Ehefrau123 antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
13 Jan. 2025 10:19
- Ehefrau123
40 Beiträge seit
11 November 2020
11 November 2020
@Mapoli
Bei meinem Mann wurden die Zellen am 2.Januar gesammelt und uns wurde gesagt, dass sie nach USA gehen. Wartezeit beträgt wohl z.Z. acht Wochen.
Der Antrag wurde bei unserer gesetzlichen Krankenkasse gestellt. Nach genau 14 Tagen habe ich dort angerufen und bekam noch am selben Tag die Zusage per Mail. So wie ich die Dame am Telefon verstanden habe, hätte wohl der medizinische Dienst gar nicht zu Rate gezogen werden müssen, da ja eine Zulassung vorhanden ist und kein off Label vorliegt. Es ging aber trotzdem durch den medizinischen Dienst. Deshalb die Verzögerung um 2 Wochen.
Mein Mann ist allerdings bereits in höherer Therapielinie und hatte Revlimid als Erhaltungstherapie nach der 2. Hochdosis. Während dieser Therapie kam leider auch schon das erste Rezidiv.
Trotzdem kann ich nur allen Antragstellern raten:
Ruft persönlich bei eurer Krankenkasse an! Drückt auch ein bisschen auf die Tränendrüse. Das hat bei mir bereits zweimal funktioniert (das andere mal handelte es sich um eine off Label Genehmigung von Venetoclax)
Bei meinem Mann wurden die Zellen am 2.Januar gesammelt und uns wurde gesagt, dass sie nach USA gehen. Wartezeit beträgt wohl z.Z. acht Wochen.
Der Antrag wurde bei unserer gesetzlichen Krankenkasse gestellt. Nach genau 14 Tagen habe ich dort angerufen und bekam noch am selben Tag die Zusage per Mail. So wie ich die Dame am Telefon verstanden habe, hätte wohl der medizinische Dienst gar nicht zu Rate gezogen werden müssen, da ja eine Zulassung vorhanden ist und kein off Label vorliegt. Es ging aber trotzdem durch den medizinischen Dienst. Deshalb die Verzögerung um 2 Wochen.
Mein Mann ist allerdings bereits in höherer Therapielinie und hatte Revlimid als Erhaltungstherapie nach der 2. Hochdosis. Während dieser Therapie kam leider auch schon das erste Rezidiv.
Trotzdem kann ich nur allen Antragstellern raten:
Ruft persönlich bei eurer Krankenkasse an! Drückt auch ein bisschen auf die Tränendrüse. Das hat bei mir bereits zweimal funktioniert (das andere mal handelte es sich um eine off Label Genehmigung von Venetoclax)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Sunny antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
13 Jan. 2025 16:12
- Sunny
-
578 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Hallo Ehefrau,
Revlemid ist Lenalidomid und somit hatte dein Mann während der Erhaltungstherapie irgendwann kein Ansprechen mehr auf Lenalidomid. In diesem Fall ist es kein Problem eine CarT-Zelltherapie genehmigt zu bekommen.
Probleme haben Betroffene, die kein Lenalidomid bekommen haben. Dabei ist den Krankenkassen vollkommen egal, ob sie es aus triftigen Gründen nicht erhalten, weil sie zum Beispiel schlimme Nebenwirkungen davon bekommen.
LG, Sunny
Revlemid ist Lenalidomid und somit hatte dein Mann während der Erhaltungstherapie irgendwann kein Ansprechen mehr auf Lenalidomid. In diesem Fall ist es kein Problem eine CarT-Zelltherapie genehmigt zu bekommen.
Probleme haben Betroffene, die kein Lenalidomid bekommen haben. Dabei ist den Krankenkassen vollkommen egal, ob sie es aus triftigen Gründen nicht erhalten, weil sie zum Beispiel schlimme Nebenwirkungen davon bekommen.
