Commerz und Menschenwürde wurde erstellt von Feuerfuchs
21 Apr. 2011 10:59
- Feuerfuchs
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hallo,
ein Freund hat mit diesen Link geschickt. Mir ist einfach nur schlecht.
www.visiongain.com/Report/603/World-Mult...ent-Market-2011-2021
Will ich die Realität, dass es auch das gibt, nicht wahrhaben?j(':bang:')
Lieben Gruß Feuerfuchs
ein Freund hat mit diesen Link geschickt. Mir ist einfach nur schlecht.
www.visiongain.com/Report/603/World-Mult...ent-Market-2011-2021
Will ich die Realität, dass es auch das gibt, nicht wahrhaben?j(':bang:')
Lieben Gruß Feuerfuchs
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Margret antwortete auf Commerz und Menschenwürde
21 Apr. 2011 11:16
- Margret
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Ein Tipp für die, die nicht so gut englisch können:
Den Text aus dem link kopieren, auf google-Übersetzer gehen, dort einfügen und auf "übersetzen" klicken. Das Ergebnis ist sprachlich nicht schön, aber doch lesbar und verständlich.
Die ersten Sätze beispielsweise lesen sich dann so:
Unser Bericht zeigt Ihnen FuE Trends und Umsatzwachstum Potenzial. Was sind die Perspektiven für die Behandlung mit multiplem Myelom Markt ab 2011? Unser neuer Bericht zeigt Ihnen seine Umsatzpotenzial von 2011 bis 2021. Wir prognostizieren und zu erklären, die kommerziellen Möglichkeiten in dieser Branche und Markt.
[Aus urheberrechtlichen Gründen darf der komplette Text hier nicht eingestellt werden, daher bitte bei Interesse selbst im Original lesen bzw. übersetzen lassen.]
Liebe/r Feuerfuchs,
was überrascht dich so? Hab ich was überlesen? Es ist völlig normal, dass nur in die Forschungen investiert wird, mit deren Ergebnis sich Geld verdienen lässt. Ja, das ist bei Pharmazeutika ethisch schwierig, gar keine Frage. Aber genau so funktioniert unsere Welt, in allen Branchen...
Und letztlich, bei allem Frust: Was ist die Alternative???
Du hast als Überschrift die Menschenwürde ins Spiel gebracht. Ich verstehe, was du meinst. Ganz pragmatisch: Menschenwürde besteht für mich darin, einem Krebspatienten so viele und so gute Jahre wie eben möglich zu geben. Dass damit viel Geld verdient wird - na bitte... Wäre der Menschenwürde mehr gedient, wenn es wegen fehlender Verdienstmöglichkeiten keine pharmazeutische Forschung gäbe?
Vor ca. 15 Jahren hatte ein MM-Patient im Durchschnitt 6 Monate nach Diagnose zu leben. Und heute?
Das ist alles nicht "das Gelbe vom Ei", aber Besseres haben wir nun mal nicht.
Liebe Grüße in die Runde,
Margret
So, wer jetzt noch Tippfehler findet, darf sie behalten... sorry.
Den Text aus dem link kopieren, auf google-Übersetzer gehen, dort einfügen und auf "übersetzen" klicken. Das Ergebnis ist sprachlich nicht schön, aber doch lesbar und verständlich.
Die ersten Sätze beispielsweise lesen sich dann so:
Unser Bericht zeigt Ihnen FuE Trends und Umsatzwachstum Potenzial. Was sind die Perspektiven für die Behandlung mit multiplem Myelom Markt ab 2011? Unser neuer Bericht zeigt Ihnen seine Umsatzpotenzial von 2011 bis 2021. Wir prognostizieren und zu erklären, die kommerziellen Möglichkeiten in dieser Branche und Markt.
[Aus urheberrechtlichen Gründen darf der komplette Text hier nicht eingestellt werden, daher bitte bei Interesse selbst im Original lesen bzw. übersetzen lassen.]
Liebe/r Feuerfuchs,
was überrascht dich so? Hab ich was überlesen? Es ist völlig normal, dass nur in die Forschungen investiert wird, mit deren Ergebnis sich Geld verdienen lässt. Ja, das ist bei Pharmazeutika ethisch schwierig, gar keine Frage. Aber genau so funktioniert unsere Welt, in allen Branchen...
Und letztlich, bei allem Frust: Was ist die Alternative???
Du hast als Überschrift die Menschenwürde ins Spiel gebracht. Ich verstehe, was du meinst. Ganz pragmatisch: Menschenwürde besteht für mich darin, einem Krebspatienten so viele und so gute Jahre wie eben möglich zu geben. Dass damit viel Geld verdient wird - na bitte... Wäre der Menschenwürde mehr gedient, wenn es wegen fehlender Verdienstmöglichkeiten keine pharmazeutische Forschung gäbe?
Vor ca. 15 Jahren hatte ein MM-Patient im Durchschnitt 6 Monate nach Diagnose zu leben. Und heute?
Das ist alles nicht "das Gelbe vom Ei", aber Besseres haben wir nun mal nicht.
Liebe Grüße in die Runde,
Margret
So, wer jetzt noch Tippfehler findet, darf sie behalten... sorry.
