Neuling bittet um Hilfe wurde erstellt von Bolil75
31 Okt. 2024 08:14
- Bolil75
32 Beiträge seit
31 Oktober 2024
31 Oktober 2024
Guten Morgen,
ich bin absolut neu in dieser Thematik/Problematik und wäre euch dankbar, wenn ihr mir ein wenig helfen könntet.
Eines vorweg: ich kann derzeit nur mit den Informationen dienen, die mir der Arzt vor drei Tagen gegeben hat: Ich habe noch keinerlei Laborwerte o.Ä. zur Hand. Ich habe aber Fragen, die ihr mir vielleicht trotzdem beantworten könnt.
Information am Rande: ich leide an einer diagnostizierten und behandelten Angststörung, die sich nur auf medizinische Probleme bezieht (inklusive extreme Krankenhausphobie).
Zu meiner Person: männlich, 49 Jahre, normale Körperstatur (BMI 21), absoluter Nichtraucher, so gut wie kein Alkohol, genug Bewegung, ordentliche Ernährung.
Jetzt zur meiner Geschichte:
Blutbild im Juli ergab anämische Werte (Hb: 11), Hausarzt vermutete chronische Gastritis, verschrieb Omeprazol und Kontrollblutbild im Oktober. Dieses Blutbild vor zwei Wochen ergab dann einen noch schlechteren Hb-Wert (9,9). Er überwies mich an einen Internisten zur Magen-/Darmspiegelung.
Durch Glück und Kontakte bekam ich gleich einen Termin bei einem erfahrenen Arzt; der Internist meinte schon beim Erstgespräch, dass er nicht an ein Magen-/Darmproblem glaubt (keine typischen Symptome, kein okkultes Blut im Stuhl), sondern eher an ein chronisches Problem. Sonst hätte ich seiner Meinung nach auch große Probleme mit diesen Anämiewerten. Ich bin auch körperlich mehr oder weniger normal beisammen (habe diese Woche selbst die Winterreifen montiert, arbeite im Haus und Garten, etc.)
Ich bekam einen Termin für Blutabnahme und Sonographie des Bauchraums; nach dem Ultraschall sagte er, dass er – vorbehaltlich der Laborergebnisse – noch immer nicht an eine schwere Krankheit glaubt.
Vor drei Tagen hatte ich dann den Termin für die Magen-/Darmspiegelung bei ihm; ich liege vorbereitet im Behandlungsraum, der Arzt kommt rein und sagt folgendes (darauf beruhen auch meine bisherigen Informationen): durch das Blutbild von letzter Woche wisse er nun, was ich habe, nämlich eine monoklonale Gammopathie.
In meiner Überraschung bzw. Überforderung habe ich natürlich gleich ein paar Fragen gestellt; ist das Krebs, hat das Einfluss auf die Lebenserwartung, steigert das das Risiko, Krebs zu bekommen?
Der Arzt antwortete sinngemäß: kein Krebs, für die Lebenserwartung ist Autofahren gefährlicher, das Risiko deswegen an Krebs zu erkranken sei etwas höher.
Ich müsse zur finalen Abklärung eine Knochenmarkpunktion in der hämatologischen Ambulanz machen lassen und die Werte regelmäßig kontrollieren lassen. Weiters hat er noch etwas von einer Spritze gesagt, die ich mir oder ein Arzt regelmäßig geben müsste (ich gehe davon aus, damit ein Mittel gemeint war, um den Hämoglobinwert zu steigern).
Magen-/Darmspiegelung war unauffällig.
Beim Nachlesen ist mir aufgefallen, dass es diese CRAB Kriterien gibt, und mit meinem derzeitigen Hämoglobinwert von 9,9 würde ich das A erfüllen. Bedeutet das, dass ich eigentlich doch schon ein multiples Myelom habe? Das würde den Angaben des Internisten ja total widersprechen, was komisch wäre, weil er ja das Thema Anämie in seine Bewertungen wohl hoffentlich einbezogen hat. Oder bedeutet das, dass dieses Symptom (Anämie) behandelt gehört?