LG, Sunny
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
miregal antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
13 Jan. 2025 20:26
- miregal
1011 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Ich hatte heute meinen vierteljährlichen Checkup in der Uniklinik.(MRT&Blutbild ok!). Ich habe nach dem Stand der CART-Therpien gefragt. ide-Cel wurde vom Anbieter vom Markt genommen, da Cilta-Cel wirksamer ist und der Nachweisaufwand für eine weitere Zulassung dem Anbieter zu hoch erschien. Cilta-Cel wird wie bereits festgestellt nur nach Lena-Refraktärität abgegeben, weil sich die Zulassung auf eine Studie mit Lena-refraktären Patienten bezieht. Ein rein juristisches Problem also. Demnächst kommt eine GPRCD5 CART-Therapie auf den Markt, die nicht die lästigen Nebenwirkungen der Talquetmab Therapie haben soll. auf die iCANS Nebenwirkung bei Cilta-Cel angesprochen, meinte die Oberärztin , dass bei bisher 25 Patienten noch keine Parkinson-ähnlichen Symptome aufgetreten wän, und alle NW bisher reversibel waren
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Sunny antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
13 Jan. 2025 21:04
- Sunny
-
578 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
miregal, hat Talquetmab direkt was mit der Car-T-Zelltherapie zu tun? Mein Mann bekam das jedenfalls nicht.
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
miregal antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
14 Jan. 2025 05:25 - 14 Jan. 2025 05:28
- miregal
1011 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Hallo Sunny,
es geht darum dass in der neuesten car-t Therapie der Angriffspunkt GPRCD5 und nicht BCMA verwendet wird wie bei Talquetamab, aber ohne die lästigen Nebenwirkungen. Dein Mannn bekommt wahrscheinlich Cilta-Cell (BCMA)? Talquetamab wird auch gern wie bei Jockel als Bridging therapie eingesetzt, weil sich die beiden Angriffpunkte ergänzen.
es geht darum dass in der neuesten car-t Therapie der Angriffspunkt GPRCD5 und nicht BCMA verwendet wird wie bei Talquetamab, aber ohne die lästigen Nebenwirkungen. Dein Mannn bekommt wahrscheinlich Cilta-Cell (BCMA)? Talquetamab wird auch gern wie bei Jockel als Bridging therapie eingesetzt, weil sich die beiden Angriffpunkte ergänzen.
Letzte Änderung: 14 Jan. 2025 05:28 von miregal.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Callosum62 antwortete auf Antrag auf CAR-T-Zellen / Schwierigkeiten und Ablehnungen
14 Jan. 2025 09:50
- Callosum62
250 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Hallo,
zur Begriffsverwirrung im Hinblick auf den Einsatz von CAR-T-Zelltherapie und bispezifischen Antikörpern möchte ich folgendes beitragen.
1. Wenn eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie funktioniert, gibt es überhaupt keinen Grund dafür, noch zusätzlich einen bispezifischen Antikörper einzusetzen, der gegen ein anderes Oberflächenprotein gerichtet ist, also z.B. Talquetamab gegen GPRC5D (nicht "CD5"). Dieser bispezifische Antikörper sollte m.E. vielmehr als Reservemedikament aufgespart werden, wenn es nach einer Behandlung mit BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapien zu einem Rezidiv kommt und BCMA-bispezifische Antikörper danach nicht funktionierten sollten.
2. Bei einem Rezidiv nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie kann auch zunächst ein BCMA-gerichteter bispezifischer Antikörper eingesetzt werden, z.B. Teclistamab oder Elranatmab. Das funktioniert häufig, umgekehrt allerdings nicht, d.h. nach einer längeren Behandlung mit einem BCMA-bispezifischen Antikörper funktioniert eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie wie Abecma oder Carvykti in der Regel nicht mehr.
3. Die Entwicklung einer GPRC5D-gerichteten CAR-T-Zelltherapie wäre - vorbehaltlich einer Zulassung - eine tolle Sache, weil es damit viel mehr Behandlungsoptionen gäbe. Denn diese könnte auch nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie oder sogar nach einer Therapie mit BCMA-bispezifischen Antikörpern noch eingesetzt werden. Bin mal gespannt, wie lange das dauert, denn nach der Entwicklung kommt ja noch die Zulassung, und davor haben die Götter ja die Phase-III Studien gesetzt.