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Feuerfuchs antwortete auf Commerz und Menschenwürde
21 Apr. 2011 12:47
- Feuerfuchs
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Liebe Magret,
so viele und gute Jahre wie möglich - das sehe ich genauso.
Was empört mich? Das ist eine Marktanalyse für die Zukunft. Beispielsweise der Aspekt, welches forschende Pharmaunternemen wird sein neues weiterentwickeltes Medikament auf den Markt bringen, wenn das Gewinnpotential des "alten" noch nicht voll ausgeschöpft ist?
Solche Aspekte. Und mir wäre wohler, wenn die Intressenlagen klarer wären, wer was und warum optimieren will, welcher Einfluß und Macht diese Instanzen haben und mit wem wie verquickt sind.
Wie du schreibst - so funktioniert unser Welt - auch. Antriebe sind auch Idealismus, Mitgefühl - die auch gerne mal sekundär vermarktet werden.
Ich bin wohl empört, weil ich Illusionen aufgesessen bin.
Lieben Gruß Feuerfuchs
so viele und gute Jahre wie möglich - das sehe ich genauso.
Was empört mich? Das ist eine Marktanalyse für die Zukunft. Beispielsweise der Aspekt, welches forschende Pharmaunternemen wird sein neues weiterentwickeltes Medikament auf den Markt bringen, wenn das Gewinnpotential des "alten" noch nicht voll ausgeschöpft ist?
Solche Aspekte. Und mir wäre wohler, wenn die Intressenlagen klarer wären, wer was und warum optimieren will, welcher Einfluß und Macht diese Instanzen haben und mit wem wie verquickt sind.
Wie du schreibst - so funktioniert unser Welt - auch. Antriebe sind auch Idealismus, Mitgefühl - die auch gerne mal sekundär vermarktet werden.
Ich bin wohl empört, weil ich Illusionen aufgesessen bin.
Lieben Gruß Feuerfuchs
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Margret antwortete auf Commerz und Menschenwürde
21 Apr. 2011 13:29
- Margret
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
...ja, das stimmt und wer könnte das nicht verstehen...?
Um es auf die Spitze zu treiben: Idealismus und Mitgefühl wirken sich nicht positiv auf den Börsenkurs aus - und nur der zählt. Der Gott des "Shareholder Value", der weltweit angebetet wird, fordert nun mal Opfer.
Unternehmen legen zunehmend Wert darauf, dass ihr Image stimmt: Politisch korrekt, nachhaltig (ist in dieser Bilanzsaison ein 'must have') und seit Fukushima auch ein bißchen "öko-bio-grün-irgendwas". In der Pharmaindustire mag noch der glorreiche Anspruch des "Helfens" dazukommen. Du kennst sicher die TV-Werbung mit den Schwerkranken, die für die "Forschenden Pharmaunternehmen" Reklame machen. Soviel zur Fassade.
Am Ende gehts aber doch immer um Gewinnmaximierung, Marktausschöpfung, Dividenden und nicht zuletzt Vorstandsbezüge.
Angesichts der ungeheuren Angst, die schon das Wort "Krebs" auslöst, wäre es doch geradezu dumm, diesen Faktor nicht für sich/sein Unternehmen zu nutzen.
Da wird mit "signifikant höherer Lebenserwartung" geworben und bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass man über einen statistischen Vorteil von wenigen Wochen redet. Dafür lässt man sich mit irrsinnigen Arzneimittelpreisen bezahlen, die ja - wie wir inzwischen wissen - die Pharmaunternehmen fast im Alleingang festlegen dürfen. Die Frage ist auch, wie lange sich die Solidargemeinschaft in D das noch leisten kann/will. In vielen Ländern Europas gibt es bereits strikte Altersbegrenzungen für Therapien, unabhängig vom Gesundheitszustand. In GB beispelsweise gibt es ab 75 Jahren (!) keine Chemo auf Krankenkassenkosten mehr. In anderen Ländern wird ähnlich rigide vorgegangen.Da ist unsere Lage in D noch vergleichsweise entspannt.
Das ist bitter, das ist zynisch, gewiss. Aber was ist die Alternative?
Es ist manchmal schwierig, nicht bitter zu werden... und manchmal unmöglich...
Trotzdem: Liebe Grüße,
Margret
Um es auf die Spitze zu treiben: Idealismus und Mitgefühl wirken sich nicht positiv auf den Börsenkurs aus - und nur der zählt. Der Gott des "Shareholder Value", der weltweit angebetet wird, fordert nun mal Opfer.
Unternehmen legen zunehmend Wert darauf, dass ihr Image stimmt: Politisch korrekt, nachhaltig (ist in dieser Bilanzsaison ein 'must have') und seit Fukushima auch ein bißchen "öko-bio-grün-irgendwas". In der Pharmaindustire mag noch der glorreiche Anspruch des "Helfens" dazukommen. Du kennst sicher die TV-Werbung mit den Schwerkranken, die für die "Forschenden Pharmaunternehmen" Reklame machen. Soviel zur Fassade.
