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HILFE! Schon wieder pathologische Fraktur . . . wurde erstellt von KretaKater
26 Apr. 2010 12:16
  • KretaKater
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Ihr Lieben,

alles sah so gut aus, die Blutwerte waren in einem akzeptablen Bereich, gerade hatten wir uns an die Situation gewöhnt . . . aber seit Mitte der letzten Woche hatte mein Mann Schmerzen im Oberschenkel und eigentlich wollten wir das diese Woche abklären . . .. heute morgen, beim normalen Gehen, bricht der Knochen. Ich bin in einem absoluten Schockzustand.
Er ist jetzt Rechts der Isar und wird in der nächsten Stunde wohl operiert werden.

Ich begreife das alles nicht . . .

Traurige Grüße
Britta


26 Apr. 2010 13:39
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo liebe Britta,
ein Knochenbruch ist immer etwas fatales, aber wenn es gut und ohne großes Risiko zu operieren ist, dann ist das in 4 Wochen auch wieder zu ertragen.
Wann habt ihr denn das letze Mal ein plasmozytomspezifisches röntgen nach "Paiser Schema" oder ein Plamozytomspezifisches -Ganzkörper Low-Dose CT zum rechtzeitigen Erkennen von Osteolysen machen lassen ???
Wenn das zu lange zurückliegt, konnte man die drohende Entwicklung von statikgefährdenten oder bruchgefährdeten Löchern in den Knochen nicht erkennen. Dann kann es von Heute auf Morgen krachen:bang:

Wie Dr. Peter M. in seinem Bericht schrieb:
Ein Patient hat beim zusammentackern von zwei Blättern Papier den Oberarm gebrochen. Die geringste Belastung kann bei großen Ostolysen den Knochen bersten lassen. Das ist das Schicksal von über 70 % der Myelom Patienten, das die Knochen mit die größten Probleme machen.

Aber Britta du wirst sehen, wenn ein paar Tage vergangen sind, dann wird alles wieder erträglicher werden.

Liebe Grüße
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

28 Apr. 2010 11:22
  • KretaKater
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Danke Rudi für Deine lieben Worte . . .

Nun neige ich ja nicht gerade zum Pessimismus, aber das macht mir große Sorgen. Inzwischen ist mein Mann von der Intensiv auf die Normalstation verlegt worden. Er ist absolut verzweifelt, nicht nur wegen der Schmerzen - da ist er ja recht hart im Nehmen. Aber das ist eine heftige Zäsur und seine Angst, seine Beweglichkeit nun ganz einzubüßen, ist nicht unbegründet.

Ich kann mir auch nicht so richtig vorstellen, wie so ein geschädigter Knochen wieder zusammenwachsen soll. Das ist ja nicht irgendein normaler Unfallbruch, sondern pathologisch. Hat hier jemand Erfahrungen damit, wie man die Knochenheilung aktivieren kann?

Außerdem: wie muss ich mir das vorstellen mit den Myelomzellen? Feiern die jetzt ne riesengroße Party weil sie "raus" durften? Der Knochen wurde zweifach genagelt :roll: und das soll reichen???

Ich habe ihm erst einmal Arnica in einer Hochpotenz gegeben und werde natürlich weiter homöopathisch unterstützen, wahrscheinlich mit Symphytum . . .

Und zu Deiner Frage: Nein! Es wurden keine Ganzkörper-CTs gemacht, die ganze Zeit hatten alle nur die Wirbelsäule im Fokus, dass da noch woanders was nagt, hat keiner bedacht . . . :bang:

