.
Die Maschine laeuft dann aber weiter, weil alles
was von meinem Blut noch in der Maschine ist
(und das ist wohl einiges), das wird noch wieder
in mich reingefoerdert.
Und dann kommt nochmal eine "Melodie". Die
hat mich bischen an eine vom Flipperautomaten
erinnert.
Wenn die Maschine sich dann abgeschaltet hat,
und es gannnnnz ruhig ist, dann wird einem
erstmal bewusst, dass die einen ganz schoenen
Laerm gemacht hat.
Es wurden noch ein paar Roehrchen Blut abgenommen.
Eines mit Calcium # wurde mir mitgeben fuer die Station.
Die Stahlnadel links kam raus, rechts der Zugang
bliebt drin. Beide Armbeugen jeweils mit einer
Mullbinde umwickelt.
Dann sollte ich was unterschreiben. Aber puh,
bis mein rechter Arm sich wieder anbeugen lies
um den Stift zu fuehren, das hat schon ein bischen gedauert.
Bis die ausgewertet haben, wieviele Stammzellen
ich gesammelt hatte, das wuerde dann paar
Stunden dauern, sagte man mir.
Wenn ich morgends 60 hatte und der Wert noch
bischen ansteigt und ich 7,5 sammeln muss, da
war ich ein bischen hoffnungsfroh, dass es
ja vielleicht dann an dem einen Tag schon
genug Zellen geworden sind.
Dann ging es auf Station und juchu, ich hatte
ein Einzelzimmer.
Ich bekam dann im Tagesverlauf 3 Kalium Brausetabletten,
weil mein Kaliumpegel mit 2,6 wohl zu niedrig war.
War erst bischen verwirrt, aber es geht wohl um
beides, Calcium und Kalium.
Der Stationsarzt kam und verkuendetet mir das
Sammelergebnis: 3 Mios.....
Boah, was war ich da enttaeuscht............
In 5 Std. nur 3 Mios gesammelt und 4,5 Mios
fehlen noch, das kriege ich sogar ohne
Taschenrechner hin, was das bedeutet....
Abends gab es dann noch eine Thrombosespritze
und eine Ladung Filgrastim.
Ein Einzelzimmer zu haben ist supi schoen,
aber es bedeutet ja leider nicht, dass man
ungestoert schlafen kann. Gerade, wenn ich
eingeschlafen war, kam jemand rein und wollte
was von mir.
Ich bekamnachts auch nochmal Blut abgenommen, weil
mein Kaliumwert nochmal gecheckt werden sollte.
Kochsalz ging in den Zugang rein, aber es kam
leider keine nennenswerte Menge Blut raus.
Das Ende vom Zugang lag wohl innendrin nahe
an einer Venenwand und wenn man dann saugt,
dann wird direkt die Venenwand angesaugt
und kein Blut. Aber bei Input, der drueckt
die Venenwand dann ja weg.
Also das Roehrchen anderweitig abgezapft.
Naechsten morgen um 5:30 gab es die naechste
Filgrastim-Spritze.
Ich hatte mir schon gedacht, dass ich bestimmt
um 8 Uhr in der Sammeletage auf der Matte stehen
muss und mich dann selber drum gekuemmert,
dass ich voher noch an mein Fruehstueck dran kam.
Wasser hatte ich mir genug gebunkert.
Und so war es dann auch...
Wieder eine Pants an und auf zum Sammeln.
Ich sagte dann der Aerztin, dass ich enttaeucht
war, dass am Vortag die Sammlung nur 3 Mios
ergeben hat.
Aber, sie verkuendete mir dann die frohe Botschaft,
dass ich am Vortag 6,3 Mios gesammelt hatte...
Also dann keine 5 Std Sammeln mehr angesagt.
Die haben die Zeit ausgerechnet anhand einer
Blutprobe und dann auch noch einen Tacken drauf
getan, damit es auf jeden Fall genug ist.
Der Counter stand auf 2:43 Std.
Ich war froh, dass es keine 5 Std. mehr waren und
auch nicht womoeglich noch ein Folgetag.
Als die Maschine habe fertig vermeldet hatte,
da kam die Stahlnadel raus, aber der Zugang
blieb noch drin, fuer den Fall der Faelle,
dass noch was noetig war.
Ich musste auf Station ja sowieso noch paar
Std. warten, bis die Zaehlung abgeschlossen war.
Es war jetzt zwar kein Einzelzimmer mehr, aber
fuer die paar Std.
Diesmal konnte ich das Mittagessen sogar noch warm
geniessen.
Mein doc kam dann noch vorbei fuer das Aufklaerungsgespraech
fuer die Hochdosis. Das muss ja formell sein.
Dann wuerde ich noch zur Lungenfunktionsmessung
geschickt. Die muss vor der Stammzellenrueckgabe
bzw. vor der Mephalangabe noch gemacht werden.
Als die zu Beginn der Induktionstherapie gemacht
worden ist, da habe ich die auch schon als seeehr
unangenehm gefunden. Tut zwar nicht weh, aber wenn
sie einem die Luft "zuhalten", das finde ich nicht
so prickelnd....
Ich merkte auch fast, wie mir dabei "die Lampe ausgegangen"
waere.
Irgendein Wert gefiel der Messdame nicht und sie wollte
die Messung dann wiederholen. Vorher bekam ich 2x
so eine Art "Asthmaspray" gesprueht.
