Kiefernekrose - Zahnextraktion wurde erstellt von Sunny
25 Juli 2025 13:57
- Sunny
-
578 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Hallo,
mein Mann war gestern beim Zahnarzt, weil einer seiner Implantate abgebrochen und herausgefallen war. Der Zahnarzt stellte fest, dass der Kieferknochen anfängt zu zerbröseln. Er hat bisher keine Biphosphonate oder sonstige Medikamente bekommen, die eine Kiefernekrose begünstigen würden, also kommt das wohl eher vom Mylom. Ist aber auch egal woher, jedenfalls will der Zahnarzt den gespaltenen Restzahn, auf den das Implantat gesteckt wurde und alles, was noch im Kiefer steckt ziehen.
Nun zu meiner Frage: Kann sowas ein normaler Zahnarzt machen oder gibt es da Bedenken wegen möglicher Infektionen? Sollte man nicht überhaupt zu einem Spezialisten gehen, der sich damit auskennt und eventuell dann gleich eine Therapie gegen die Nekrose starten? Leider kam mir dieser Gedanke erst heute Mittag, als die Kieferchirurgie in der Klinik bereits geschlossen hatte, ich kann also nicht mehr dort nachfragen. Den Termin Anfang der Woche hat mein Mann jetzt erst mal abgesagt und wartet ab, bis wir mehr Informationen dazu haben.
Bis ich am Montag nachfragen kann, kann mir vielleicht jemand hier Informationen geben, der schon Erfahrungen damit hat?
Liebe Grüße, Sunny
mein Mann war gestern beim Zahnarzt, weil einer seiner Implantate abgebrochen und herausgefallen war. Der Zahnarzt stellte fest, dass der Kieferknochen anfängt zu zerbröseln. Er hat bisher keine Biphosphonate oder sonstige Medikamente bekommen, die eine Kiefernekrose begünstigen würden, also kommt das wohl eher vom Mylom. Ist aber auch egal woher, jedenfalls will der Zahnarzt den gespaltenen Restzahn, auf den das Implantat gesteckt wurde und alles, was noch im Kiefer steckt ziehen.
Nun zu meiner Frage: Kann sowas ein normaler Zahnarzt machen oder gibt es da Bedenken wegen möglicher Infektionen? Sollte man nicht überhaupt zu einem Spezialisten gehen, der sich damit auskennt und eventuell dann gleich eine Therapie gegen die Nekrose starten? Leider kam mir dieser Gedanke erst heute Mittag, als die Kieferchirurgie in der Klinik bereits geschlossen hatte, ich kann also nicht mehr dort nachfragen. Den Termin Anfang der Woche hat mein Mann jetzt erst mal abgesagt und wartet ab, bis wir mehr Informationen dazu haben.
Bis ich am Montag nachfragen kann, kann mir vielleicht jemand hier Informationen geben, der schon Erfahrungen damit hat?
Liebe Grüße, Sunny
Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
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miregal antwortete auf Kiefernekrose - Zahnextraktion
25 Juli 2025 14:57 - 25 Juli 2025 15:05
- miregal
1011 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Hallo Sunny, Eine Krone auf einem Restzahn nennt man nicht Implantat. Meistens wird ein kaputter Zahn wurzelbehandelt und mit Glasfaserstiften im Wurzelkanal eine Krone befestigt. Nach der Wurzelbehandlung ist der Zahnknochen jedoch "tot" und versprödet. Wenn zuvor durch die Wurzelentzündung der Kieferknochen bereits mitangegriffen war, bricht das beim berühmten Blendamed-apfel irgendwann aus. Das heißt aber nicht unbedingt, dass kein echtes Implantat gesetzt werden kann. Der Kieferknochen kann dazu aufgebaut werden durch ein kleines Knochenstückchen aus dem Beckenkamm. Ist also eine echte OP und einem Kieferchirurgen, der sich damit auskennt, vorbehalten. Dazu kommt noch ein Anästäsist, der die Vollnarkose überwacht. Beim Implantat wird dann ein Gewindebolzen aus Titan in den Kiefer geschraubt, darauf kommt die Krone. Und wenn es an einem bestimmten Zahn nicht geht, kann man imme rnoch eine Brücke setzen (wenn man gar keine Zähne mehr hat reichen 8 Implantate für ein vollständiges festsitzendes Gebiss)
Wenn dein Mann privat versichert ist, gibt es dazu einschlägige Kieferchirurgen, weil billig als Selbstzahler ist das nicht. In einer Uni-Keferchirurgie wirst du zwar auch behandelt, aber unter Umständen von Nachwuchsärzten. (außer du bestehst auf Chefarztbehandlung, dann muss zumindest ein Oberarzt die Sache begleiten).
