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IGG's wurde erstellt von carina
13 Dez. 2009 16:53
  • carina
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Hallo Ihr Lieben,
hab mal eine (viellicht ganz dumme) Frage: viele von Euch sind immer so froh, daß ihre IGG's im grünen Breich sind. Ich war bisher immer der Ansicht, daß die freien Leichtketten im Blut sowie der Test nach Bence-Jones viel wichtiger ist. Kann mich mal jemand aufklären? Vielen Dank und noch eine schöne Restadventszeit.
Liebe Grüße Andrea.

joseph antwortete auf IGG's
13 Dez. 2009 22:50
  • joseph
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Hallo Carina

Einige von uns MMler haben kein Leichtkettenmyelom und haben deshalb eher Probleme mit den IGGs

Ich persöhnlich bin auch ein Leichtkettenmyelomer, erschwerend betreff die Kontrolle per Serum kommt noch hinzu, dass ich keinen monoklonalen Pik ausbilde, also auch nicht über Paraproteine kontrolliert werden kann

Ich kann nur über die Leichtketten im Serum und Urin kontrolliert werden, mein IGG war vor und seit meiner Diagnose nie ausser Normbereich

Liebe Grüsse

Joseph

rudi antwortete auf IGG's
14 Dez. 2009 00:03
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,

Die Häufigkeit der unterschiedlichen Immunglobulinisotypen beim Multiplen Myelom entspricht der physiologischen Verteilung: IgG tritt mit 53% am häufigsten auf, gefolgt von IgA mit etwa 25%, während IgD ca. 1% aller Myelome ausmacht.
Leichtkettenmyelome sind unter den MM-Erkrankungen mit ca. 20% recht häufig vertreten. Das niedrige Molekulargewicht der Leichtketten ist der Grund für ihre freie Nierendurchlässigkeit. Beim Leichtkettenmyelom kommt es durch Einlagerung von Eiweißen zu Amyloidablagerungen. Eine Überlastung des Nieren-Filtrationsvermögens kann eine progrediente Nierenschädigung zur Folge haben. Diese für Myelom-Erkrankung typische Myelomniere kann letztendlich zur terminalen Niereninsuffizienz führen. Die Einführung der Diagnostik freier Leichtketten in Serum und Urin erleichtert heute die Verlaufskontrolle der seltenen asekretorischen Myelome (keine Immunglobulin-Spitzen im Blut messbar) (bei 3% der symptomatischen MM).

Viele MM Patienten mit IgG, IgA - Erhöhungen haben normale Leichtkettenwerte innerhalb der Toleranz und der andere Extremfall sind eben diese, die nur Leichtkettenerhöhungen haben aber alle Immunglobuline im Normbereich bzw. nur Immunglobulinmangel aber keine monoklonale Erhöhung.

Ich selbst habe z.B. IgG Lambda Myelom mit zur Zeit IgG so um die 4500. Aber meine Kappa und Lambda Leichtketten sind nicht außer Toleranz und im Urin sind keine erhöhten Eiweißausscheidungen (Bence Jones Eiweiß) meßbar.

LG
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

sergio antwortete auf IGG's
14 Dez. 2009 10:31
  • sergio
  • 479 Beiträge seit
    27 Oktober 2009
hallo,
ich habe ein LK Myelom Typ Kappa, und bei waren die IGGs bei Diagnose alle in der Norm, nur im Urim und im Serum waren die LK festzustellen. Nach den Therapien sind meine IGGs dann alle unter Normbereich gefallen, da ich in CR bin, und auch die LK im Serum sind im Verhaeltnis im Normbereich, aber absolut eher niedrig, aber das ist meisten so nach SZT.
Eine interessante und ausfuehrliche Erklaerugn der LK usw. hat Margaret vor einigen Tagen gelinkt, alles aber auf Englisch
www.wikilite.com/wiki/index.php/Main_Page

In der letzten Blutkontrolle sind meine IGG's Richtung Normbereich gestiegen,

sergio

Rudi schrieb: Hallo,

Die Häufigkeit der unterschiedlichen Immunglobulinisotypen beim Multiplen Myelom entspricht der physiologischen Verteilung: IgG tritt mit 53% am häufigsten auf, gefolgt von IgA mit etwa 25%, während IgD ca. 1% aller Myelome ausmacht.
Leichtkettenmyelome sind unter den MM-Erkrankungen mit ca. 20% recht häufig vertreten. Das niedrige Molekulargewicht der Leichtketten ist der Grund für ihre freie Nierendurchlässigkeit. Beim Leichtkettenmyelom kommt es durch Einlagerung von Eiweißen zu Amyloidablagerungen. Eine Überlastung des Nieren-Filtrationsvermögens kann eine progrediente Nierenschädigung zur Folge haben. Diese für Myelom-Erkrankung typische Myelomniere kann letztendlich zur terminalen Niereninsuffizienz führen. Die Einführung der Diagnostik freier Leichtketten in Serum und Urin erleichtert heute die Verlaufskontrolle der seltenen asekretorischen Myelome (keine Immunglobulin-Spitzen im Blut messbar) (bei 3% der symptomatischen MM).

Viele MM Patienten mit IgG, IgA - Erhöhungen haben normale Leichtkettenwerte innerhalb der Toleranz und der andere Extremfall sind eben diese, die nur Leichtkettenerhöhungen haben aber alle Immunglobuline im Normbereich bzw. nur Immunglobulinmangel aber keine monoklonale Erhöhung.

Ich selbst habe z.B. IgG Lambda Myelom mit zur Zeit IgG so um die 4500. Aber meine Kappa und Lambda Leichtketten sind nicht außer Toleranz und im Urin sind keine erhöhten Eiweißausscheidungen (Bence Jones Eiweiß) meßbar.

LG
Rudi


Sergio

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