Ich habe mit der Messdame auch ausgemacht, wenn ich
an die Scheibe klopfe (man sitzt in einem Glaskasten
und waehrend der Messung wird auch noch die Tuer
zugemacht), dass sie dann sofort die Tuer aufmachen soll.
Das war zum Glueck nicht noetig, aber ich war trotzdem
"durchgefallen", ein Wert, der haette nur 0,35 sein
duerfen, der war bei mir 0,46. Das Stichwort, was
dann fiel war "obstruktiv".
Ob das jett ein permanenter Systemfehler bei mir
ist, oder ob es kein guter Plan war, nach 2 Tagen
Sammeln zur Lungenfunktionsmessung zu gehen, keine
Ahnung...
Wieder auf Station, als der Stationsarzt zur Uebergabe
des Arztbriefes reinkam, hab ich ihm davon berichtet.
Er meinte, dass es fuer den weiteren Therapieverlauf
kein Hindernisgrund sei und das 50 % der Leute haben wuerden.
Nun denn...
Ahso und noch zu den Haaren: auf dem Krankenhauskopfkissen
hatten morgends, zwar keine Bueschel, aber ettliche
gelegen.
Als ich dann nachmittags im Warteraum sass und auf
die Taxe fuer nach Hause wartete, da habe ich mal
probiert, da waren es schon Bueschel, die ich
ausrupfen konnte.
Abends daheim, da habe ich dann alles ausgerupft,
so weit es ging. Das ging auch super gut. Tat
nicht weh, hat nicht geziept oder irgendwie was.
Den Rest habe ich dann mit dem Aufsatztrimmer
in der Badewanne entfernt.
Habe erst den duennsten Aufsatz genommen, der dabei
war und dann auch nochmal ohne Aufsatz mit auf 2 mm
gestellt. Den auf die kleinste Stufe 0,8 mm zu stellen,
lieber nicht, wollte ja nirgendwo aus Versehen reinratschen.
Jetzt mit ohne Haare habe ich kein Problem. Ob ich mit
Muetze rumlaufe (alleine schon als Sonnenschutz) oder
die Peruecke trage, das schaue ich mal.
Hab die Peruecke gestern schonmal ein paar Std. aufgehabt,
aber puhhhh, ist ganz schoen warm mit dem Dingen auf.
Und juckt manchmal auch bischen.
Die naechsten beiden Wochen gehe ich dann ganz normal
arbeiten und dann geht es dann los mit dem Hardcorefinale...
Allen alles Gute.
Gruss, Bettina
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Birgit24 antwortete auf morgen geht es los...
26 Juli 2024 22:35
- Birgit24
51 Beiträge seit
07 März 2024
07 März 2024
Liebe Bettina,
dann doch 6 Mios gesammelt, was für ein Glück. Nach so viel Aufwand! Jetzt auch noch mutig die Haare abrasiert.
Danke für diesen Bericht.
Es ist unglaublich informativ zu lesen, wie die Behandlung im Großen und Ganzen und im Detail abläuft. Auch wenn MM eben keine Krankheit ist, die immer gleich abläuft. Aber so ein Ablauf steht eben nie im Internet.
Alles, alles Gute weiterhin für dich. Dass es jetzt ein paar normale Wochen für dich geben kann.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende zuhause und im eigenen Bett.
dann doch 6 Mios gesammelt, was für ein Glück. Nach so viel Aufwand! Jetzt auch noch mutig die Haare abrasiert.
Danke für diesen Bericht.
Es ist unglaublich informativ zu lesen, wie die Behandlung im Großen und Ganzen und im Detail abläuft. Auch wenn MM eben keine Krankheit ist, die immer gleich abläuft. Aber so ein Ablauf steht eben nie im Internet.
Alles, alles Gute weiterhin für dich. Dass es jetzt ein paar normale Wochen für dich geben kann.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende zuhause und im eigenen Bett.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
miregal antwortete auf morgen geht es los...
27 Juli 2024 06:46
- miregal
1011 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
6 Mio Zellen ist völlig ausreichend, man braucht je Transplantation je 2-2.5 Mio. Man versucht immer für 3 Transplantationen zu sammeln, falls ein Beutel kaputt geht, hat man noch Reserve und es reicht auf jeden Fall für eine Tandem transplantation, falls nötig, und ggf. ohne Reserve sogar für eine Dritte.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
betti52 antwortete auf morgen geht es los...
27 Juli 2024 06:58
- betti52
644 Beiträge seit
19 September 2023
19 September 2023
Hallo!
Danke Euch.
Ja, im eigenen Bett schlaeft sich immer am besten.
Auf dem Anforderungsbogen von der "stationaeren Station"
an die "Sammelstation" stand drauf, dass bei mir 7,5 Mio
Zellen gesammelt werden sollen.
Allen ein schoenes Wochenende.
Gruss, Bettina
Danke Euch.
Ja, im eigenen Bett schlaeft sich immer am besten.
Auf dem Anforderungsbogen von der "stationaeren Station"
an die "Sammelstation" stand drauf, dass bei mir 7,5 Mio
Zellen gesammelt werden sollen.
Allen ein schoenes Wochenende.
Gruss, Bettina
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Birgit24 antwortete auf morgen geht es los...
13 Aug. 2024 11:47
- Birgit24
51 Beiträge seit
07 März 2024
07 März 2024
Liebe Bettina,
geht es dir gut? Kannst du zuversichtlich in die HD gehen?
Viele Grüße, viel Mut und alles Gute.
geht es dir gut? Kannst du zuversichtlich in die HD gehen?
Viele Grüße, viel Mut und alles Gute.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