Ich weiß, dass mit meinen Angaben nicht viel zu machen ist, aber vielleicht kann mir doch die eine oder der andere ein wenig helfen.
Danke im voraus und lieben Grüße
Bolil
ich bin absolut neu in dieser Thematik/Problematik und wäre euch dankbar, wenn ihr mir ein wenig helfen könntet.
Eines vorweg: ich kann derzeit nur mit den Informationen dienen, die mir der Arzt vor drei Tagen gegeben hat: Ich habe noch keinerlei Laborwerte o.Ä. zur Hand. Ich habe aber Fragen, die ihr mir vielleicht trotzdem beantworten könnt.
Information am Rande: ich leide an einer diagnostizierten und behandelten Angststörung, die sich nur auf medizinische Probleme bezieht (inklusive extreme Krankenhausphobie).
Zu meiner Person: männlich, 49 Jahre, normale Körperstatur (BMI 21), absoluter Nichtraucher, so gut wie kein Alkohol, genug Bewegung, ordentliche Ernährung.
Jetzt zur meiner Geschichte:
Blutbild im Juli ergab anämische Werte (Hb: 11), Hausarzt vermutete chronische Gastritis, verschrieb Omeprazol und Kontrollblutbild im Oktober. Dieses Blutbild vor zwei Wochen ergab dann einen noch schlechteren Hb-Wert (9,9). Er überwies mich an einen Internisten zur Magen-/Darmspiegelung.
Durch Glück und Kontakte bekam ich gleich einen Termin bei einem erfahrenen Arzt; der Internist meinte schon beim Erstgespräch, dass er nicht an ein Magen-/Darmproblem glaubt (keine typischen Symptome, kein okkultes Blut im Stuhl), sondern eher an ein chronisches Problem. Sonst hätte ich seiner Meinung nach auch große Probleme mit diesen Anämiewerten. Ich bin auch körperlich mehr oder weniger normal beisammen (habe diese Woche selbst die Winterreifen montiert, arbeite im Haus und Garten, etc.)
Ich bekam einen Termin für Blutabnahme und Sonographie des Bauchraums; nach dem Ultraschall sagte er, dass er – vorbehaltlich der Laborergebnisse – noch immer nicht an eine schwere Krankheit glaubt.
Vor drei Tagen hatte ich dann den Termin für die Magen-/Darmspiegelung bei ihm; ich liege vorbereitet im Behandlungsraum, der Arzt kommt rein und sagt folgendes (darauf beruhen auch meine bisherigen Informationen): durch das Blutbild von letzter Woche wisse er nun, was ich habe, nämlich eine monoklonale Gammopathie.
In meiner Überraschung bzw. Überforderung habe ich natürlich gleich ein paar Fragen gestellt; ist das Krebs, hat das Einfluss auf die Lebenserwartung, steigert das das Risiko, Krebs zu bekommen?
Der Arzt antwortete sinngemäß: kein Krebs, für die Lebenserwartung ist Autofahren gefährlicher, das Risiko deswegen an Krebs zu erkranken sei etwas höher.
Ich müsse zur finalen Abklärung eine Knochenmarkpunktion in der hämatologischen Ambulanz machen lassen und die Werte regelmäßig kontrollieren lassen. Weiters hat er noch etwas von einer Spritze gesagt, die ich mir oder ein Arzt regelmäßig geben müsste (ich gehe davon aus, damit ein Mittel gemeint war, um den Hämoglobinwert zu steigern).
Magen-/Darmspiegelung war unauffällig.
Beim Nachlesen ist mir aufgefallen, dass es diese CRAB Kriterien gibt, und mit meinem derzeitigen Hämoglobinwert von 9,9 würde ich das A erfüllen. Bedeutet das, dass ich eigentlich doch schon ein multiples Myelom habe? Das würde den Angaben des Internisten ja total widersprechen, was komisch wäre, weil er ja das Thema Anämie in seine Bewertungen wohl hoffentlich einbezogen hat. Oder bedeutet das, dass dieses Symptom (Anämie) behandelt gehört?
