AMMonline

     

MissJJ antwortete auf Meine Großmutter
20 Nov. 2012 15:12
  • MissJJ
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    27 März 2026
Hallo Yushka, danke auch Dir!

Ich habe mich vielleicht unklar ausgedrückt (das kommt bei mir leider öfter vor :) ), der Internist hatte versucht, meine Oma zu überreden, von der behandelnend Onkologin weg ins Krankenhaus zu kommen. Das wollte sie nicht. Gegen eine weitere Behandlung hat sie grundsätzlich nichts.

Ich hoffe, dass die Hausärztin auf sie einwirkt. Oma hat Tropfen gegen die Schmerzen zur Hand, nimmt sie aber nicht, weil sie "nicht noch mehr Chemie" will. Das kann ich einerseits verstehen, andererseits leidet doch die ohnehin schon mickrige Lebensqualität sehr.

Vielen Dank für den Buchtipp. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall zulegen.

LG, JJ

Margret antwortete auf Meine Großmutter
20 Nov. 2012 15:34
  • Margret
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    27 März 2026
Hallo MissJJ,

das ist eine verzwickte Lage - wegen der Diagnose, des Alters, der Entfernung und überhaupt... Aber ich finde es großartig, wie intensiv Du Dich damit befasst und liebevoll darum kümmerst!

Hast Du Dir die Broschüren für Angehörige in der Literaturliste mal angesehen? Vielleicht findest Du hilfreiche Tipps für Dich. Hier der link: www.myelom.org/literatur.html (etwas runterscrollen, fast bis zum Ende)

Was die "viele Chemie" angeht, solltest Du Deiner Großmutter nachdrücklich die Angst nehmen. Natürlich sind Schmerzmittel keine Bonbons, aber die Langzeitnebenwirkungen kann man bei höherem Lebensalter (und dieser Diagnose) ohnehin vernachlässigen. Wichtig ist, die Lebensqualität hier und jetzt so gut wie möglich zu halten. Wenn die Schmerzen im Griff sind, wird sich auch ihre psychische Situation verbessern - Schmerzkontrolle ist unerlässlich.

Du kannst ihr nur die Therapiemöglichkeit schildern - entscheiden muss sie letztlich selbst. In welchem Alter man sich welchen Weg noch zumuten mag, ist eine schwierige und individuelle Entscheidung. Aber gerade, wenn sie sich gegen eine Therapie entscheidet, ist die Reduzierung der Schmerzen von großer Wichtigkeit.

Alles Gute für Euch und liebe Grüße,
Margret

MissJJ antwortete auf Meine Großmutter
20 Nov. 2012 15:45
  • MissJJ
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    27 März 2026
Hallo Margret,

danke für Deine Worte und danke für den Tipp, so weit nach unten hatte ich mich noch nicht vorgearbeitet und daher die Angehörigen-Broschüren noch nicht entdeckt.

Ich hoffe, dass die Hausärztin meine Oma zur Vernunft bringen kann, auf Ratschläge von mir oder auch meinem Opa hört sie derzeit nicht - "Ihr könnt ja gut reden". Ich verstehe es. Leicht ist trotzdem nicht.

Deswegen vielen Dank, dass Ihr mir helft!

Margret antwortete auf Meine Großmutter
20 Nov. 2012 15:51
  • Margret
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    27 März 2026
Nein, das ist nicht einfach - das ist eine der schwierigsten Situationen im Leben überhaupt - etwas aushalten müssen, akzeptieren müssen, obwohl man so gern eingreifen würde...

Wenn Du bei Deiner Großmutter den Eindruck hättest, dass sie sich nach guter Information und reiflicher Überlegung gegen eine Therapie entschieden hätte, wäre es sicher zu akzeptieren. Aber auch aus Deinen Beiträgen hat man ja den Eindruck, dass sie sich mit den Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteilen noch gar nicht auseinandergesetzt hat. Das kann man kaum so hinnehmen als Angehöriger, das verstehe ich gut.

Wie alt ist Deine Großmutter? In Deinem Profil lese ich "Jahrgang 1958" - stimmt das wirklich? Wenn ja, ist sie ja keine Greisin, der man ohm hohen Alter die Strapazen der Therapie nicht antun will, sondern steht mitten im Leben!

MissJJ antwortete auf Meine Großmutter
20 Nov. 2012 16:10
  • MissJJ
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    27 März 2026
Jahrgang 1958? Wo steht das denn? Bin ich blind? Hilfe! :D

Ich selbst bin Jahrgang 82, meine Oma ist Jahrgang 36.

Genau das ist der Punkt, sie hat nie eine 2. Meinung eingeholt, sich nie umfassend aufklären lassen. Sie konnte mir über Wochen nicht sagen, wie ihre Krankheit heißt, weil sie das Wort Plasmozytom vergessen hatte. Sie weiß im Grunde nichts über die Krankheit, außer, "dass es was mit Blut zu tun hat." Sie hat alles für gegeben hingenommen, nichts hinterfragt.

Es ist v. a. deshalb so schwer, weil es meine Oma mütterlicherseits ist und ich meine Mutter im Alter von 19 Jahren verloren habe, sehr überraschend aufgrund einer Lungenembolie. Der einzige Trost für mich ist, dass nach Omas Tod die beiden wieder zusammen sind.

Margret antwortete auf Meine Großmutter
20 Nov. 2012 17:30
  • Margret
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    27 März 2026

MissJJ schrieb: Jahrgang 1958? Wo steht das denn?


Sorry, mein Fehler *brilleputz* :bang:

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