Mein (algemein anerkannter) Kieferchirurg (aus München) sagte mir, man müsste bei Bisphosphonate nur besonders gut bei Extraktionen aufpassen, also die Wunde gut zunähen und AB prophylaktisch nehmen, und ganz allgemein 3-4 mal jährlich prof. Zahnreinigung machen (meine PKV zahlt nur einmal jährlich)
Wenn dein Mann privat versichert ist, gibt es dazu einschlägige Kieferchirurgen, weil billig als Selbstzahler ist das nicht. In einer Uni-Keferchirurgie wirst du zwar auch behandelt, aber unter Umständen von Nachwuchsärzten. (außer du bestehst auf Chefarztbehandlung, dann muss zumindest ein Oberarzt die Sache begleiten).
Mein (algemein anerkannter) Kieferchirurg (aus München) sagte mir, man müsste bei Bisphosphonate nur besonders gut bei Extraktionen aufpassen, also die Wunde gut zunähen und AB prophylaktisch nehmen, und ganz allgemein 3-4 mal jährlich prof. Zahnreinigung machen (meine PKV zahlt nur einmal jährlich)
Letzte Änderung: 25 Juli 2025 15:05 von miregal.
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Sunny antwortete auf Kiefernekrose - Zahnextraktion
26 Juli 2025 11:53
- Sunny
-
578 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Hallo miregal, vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Mein Mann hat jedoch keine Glasfaserstifte auf dem Ersatzzahn, sondern eine richtige Schraube wie bei einem normalem Implantat und wo eine Schraube ist, muss ja auch ein Gewinde eingesetzt worden sein. Anscheinend bröckelte der Kiefer schon vorher irgendwann, denn der Zahnarzt sprach laut meinem Mann schon mal von einem Knochenaufbau mit Ochsenknochen. Das scheint wie ich gelesen habe aber eine veraltete Methode zu sein und macht man nun, wie du geschrieben hast mit körpereigenen Knochen. Eine Brücke hat er bereits, die wurde gestern provisorisch erweitert und damit kurzfristig der fehlende Zahn überbrückt, bis wir entschieden haben wie es weitergehen soll.
Wir haben eine private Zusatzversicherung, die auch Chefarztbehandlung beinhaltet, aber ganz ehrlich, manchmal fühlt man sich bei Oberärzten besser aufgehoben, weil die oft noch mehr Praxis haben, aber das muss man von Fall zu Fall entscheiden.
Was die Extraktion betrifft, so frage ich mich wo es risikoärmer ist, in der normalen Praxis beim Zahnarzt, der auf normale Hygiene achtet, beim Kieferorthopäden oder doch lieber in der Mund-Kiefer-Klinik, wo alles noch steriler ist? Ich hab eben etwas Bedenken wegen der Immunschwäche meines Mannes. Die Car-T-Zelltherapie ist zwar schon fast ein Jahr her und es geht ihm prima, aber er braucht immer noch Immunglobuline.