Grundsätzlich gilt nach meinem Kenntnisstand - bis auf Weiteres - die Regel: Erst CAR-T, dann Bispezifische Antikörper. Natürlich nur, wenn die Zeit dazu bleibt und nicht schnell gehandelt werden muss. Für kurze Zeit ist es wohl auch möglich BCMA-Bispezifische Antikörper vor einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie einzunehmen, z.B. für 4 Wochen als Bridging, z.B. dann, wenn nichts anderes mehr funktioniert, um das MM vor der CAR-T-Gabe zurückzudrängen. Aber das sind immer Einzelfallentscheidungen.
@Ehefrau123: Selbst bei der Krankenkasse vorstellig zu werden, ist meistens eine gute Idee. Ich fürchte nur, bei einem Preisschild von 285.000 € für eine CAR-T-Zelltherapie braucht es schon sehr viel Tränenflüssigkeit, um eine Krankenkasse bei Nichtvorliegen einer Lenalidomid-Refraktärität zum Umdenken zu bewegen. Eine Tablette Venetoclax kostet nach meiner Recherche ca. 150 € - auch nicht gerade billig, aber gegenüber den Kosten für eine CAR-T-Zelltherapie sind das Peanuts für die Kostenträger...
zur Begriffsverwirrung im Hinblick auf den Einsatz von CAR-T-Zelltherapie und bispezifischen Antikörpern möchte ich folgendes beitragen.
1. Wenn eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie funktioniert, gibt es überhaupt keinen Grund dafür, noch zusätzlich einen bispezifischen Antikörper einzusetzen, der gegen ein anderes Oberflächenprotein gerichtet ist, also z.B. Talquetamab gegen GPRC5D (nicht "CD5"). Dieser bispezifische Antikörper sollte m.E. vielmehr als Reservemedikament aufgespart werden, wenn es nach einer Behandlung mit BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapien zu einem Rezidiv kommt und BCMA-bispezifische Antikörper danach nicht funktionierten sollten.
2. Bei einem Rezidiv nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie kann auch zunächst ein BCMA-gerichteter bispezifischer Antikörper eingesetzt werden, z.B. Teclistamab oder Elranatmab. Das funktioniert häufig, umgekehrt allerdings nicht, d.h. nach einer längeren Behandlung mit einem BCMA-bispezifischen Antikörper funktioniert eine BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie wie Abecma oder Carvykti in der Regel nicht mehr.
3. Die Entwicklung einer GPRC5D-gerichteten CAR-T-Zelltherapie wäre - vorbehaltlich einer Zulassung - eine tolle Sache, weil es damit viel mehr Behandlungsoptionen gäbe. Denn diese könnte auch nach einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie oder sogar nach einer Therapie mit BCMA-bispezifischen Antikörpern noch eingesetzt werden. Bin mal gespannt, wie lange das dauert, denn nach der Entwicklung kommt ja noch die Zulassung, und davor haben die Götter ja die Phase-III Studien gesetzt.
Grundsätzlich gilt nach meinem Kenntnisstand - bis auf Weiteres - die Regel: Erst CAR-T, dann Bispezifische Antikörper. Natürlich nur, wenn die Zeit dazu bleibt und nicht schnell gehandelt werden muss. Für kurze Zeit ist es wohl auch möglich BCMA-Bispezifische Antikörper vor einer BCMA-gerichteten CAR-T-Zelltherapie einzunehmen, z.B. für 4 Wochen als Bridging, z.B. dann, wenn nichts anderes mehr funktioniert, um das MM vor der CAR-T-Gabe zurückzudrängen. Aber das sind immer Einzelfallentscheidungen.
@Ehefrau123: Selbst bei der Krankenkasse vorstellig zu werden, ist meistens eine gute Idee. Ich fürchte nur, bei einem Preisschild von 285.000 € für eine CAR-T-Zelltherapie braucht es schon sehr viel Tränenflüssigkeit, um eine Krankenkasse bei Nichtvorliegen einer Lenalidomid-Refraktärität zum Umdenken zu bewegen. Eine Tablette Venetoclax kostet nach meiner Recherche ca. 150 € - auch nicht gerade billig, aber gegenüber den Kosten für eine CAR-T-Zelltherapie sind das Peanuts für die Kostenträger...
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
