AMMonline

     

Inci antwortete auf Entzündeter Port
26 Juli 2011 15:13
  • Inci
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    27 März 2026
Auch ich hatte unterm linken Schlüsselbein einen Port, der während der Induktionstherapie halbwegs funktionierte, obwohl dazu meistens regelrechte Gymnastikübungen wie Arme heben, Oberkörper nach links oder rechts, ein- oder ausatmen usw. erforderlich waren.
Als ich dann nach Beendigung dieser Therapie mit den Heparinspritzen aufhörte, hatte ich innerhalb von 2 Tagen eine kapitale Thrombose im linken Arm. Man wollte mich sofort im Krankenhaus an meinem Wohnort in die Intensivstation aufnehmen. Die Studienzentrale in Wü., bei der ich 1 Woche später einen Termin hatte, verdrei- oder vervierfachte daraufhin die Heparingabe, so dass sich nach 1 Woche die Thrombose aufgelöst hatte. Man beschloss dann trotzdem die Entfernung, wobei aus einem Tag in der Ambulanz dann 4 Tage stationären Aufenthalts wurden, da ich erst nach 2 weiteren, nüchtern verbrachten Tagen und nach einem beachtenswerten Aufstand meinerseits (ich war schon in der Schleuse und unter Dormicum, als die Schwester den Aufklärungsbogen nicht fand) gegen Mitternacht endlich drankam. Unglücklich war ich nicht darüber, weil ich ihn immer ein wenig als Fremdkörper betrachtete und es gibt auch Professoren, die die Ports wegen dieser Gefahr, dass sie sich infizieren oder Thrombosen auslösen, durchaus kritisch sehen.
Alles Gute
Inci

ketem antwortete auf Entzündeter Port
26 Juli 2011 16:48
  • ketem
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    23 Oktober 2009
Hallo Harry,
Rudi hat es schon erwähnt, bei mir wurde der Port im März ausgebaut, weil ich nach dem Spülen eine Infektion bekam. Eingebaut wurde er im Juni 2007, hat also 4 Jahre gehalten. Eine Sanierung des Ports mit Antibiotika war den Ärzten zu gefährlich (Sepsis). Ich bekam 10 Tage Antibiose und nach 5 Tagen hat man den Prt rausoperiert.
ER hat aber wirklich gute Dineste geleistet, auch bei den Blutabnahmen. Was die Venen betrifft, so haben die sich bei mir über die Jahre erheblich verschlechtert und ich bedaure jetzt schon, dass ich keinen Port mehr habe, aber da ich keine Therapie habe im Moment, ist es nutzlos, weiter drüber nachzudenken. Woher genau die Infektion kam, wird man nie ganz feststellen können, aber jedes Anstechen birgt halt die Möglichkeit einer Infektion, auch wenn man in GÖ immer genau auf Desinfektion und Hygiene geachtet hat.
Gruß
Stefan

3x Initialchemo VAD
1x Stammzellensammlung
2x autologe Stammzellentransplantation nach Hochdosischemo
Velcade Erhaltungstherapie nach Hochdosis im Rahmen einer Studie. Seit Dez. 2008 Werte im Normbereich.
Seit Anfang 2012 neuerlicher langsamer Anstieg der Werte. Wird engmaschig kontrolliert
Website-Tagebuch: melcher-holzminden.de

Joerg antwortete auf Entzündeter Port
28 Dez. 2013 06:06
  • Joerg
  • 0 Beiträge seit
    27 März 2026
Trombose am Port Katheter,
ich könnte erbrechen!! Gestern ging es mir schon nicht so besonders gut, aber ich dachte, ok... das ganze Weihnachtsessen, ...vielleicht fand mein Blut diese Idee nicht so gut. Also rasch zurück zum eigentlichen Gesundheitsprogramm. Weg von den vielen Eiweißen, kein Weinchen, viel Wasser, frische Luft und etwas Bewegung. Aber nix. Heute Früh bin ich dann mit einem an Maßen beträchtlichem rechten Arm aufgewacht. Da ich sowieso meine letzte Velcade vom 3. Zyklus bekam, war der Port natürlich auch drann. Der Port ist bei mir an der rechten Schlüsselbeinvene angeschlossen. Im Ultraschallbericht heißt es nun, echoarmer Trombus am Portkatheter, bzw. ...soweit einsehbar umspülter Trombus.