LG
Britta

28 Apr. 2010 13:15
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Britta,
diese Nägel sind sehr groß und stabil und halten den Knochen zusammen, sodaß statische Stabiliät gegeben ist. Eventuell bleiben die "Nägel" (eher lange Matallstangen) für immer drin, dann kann er den Fuß schon wieder belasten.
Ich habe ja auch schon 11 Jahre 8 Schrauben und zwei Stangen in der Wirbelsäule - das bleibt für immer drin.
Ist denn der Lange Röhrenknochen gebrochen oder der Oberschenkelhals??
Wenn die Stelle von MM sehr zerfressen war, dann könnte man evnetuell diese Stelle lokal bestrahlen - damit der Fraß nicht weitergeht.
Das müsst ihr mit den Onkos besprechen.
Sobald als möglich wieder auf die Beine kommen und herumlaufen ist das Beste für eine schnelle Rekonvaleszenz und Heilung der Wunde und des Knochens. Es fällt am Anfang zwar schwer mit den Schmerzen sich aufzuraffen und zu laufen - aber im Bett zu liegen ist auf Dauer das Falsche. Am Anfang eben mit Rollator und dann mit Krücken und nach 4 Wochen müsste es schon wieder frei gehen.

Nimmt er weiter Bisphosphonate?
Wenn nein, dann wäre eine BIFI Therapie über 1 Jahr mindestens mal wieder angesagt.
Und ein Ganzkörper CT zum Festellen des Status Quo wäre auch gut.
Manchmal ist man zwar sorgenfreier wenn man von den Löchern nichts weiß - aber dann kracht es eben unverhofft mal und das ist auch schlimm.

Nach meiner schweren 7 stündigen Wirbelsäulen OP bin ich 1999 nach 1 Woche schon wieder fleißig im Krankenhausflur und Treppenhaus rumgelaufen und hatte auch nach 1 Woche schon die erste Physiotherapie-Behandlung. Man muß auf die Zähne beißen.

Viel Mut und Kraft
Rudi

Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

28 Apr. 2010 15:09
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Liebe Britta,

es tut mir sehr leid für deinen Mann (und für dich). Dieses Myelom ist ein tückischer Gegner.

Mein Mann konnte 2006 nur flach auf dem Rücken liegen - ich habe in Gedanken schon das Haus behindertengerecht umgebaut, Pflegebett und Treppenaufzug inklusive.

Vorhin hat er im Garten Geranien gepflanzt. Nach jedem Pflänzchen braucht er zwar eine halbe Stunde Pause, aber dann geht's weiter.

Nur so viel zur Regenerationsfähigkeit des menschlichen Körpers.

Wie lange das weiter geht, weiss ich nicht. Wir leben nur noch für jeden einzelnen Tag und versuchen, das Beste aus den 24 Stunden herauszuholen. Manchmal mehr, manchmal fast nichts. Aber wir haben bisher nach jedem "Tief" wieder ein Stück "Hoch" erlebt.

Neben diesem Mutmach-Beitrag schicke ich dir ein Paket Kraft, eine Tüte gute Nerven und eine Umarmung. Grüß deinen Mann von uns Fories... und halt den Kopf oben.

Liebe Grüße,
Margret






28 Apr. 2010 17:31
  • Caro
  • 689 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Liebe Britta,

habt Ihr die Onkos schon mal auf Bestrahlungen angesprochen?? Den MM Zellen vergeht da nämlich ganz schön die Partylaune:evil:

Mein LG hatte im letzten Sommer eine Fraktur mit Weichteilbefall am Jochbein unter dem Auge ohne dass er von dem Bruch als solches was gemerkt hat. Nur die schmerzhafte Schwellung - CT und siehe da, das MM hat sich zurückgemeldet nach 1 1/2 Jahren CR. Aber die Schwellung und die Schmerzen gingen nach den Bestrahlungen schnell weg und das MRT im Februar hat gezeigt, dass die Knochen wieder zusammengewachsen sind und vom MM nix mehr zu sehen.:lol:

Das mit dem MM ist halt ein ewiges Auf und Ab - auch bei uns läuft's ja gerade nicht so toll.

Aber es muss und wird ja weitergehen

Liebe Grüße auch an Deinen Mann

Caro

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