Am Ende gehts aber doch immer um Gewinnmaximierung, Marktausschöpfung, Dividenden und nicht zuletzt Vorstandsbezüge.
Angesichts der ungeheuren Angst, die schon das Wort "Krebs" auslöst, wäre es doch geradezu dumm, diesen Faktor nicht für sich/sein Unternehmen zu nutzen.
Da wird mit "signifikant höherer Lebenserwartung" geworben und bei näherem Hinsehen stellt sich heraus, dass man über einen statistischen Vorteil von wenigen Wochen redet. Dafür lässt man sich mit irrsinnigen Arzneimittelpreisen bezahlen, die ja - wie wir inzwischen wissen - die Pharmaunternehmen fast im Alleingang festlegen dürfen. Die Frage ist auch, wie lange sich die Solidargemeinschaft in D das noch leisten kann/will. In vielen Ländern Europas gibt es bereits strikte Altersbegrenzungen für Therapien, unabhängig vom Gesundheitszustand. In GB beispelsweise gibt es ab 75 Jahren (!) keine Chemo auf Krankenkassenkosten mehr. In anderen Ländern wird ähnlich rigide vorgegangen.Da ist unsere Lage in D noch vergleichsweise entspannt.
Das ist bitter, das ist zynisch, gewiss. Aber was ist die Alternative?
Es ist manchmal schwierig, nicht bitter zu werden... und manchmal unmöglich...
Trotzdem: Liebe Grüße,
Margret
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Feuerfuchs antwortete auf Commerz und Menschenwürde
21 Apr. 2011 14:21
- Feuerfuchs
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Liebe Magret,
ich kenne keine Alternative - vielleicht gibt es einfach keine. Aber gewiß "kleine Maßnahmen". Öffentlichkeit, Klarlegungen. Oder universitäre, mit öffentlichen Geldern finanzierte Forschung, wie sie immer noch stattfindet. Und wenn Kapitalismus, dann richtig. Dass sich der Staat, die Gesellschaft wie ein Firma, das Wohl der ganzen Firma im Sinne, verhält. Ich meine, dass diese "Allgemeingüter" dann nicht umsonst oder billig den Pharmafirmen zu Verfügung steht, sondern nur, wenn sich die Öffentliche Hand dann ihmem Vertragspartner gemäß " kapitalistisch" gebärdet und diesem eine angemessene Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber für diesen Nutznieß abverlangt. Das gerechnet wird, Gewinn gemacht wird ist richtig, aber wie gerechnet wird könnte man ändern.
Viel Gewinn entsteht durch das Abschöpfen und Einstreichen Öffentlicher Gelder. Beispielsweise Atomstrom mit einer realistischen Einschätzung der Folgekosten, ohne öffentliche Förderung, wäre unbezahlbar.
Und Klarheit hätte mir sehr geholfen. Eine unabhängige Einschätzung und Wertung von Therapiemöglichkeiten. Ich wollte nicht mit Rat schlagen, falsche Hoffnungen machen, tröstliche Dinge verbreiten, die ich lass, aber nicht einschätzen kann.
LG Feuerfuchs
ich kenne keine Alternative - vielleicht gibt es einfach keine. Aber gewiß "kleine Maßnahmen". Öffentlichkeit, Klarlegungen. Oder universitäre, mit öffentlichen Geldern finanzierte Forschung, wie sie immer noch stattfindet. Und wenn Kapitalismus, dann richtig. Dass sich der Staat, die Gesellschaft wie ein Firma, das Wohl der ganzen Firma im Sinne, verhält. Ich meine, dass diese "Allgemeingüter" dann nicht umsonst oder billig den Pharmafirmen zu Verfügung steht, sondern nur, wenn sich die Öffentliche Hand dann ihmem Vertragspartner gemäß " kapitalistisch" gebärdet und diesem eine angemessene Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber für diesen Nutznieß abverlangt. Das gerechnet wird, Gewinn gemacht wird ist richtig, aber wie gerechnet wird könnte man ändern.
Viel Gewinn entsteht durch das Abschöpfen und Einstreichen Öffentlicher Gelder. Beispielsweise Atomstrom mit einer realistischen Einschätzung der Folgekosten, ohne öffentliche Förderung, wäre unbezahlbar.
Und Klarheit hätte mir sehr geholfen. Eine unabhängige Einschätzung und Wertung von Therapiemöglichkeiten. Ich wollte nicht mit Rat schlagen, falsche Hoffnungen machen, tröstliche Dinge verbreiten, die ich lass, aber nicht einschätzen kann.
LG Feuerfuchs
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rudi antwortete auf Commerz und Menschenwürde
21 Apr. 2011 19:38
- rudi
-
2203 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Margret schrieb: In GB beispelsweise gibt es ab 75 Jahren (!) keine Chemo auf Krankenkassenkosten mehr.
Wer weiss, ob das nicht für viele der Krebspatienten ab 75 in GB sogar ein Segen ist und ihr Leben verlängert??? Zumindest "signifikant" um 2-3 Monate verlängert - um es wie bei den Erfolgsmeldungen der "Chemo-Hersteller" auszudrücken - wenn man mal den "Spiess" umdreht.
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
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