AMMonline

     

Rienzi antwortete auf Teclistamab
03 Jan. 2026 15:21
  • Rienzi
  • 2 Beiträge seit
    05 November 2025
Hallo Stefan, ich hatte ein Jahr nach der Car-Zell-Therapie wieder steigende Leichtketten. Als neue Therapie wurde im Oktober mit Teclistamab begonnen und bin jetzt im dritten Zyklus.
Die Werte, die jeweils am Ende eines Zyklusses festgestellt werden, waren beide unter der Nachweisgrenze. Wenn das weiter anhält könnte man nach einem halben Jahr eventuell auf 14tägige Gabe umstellen. Das wäre rein von der Zeit her ein Gewinn. Obwohl es bei jeder Behandlung nur um die Verabreichung einer Spritze ist mindestens ein Vormittag vorbei.
Zuerst wird das Blut genommen und untersucht, relativ schnell kommt das OK und dann heißt es warten, bis die Spritze aus der Klinikapotheke kommt. Nach meiner Ankunft um 8:30 Uhr kriee ich die Spritze meist um 12 Uhr, bestenfalls um 11 Uhr (bisher einmal. Zweimal musste ich sogar bis 14 Uhr warten. Mich würde sehr interessieren, wie das woanders gehandhabt wird.
Gruß
Manfred

Lise antwortete auf Teclistamab
03 Jan. 2026 17:04
  • Lise
  • 3 Beiträge seit
    22 November 2025
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ein gutes neues Jahr und weiterhin viel Erfolg

Gruß, Stefan

Gordon_Bloeh antwortete auf Teclistamab
04 Jan. 2026 19:59
  • Gordon_Bloeh
  • 219 Beiträge seit
    03 April 2016
Zur Frage von Manfred (Rienzi) wegen Dauer bei Teclistama-Gabe.
Bei mir dauert es nicht so lange.
Wenn ich um 8:30h in die Klinik (Ottakring - Wien) komme, erfolgt sofort der Fingerstich (Blutabnahme).
Bis zum Arztgespräch Max. 1 Stunde. Wenn er das OK gibt warte ich noch max. 30 Min. bis die Spritze kommt.
Also Rückfahrt um 10:00h. Natürlich kann es sich manchmal verzögern, aber so lange wie Du wartest, habe ich noch nie gewartet.
LGH

Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!

markermurt antwortete auf Teclistamab
13 Jan. 2026 23:35
  • markermurt
  • 2 Beiträge seit
    13 Januar 2026

Hallo zusammen!

Ich wollte gerne mal wissen, ob jemand mit Teclistamab Erfahrungen hat und wenn ja, welche.
Gruss, Stefan

Teclistamab ist eine ziemlich neue Form der Immuntherapie, die vor allem bei multiplem Myelom eingesetzt wird, wenn andere Behandlungen nicht mehr richtig wirken. Es gehört zu den sogenannten bispezifischen Antikörpern. Vereinfacht gesagt bringt es deine eigenen T-Zellen dazu, gezielt die Myelomzellen anzugreifen, indem es beide miteinander „verbindet“.

Was man aus Studien und aus der Praxis weiß: Bei vielen Patienten wirkt das Medikament tatsächlich überraschend gut, vor allem wenn schon viele andere Therapien vorher versagt haben. In großen Studien lag die Ansprechrate bei ungefähr zwei Dritteln der Patienten. Das heißt nicht, dass alle geheilt werden, aber bei vielen geht die Krankheit deutlich zurück, manchmal auch für viele Monate.

Die Kehrseite sind die Nebenwirkungen. Sehr häufig kommt es am Anfang zu einer sogenannten Zytokin-Freisetzungsreaktion. Das fühlt sich oft an wie eine starke Grippe: Fieber, Schüttelfrost, Blutdruckabfall, Müdigkeit. Deshalb bekommen die meisten Patienten die ersten Dosen im Krankenhaus unter Überwachung. Bei vielen lässt das nach den ersten ein oder zwei Gaben deutlich nach, aber in dieser Anfangsphase kann es unangenehm sein.

Ein weiteres großes Thema sind Infektionen. Weil das Immunsystem stark beeinflusst wird, sind Patienten anfälliger für bakterielle und virale Infekte. Viele bekommen deshalb vorbeugend Antibiotika, antivirale Mittel oder Immunglobuline. Auch Blutwerte wie weiße Blutkörperchen oder rote Blutkörperchen können absinken, was wiederum Müdigkeit oder Infektanfälligkeit verstärken kann.

Von Patienten hört man sehr unterschiedliche Erfahrungen. Einige sagen, dass sie nach einer harten Startphase relativ gut mit der Therapie leben konnten und die Krankheit deutlich gebremst wurde. Andere berichten von anhaltender Erschöpfung, wiederkehrenden Infekten oder dass die Wirkung bei ihnen leider nicht lange angehalten hat. Das hängt stark vom individuellen Krankheitsverlauf und vom allgemeinen Zustand ab.

Unterm Strich gilt Teclistamab als eine der wirksameren neuen Optionen für stark vorbehandelte Myelom-Patienten, aber es ist keine „leichte“ Therapie. Sie kann viel bringen, verlangt dem Körper aber auch einiges ab, vor allem am Anfang. Für eine persönliche Entscheidung ist es wichtig, das ganz konkret mit den behandelnden Hämatologen zu besprechen, weil sie am besten einschätzen können, wie groß der Nutzen und wie hoch die Risiken im eigenen Fall sind.

Mapoli antwortete auf Teclistamab
14 Jan. 2026 13:09
  • Mapoli
  • 1676 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Markermurt,

willkommen hier im Forum.

Hast Du Erfahrung mit den bispezifischen AK? Das Forum lebt vom Erfahrungsaustausch. Damit wir auf Deine Berichte spezifischer antworten können, fülle doch bitte Dein Profil aus.

LG
Ma

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