Vielleicht ist es ja auch mein Kopf, welcher das Teil mucken lässt. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass dieser nicht gern genutzt wird. Auf meine Frage hin, ob sie den Port nicht wieder entfernen können, erzählte mir die Dame etwas von "Brückentag". Das Unwort des heutigen Tages :o
Ging nun nach Hause mit Heparin Spritzen für die nächsten Monate. Kann doch wohl auch nicht sein, oder?

Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen. ...ich habe jetzt den 4. Zyklus (Velcade, Dexa, Chlorophosphamid) in der Inducktionstherapie und alle 4 Wochen Biophosphanat, vor mir.
Danach ist ASZT geplant.

Benötige ich unbedingt den Port? Er stellt für mich ein ernst zu nehmendes Risiko dar. Durch Insider Informationen erfuhr ich auch, das Komplkationen überhaupt nicht so selten sind, wie es einem vorm Implantieren versichert wurde.

Ich habe recht günstige Venen, die Schwestern freuen sich immer, vielleicht aber auch nur, weil sie an den Port nicht heran wollen. :bang:

Könnt ihr mir eine Empfehlung geben? ...Wie läuft das bei der ASZT. Habe gelesen, dass dafür sowieso ein ZVK gelegt wird.
Die Uni Essen schreibt, dass der Port bei Trombose entfernt wird.

LG Joerg


dani999 antwortete auf Entzündeter Port
28 Dez. 2013 09:19
  • dani999
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    09 Juni 2013
Hallo Joerg,

ich habe jetzt meine Behandlung seit November abgeschlossen. Ich habe in der ganzen Zeit keinen Port bekommen. Bei der Stammzellenabnahme sind die Schwestern über gute Adern sehr erfreut.:P
Bei der HD mit SZT wurde mir ein ZVK in den Hals gesetzt. Die Prozedur war sehr schnell vorbei. Der ZVK wird mit einem Ultraschallgerät gesetzt. Es war nur ein wenig schmerzhaft, aber wirklich nicht schlimm.
Wie gesagt jetzt habe ich alles durch aber keine guten Venen und hatte keinen Port. Also keine Sorge.

Bis bald
Dani

chrism antwortete auf Entzündeter Port
28 Dez. 2013 16:16
  • chrism
  • 75 Beiträge seit
    10 November 2013
Hallo Jörg,

ich hatte meinen Port leider auch nur ein halbes Jahr, er wurde mir direkt vor der HD entnommen, da leider ein Keim am Port gefunden wurde.
Die Stammzellsammlung läuft im Normalfall eh über die Armvenen, zumindest hat auch bei mir der Port da nicht funktioniert, da dort nicht so viel Druck darüber laufen konnte (zumindest bei meinem Port).

Die HD und Stammzellrückgabe erfolgte dann über einen ZVK.
Der ZVK war zumindest bei mir ziemlich unproblematisch und auch nicht weiter schmerzhaft.
Trotzdem hätte ich es lieber über den Port gehabt, da über den ZVK quasi immer Heparin gegeben wird und man damit immer "am Ständer hängt". Dies hat zumindest mich ziemlich genervt, da man ja, wie in meinem Fall, nur 3 x den ZVK wirklich benötigt. 2x HD und 1x SZT und ansonsten könnte alles andere auch über die Armvenen erfolgen.
Und trotzdem hatte ich ihn 3 Wochen und hing somit auch 3 Wochen meist an der Heparin-24-h-Spritze. :cry:

Liebe Grüße,
Christina

Joerg antwortete auf Entzündeter Port
28 Dez. 2013 19:28
  • Joerg
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    27 März 2026
Danke Dani, danke Christina,

war heute nochmal vorstellig, weil ich meinte, bei schnellem Entfernen des Ports um die mind. 3 Monate Heparin spritzen herum zu kommen. Aber dem ist nicht so. Sie wollen den Port vorserst erhalten. :( Irgendwie mag ich das Ding nicht. Er ist auch bisher nicht oft benutzt worden. Eigentlich nur für Cyclophosphamid und die Schutzmittel. Und damit kam auch sofort die Trombose. Aber egal. Wir werden sehen. Am Ende werden sie einen ZVK legen. Das hab ich irgendwie in der Pi.

Christina, wie lang warst du am Ende stationär? Wieviele Tage? Und ab wann hast du bemerkt, dass dein Blut sich wieder einkriegt, also Besserung bemerkt. Welche war die schlimmste Zeit? Du merkst ich hab Schiss :oops:

Liebe Grüße
Joerg