LG, Sunny
Mein Mann hat jedoch keine Glasfaserstifte auf dem Ersatzzahn, sondern eine richtige Schraube wie bei einem normalem Implantat und wo eine Schraube ist, muss ja auch ein Gewinde eingesetzt worden sein. Anscheinend bröckelte der Kiefer schon vorher irgendwann, denn der Zahnarzt sprach laut meinem Mann schon mal von einem Knochenaufbau mit Ochsenknochen. Das scheint wie ich gelesen habe aber eine veraltete Methode zu sein und macht man nun, wie du geschrieben hast mit körpereigenen Knochen. Eine Brücke hat er bereits, die wurde gestern provisorisch erweitert und damit kurzfristig der fehlende Zahn überbrückt, bis wir entschieden haben wie es weitergehen soll.
Wir haben eine private Zusatzversicherung, die auch Chefarztbehandlung beinhaltet, aber ganz ehrlich, manchmal fühlt man sich bei Oberärzten besser aufgehoben, weil die oft noch mehr Praxis haben, aber das muss man von Fall zu Fall entscheiden.
Was die Extraktion betrifft, so frage ich mich wo es risikoärmer ist, in der normalen Praxis beim Zahnarzt, der auf normale Hygiene achtet, beim Kieferorthopäden oder doch lieber in der Mund-Kiefer-Klinik, wo alles noch steriler ist? Ich hab eben etwas Bedenken wegen der Immunschwäche meines Mannes. Die Car-T-Zelltherapie ist zwar schon fast ein Jahr her und es geht ihm prima, aber er braucht immer noch Immunglobuline.
LG, Sunny
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Doris2460 antwortete auf Kiefernekrose - Zahnextraktion
26 Juli 2025 12:26
- Doris2460
672 Beiträge seit
13 August 2022
13 August 2022
Ich habe bei unserer letzten Fragestunde, mit Prof. Knop gefragt, was ich tun sollte, wenn mein Weisheitszahn raus muss, ist zwar anders als bei dir, aber riet mir sogar nach Erlangen oder Würzburg in die Zahnklinik zu gehen, die Erfahrungen mit dem MM haben.
Denke gegebenenfalls könnte es auch ein Chirurg machen. Es sollte aber bereit im Vorfeld Antibiotika geben, die Wunde mit einer entsprechenden Technik (Hautlappen) verschlossen werden und in den ersten Tagen sollen regelmäßige Kontrollen stattfinden.
Denke gegebenenfalls könnte es auch ein Chirurg machen. Es sollte aber bereit im Vorfeld Antibiotika geben, die Wunde mit einer entsprechenden Technik (Hautlappen) verschlossen werden und in den ersten Tagen sollen regelmäßige Kontrollen stattfinden.
Doris
Das Leben geht weiter, selbst wenn es humpelt
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Sunny antwortete auf Kiefernekrose - Zahnextraktion
26 Juli 2025 13:16 - 26 Juli 2025 13:17
- Sunny
-
578 Beiträge seit
07 Januar 2024
07 Januar 2024
Danke Doris, Erlangen oder Würzburg ist ein wenig zu weit für uns, aber ich werde nachforschen wo es einen Kieferchirurgen gibt, der sich mit dem MM auskennt. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass sich die Ärzte in der Mund- und Kieferchirurgie der Uniklinik, in der mein Mann die SZT und Car-T-Zelltherapie gemacht hat, damit auskennen. Vielleicht weiß auch der Kontroll-Onkologe oder die Ärzte der Tagesklinik wohin man sich in unserer Nähe wenden kann, damit wir nicht so weit fahren müssen, denn jeden Tag nach Regensburg zu fahren, ist nicht möglich.
LG Sunny
LG Sunny
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Letzte Änderung: 26 Juli 2025 13:17 von Sunny.
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Doris2460 antwortete auf Kiefernekrose - Zahnextraktion
26 Juli 2025 14:58
- Doris2460
672 Beiträge seit
13 August 2022
13 August 2022
Na klar, Erlangen oder Würzburg wurde mir ja von Nürnberg aus ans Herz gelegt.
Würde auch mal in Regensburg nachfragen, denn dort seid ihr ja sehr zufrieden.
Würde auch mal in Regensburg nachfragen, denn dort seid ihr ja sehr zufrieden.
Doris
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