AMMonline

     

06 Mai 2010 16:19
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Boehringer Ingelheim und Micromet, Inc. gaben heute den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung für die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung eines neuen BiTE-Antikörpers zur Behandlung von multiplem Myelom bekannt.

Bitte hier weiterlesen: www.presseportal.de/pm/65188/1608932/micromet_inc

  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo,
wieder mal wird berichtet, das man jetzt wohl bald das multiple Myelom im Griff haben wird !!!????

Und in der Pressemitteilung wird psychologisch geschickt formuliert:

Trotz der jüngsten Fortschritte bei der Behandlung von multiplem Myelom gilt diese Krankheit noch immer als weitgehend unbehandelbar.
.............und wir sind davon überzeugt, dass ein BiTE-Antikörper dazu beitragen kann, die klaffenden Behandlungslücken beim multiplen Myelom zu füllen"

Es wird so dargestellt, als hätte man bisher so gut wie keine Behandlungsmöglichkeit und selbst darin sind noch "klaffende Lücken" enthalten :roll:

Und unser BiTE Antikörper wird das jetzt alles besser machen und "richten" - blablabla - wenn dem endlich mal so wäre - dann würde ich ja nicht kritisieren.

Das ist das schöne an Aktiengesellschaften:
Schon bei der Ankündigung eines neuen "vielversprechenden" Produktes schnellen die Aktienkurse der Unternehmen um einige Prozentpunkte nach oben und schwupps sind schon mal hunderte Millionen verdient obwohl noch keine einzige Packung der Antikörper über den Apothekentisch gewandert ist. Vom wirklichen späteren Erfolg gegen das MM mal ganz abgesehen.

Aber hoffen wir mal das es diesesmal klappt mit den "Antikörpern":wink:


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

  • Caro
  • 689 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Rudi,

ich finde es, obwohl hier sicherlich auch auf Gewinne spekuliert wird, doch sehr beruhigend, dass weiter nach Antikörpern gegen MM geforscht wird. Sind ja noch andere - wie BT 062 und Elotuzumab - die bereits in Studien an Menschen erprobt werden, im kommen. Mein Physiotherapeut ist mit 34 an NHL erkrankt und dank Retuximab seit Jahren krankheitsfrei. Da hat man für dieses Lymphom endlich die echte Wunderwaffe gefunden. Warum soll das nicht auch irgendwann beim MM soweit sein.

Die Hoffnung stirbt zuletzt !!!

LG in die Runde

Caro

06 Mai 2010 21:10
  • Martin.Q
  • 512 Beiträge seit
    18 August 2009
Vielen Dank f. die Info....

Ich denke auch, dass gerade im Antikörperbereich in der Behandlung von MM sehr große Chance bestehen. Die erstem Ergebnisse von Elotuzumab zeigen das ja auch...

VLG in die Runde!!

07 Mai 2010 07:52
  • Margret
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Lieber Rudi,

es ist grundsätzlich gut, dass mit Medikamenten Gewinne gemacht werden. Sonst gäbe es ja keinen Anreiz, welche zu entwickeln.

Auch die heute bewährten Mittel Revlimid und Velcade waren mal im Experimentierstadium, es wurde viel Hoffnung daran geknüpft, es gab vielfältige Studien, es wurden und werden Gewinne damit gemacht.

Ich verstehe deine grundsätzliche Kritik - dass nämlich aus einer klitzekleinen und vagen Erfolgsmeldung ein deutlicher Anstieg des Aktienkurses werden kann.

Ja. Ja, aber: Was ist die Alternative?

Die meisten Menschen hier im Forum wären ohne Medikamente (daraus folgend: Ohne Pharmaindustrie..., ohne das Gewinnstreben der Unternehmen und Börsianer..., ...) bereits tot. Unbehandelt endet das Leben mit MM im Stadium III nämlich im Schnitt nach 6 Monaten.

Ich muss das dahinter steckende System nicht toll finden, aber ich sehe keine sinnvolle Alternative. So lange das so ist, bin ich dankbar für jede Neuentwicklung, die vielleicht meinem Mann beim Überleben hilft. So einfach. So pragmatisch.

Liebe Grüße,
Margret







07 Mai 2010 10:41
  • Feuerfuchs
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Hallo Ihr Lieben,

meiner Meinung nach haben wir eines der besten Gesundheitssysteme der Welt und es geht nicht um Alternativen sondern darum, Mißstände aufzuzeigen und abzustellen (Loben kommt eindeutig zu kurz) - eben um dieses System zu erhalten.

frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,8060087,00.html

Die Pharmakonzerne sind Wirtschaftsunternehmen (Ziel Gewinnmaximierung), sehr umtriebig (mit ihre Lobbyisten) und geeignete und gleichwertige Gegenspieler (aus Politik, Öffentlichkeit, Interessenverbänden, Krankenkassen) sind notwendig, eben damit das System bestehen bleibt....

Liebe Grüße
P. S. In der Forschungsabteilung von Boehringer werden durch die Cooperation auch die Arbeitsplätze zweier meiner Freunde gesichert.

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