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Der weite Weg meines Myeloms! wurde erstellt von rudi
16 Juli 2011 14:58
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,
sein Leben total verändern nach der Diagnose Krebs - das kann das Leben eventuell verlängern - hört man immer wieder.
Ich habe mein Leben total verändert, durch den Umzug an den Gardasee - aber mit der Prämisse, daß ich mich weiter in Deutschland untersuchen und behandeln lasse. Weil ich ja auch in Deutschland versichert bin und nicht in Italien.

Was bringt so eine Entscheidung mit sich?
Ich muss ganz schön viele Kilometer mit dem Auto zurücklegen nur wegen meinem Multiplen Myelom.

Wenn ich ab und zu lese, daß manchen Patienten und Angehörigen schon 100 oder 200 km zum nächsten Myelomzentrum "viel zu weit ist, dann rechne ich jetzt mal was vor:

Seit meiner Diagnose im Jahr 1999 habe ich bis heute (16. Juli 2011) für die Kontrolluntersuchungen und für die notwendigen Therapien mit dem eigenen Auto ca. 52000 km zurückgelegt.
Jetzt kommen noch 11 Kontrollen im Rahmen der Erhaltungstherapie Revlimid in Würzburg.
Das sind dann nochmal 18000 km mit dem eigenen Auto.
Und danach muss ich alle 3 Monate bis zum nächsten Rezidiv zur Kontrolle nach Deutschland. Jede Kontrolle muss ich wieder mit mindestens 1300 km Gesamtfahrt einplanen.

Trotzdem hoffe ich, dass ich noch Hunderttausende von Km fahren muss bis das Rezidiv kommt :wink:

Also hochgerechnet mit etwas Glück könnte ich auf eine Gesamtstrecke von 120000 km oder mehr kommen - immer mit dem eigenen Auto, vorausgesetzt ich kann immer noch selbst fahren.
Also ich schreibe vielleicht mal ein Buch mit dem Titel:
"Ich bin 3 mal um die Erdkugel gefahren um zu überleben - die unglaubliche Geschichte eines verrückten Myelom Patienten"

Das kostet mich auch eine Stange Geld - aber mein Leben ist mir ja was Wert !

www.youtube.com/watch?v=k49paH8plfY&feature=related


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

gast antwortete auf Der weite Weg meines Myeloms!
16 Juli 2011 17:20
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Hallo Rudi

ich glaube jeder überdenkt seine Lebenssituation nach einer Krebsdiagnose. Ich war bei meiner Reha mit einer Frau mit Brustkrebs viel zusammen. Sie hat sich nach der Diagnose von ihrem Mann getrennt. Sie wollte so nicht mehr weiterleben. Auch ich war der Meinung 37 Jahre Rentenbeiträge zu zahlen sind genug und habe Erwerbsunfähigkeitsrente beantragt die auch befristet genehmigt wurde. Im Moment genieße ich einfach mein Leben.

Anne

Mapoli antwortete auf Der weite Weg meines Myeloms!
16 Juli 2011 22:45
  • Mapoli
  • 1676 Beiträge seit
    18 Juni 2011
Hallo Rudi,
der Titel hört sich super an, das Buch solltest Du schreiben. :-)

Ich würde auch so viele Kilometer fahren, aber die äußeren Umstände (3 kleine Kinder) lassen das leider nicht zu.

Ja, das mit dem Leben ändern, da ist sicher was dran, aber manchmal reich vielleicht auch einfach die Einstellung zu manchen Dingen zu verändern - da habe ich gerade mal den Versuch gestartet, bisher leider noch Erfolglos :oops:, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister....

Ich wünsche Dir auf jeden Fall allzeit gute Fahrt.

(der Link läßt sich übrigens leider nicht öffnen)

LG
Ma

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