AMMonline

     

04 Juni 2025 19:01
  • Rosa21
  • 74 Beiträge seit
    24 November 2022
Liebe Mitpatientinnen,

ich suche Leidensgenossinnen, denen es ähnlich geht. Ich würde mich freuen, wenn sich jemand zum Austausch findet.
Mich würde interessieren, ob ihr Hormone nehmt oder etwas Pflanzliches oder Homöopathisch oder lieber gar nichts.
Ich befinde mich in Lena Erhaltungstherapie. Was sagen eure Onkologen zu diesem Thema?

Gerne könnt ihr mich auch privat anschreiben...

Viele liebe Grüße

04 Juni 2025 20:14 - 04 Juni 2025 20:16
  • Viviane1968
  • 101 Beiträge seit
    04 Januar 2020
Liebe Rosa21

Ich wurde nicht wegen des Myeloms in die Wechseljahre katapultiert sondern wegen eines Brustkrebses im Alter von 46 Jahren. Da der Brustkrebs hormonabhängig war, durfte ich natürlich auch keine Hormone nehmen, auch keine Phytohormone. Im Gegenteil, ich musste noch eine Antihormontherapie machen, die die Aromatase hemmt, sodass im Körper so wenig Hormone wie möglich vorkamen. Die Antihormontherapie dauerte 5 Jahre (bis Ende 2019). Ich hatte vor allem folgende Symptome:
- Schlaflosigkeit zwischen 2:00 und 5:00 morgens, war jedoch um 7:00 dann fit genug, um einen Arbeitstag durchzustehen. Das hat mich selbst immer gewundert. Habe 100% gearbeitet.
- Wärmeschübe, jedoch ohne Schweissausbrüche. Mir wurde reinfach plötzlich sehr warm, als Gegenmassnahme habe ich immer direkt ein eiskaltes Glas Wasser getrunken.
- Trockene Schleimhäute (Gleitgel ein Muss, cremen, cremen, cremen...)
- 10kg Gewichtszunahme in 6 Monaten, die ich jedoch mühsam wieder abgespeckt habe (im Zeitraum von ca. einem Jahr).

Ich hatte damals im Vorfeld mit einem Professor für Biochemie gesprochen. Er sagte mir, dass ich Ähnliches zu erwarten haben werde wie in der Stillzeit nach den Geburten, da diese Phase hormonell ähnlich ist: Und was soll ich sagen, bei mir war es genauso.

Mein Allerheilmittel gegen alle Wechseljahrbeschwerden war der Sport. Das ist soundso mein bestes Medikament ;).

LG, Viviane
Letzte Änderung: 04 Juni 2025 20:16 von Viviane1968.

05 Juni 2025 09:16
  • Resi-WW
  • 9 Beiträge seit
    18 Mai 2024
Liebe Rosa21

mich hatte ebenfalls die Chemo zur Behandlung von Brustkrebs in die Wechseljahre katapultiert. Auch wenn mein Krebs nicht durch Hormone zum Wachsen angeregt wurde, waren Hormone oder Phytohormone absolut tabu.
Es gibt Antidepresiva, die auch gegen Wechseljahrsbeschwerden helfen. Ich habe die damals in einer sehr niedrigen Dosierung genommen und das Gefühl gehabt, dass die auch helfen. Allerdings hatte ich nach einiger Zeit auch das Gefühl, dass ich mich durch die Tabletten verändert habe. Nach dem Absetzen hatte ich einige Tage richtig "Katzenjammer".
Empfohlen wird immer wieder Yoga und es gibt wohl auch die Möglichkeit Besserung durch den Einsatz von Aromatherapie zu erzielen.
So blöde der Zustand auch ist, er geht vorbei ;-)

05 Juni 2025 11:16 - 05 Juni 2025 11:18
  • Viviane1968
  • 101 Beiträge seit
    04 Januar 2020
P.S: Bei mir haben die Wechseljahrbeshcwerden ca. 1 Jahr gedauert, danach war der Schlaf wieder völlig OK. Die Hitzeschübe habe ich nur noch, wenn ich einen Virus eingefangen habe. Meine Osteoporosemessung dieses Jahr ergab eine leichte Osteopenie und wird nicht behandet. LG
Letzte Änderung: 05 Juni 2025 11:18 von Viviane1968.

05 Juni 2025 13:49
  • Rosa21
  • 74 Beiträge seit
    24 November 2022
Vielen Dank für die Antworten.
Ich bespreche mich mit den Onkologen.

Liebe Grüße

07 Juni 2025 21:01
  • Diddlmaus
  • 1299 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
Hallo

Ich habe im Alter von 36 Jahren meine Hochdosischemo gemacht und bin dadurch in die Wechseljahre gekommen.

Ich habe keinerlei Hormone eingenommen. Die Wechseljahsbeschwerden sind im allgemeinen Rauschen der Erkrankung und ihrer Therapie untergegangen und waren (wenn überhaupt vorhanden) vernachlässigbar.

Grüsse

Diddlmaus

"Sometimes gifts come in strange packages"

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