Ich weiß, dass mit meinen Angaben nicht viel zu machen ist, aber vielleicht kann mir doch die eine oder der andere ein wenig helfen.
Danke im voraus und lieben Grüße
Bolil
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miregal antwortete auf Neuling bittet um Hilfe
31 Okt. 2024 13:15
- miregal
1011 Beiträge seit
17 Mai 2019
17 Mai 2019
Um aus dem Blutbild ein MGUS abzulesen bzw. ein Myelom, braucht es den sogennanten M-Gradient sowie die Leichtkettenwerte Kappa und Lambda. diese müssten in deinem Befund stehen. Die Differenzierung zu Krebs kann dann nach der Knochenmarkbiopsie und weiterer Laboruntersuchungen (PRT CT/MRT) gestellt werden. Wenn "nur" eine Anämie vorliegt und die KMP unauffällig ist, könnte es sich um die seltene Form einer extramedullären Befalls handeln, also nicht im Knochen, sondern außerhalb. Dann würde man ein MRT machen, falls die MGradient /Leichtketten viel zu hoch sind. (ab Faktor 100 bei den Leichtkettenverhältnis wäre das dann offiziell behandlngsbedürftig)- um den Herd zu finden. bei extramedullärem Befall werden Knochen und Calciumspiegel unverändert bleiben.
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Bolil75 antwortete auf Neuling bittet um Hilfe
31 Okt. 2024 14:33
- Bolil75
32 Beiträge seit
31 Oktober 2024
31 Oktober 2024
Danke für die Antwort.
Nächsten Donnerstag habe ich einen Termin in der Klinik.
Für mich mit meiner Angststörung ist das Alles fast nicht zum Aushalten.
Bolil
Nächsten Donnerstag habe ich einen Termin in der Klinik.
Für mich mit meiner Angststörung ist das Alles fast nicht zum Aushalten.
Bolil
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Flo83 antwortete auf Neuling bittet um Hilfe
31 Okt. 2024 14:40
- Flo83
75 Beiträge seit
27 Februar 2024
27 Februar 2024
Wie „miregal“ schon geschrieben hat. Du musst jetzt noch einige Untersuchungen abwarten.
Blutbild mit Immunfixation, 24h Sammelurin und eins Knochenmarkpunktion mit FISH Analyse um das zytogenetische Risikoprofil zu ermitteln. (Standard, Hoch oder Ultrahochrisiko). Dann noch ein Ganzkörper CT oder MRT und dann kann man sagen ob ein MGUS, Smoldering Myelom oder aktives Multiples Myelom bei Dir vorliegt.
Blutbild mit Immunfixation, 24h Sammelurin und eins Knochenmarkpunktion mit FISH Analyse um das zytogenetische Risikoprofil zu ermitteln. (Standard, Hoch oder Ultrahochrisiko). Dann noch ein Ganzkörper CT oder MRT und dann kann man sagen ob ein MGUS, Smoldering Myelom oder aktives Multiples Myelom bei Dir vorliegt.
Nichts ist beständiger als der Wandel
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Bolil75 antwortete auf Neuling bittet um Hilfe
31 Okt. 2024 15:06
- Bolil75
32 Beiträge seit
31 Oktober 2024
31 Oktober 2024
Am Montag bekomme ich vom Internisten die Unterlagen.
Für mich ist das der absolute Alptraum meiner jahrelangen Angststörung.
Durch eine leichte Spastik sind Aktionen wie CT oder MRT nochmals fürchterlicher für mich.
Für mich ist das der absolute Alptraum meiner jahrelangen Angststörung.
Durch eine leichte Spastik sind Aktionen wie CT oder MRT nochmals fürchterlicher für mich.
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Bolil75 antwortete auf Neuling bittet um Hilfe
31 Okt. 2024 15:26
- Bolil75
32 Beiträge seit
31 Oktober 2024
31 Oktober 2024
Ich frage mich jetzt nur, wie der Internist auf meine eindeutigen Fragen am Montag eigentlich doch recht positiv und optimistisch geantwortet hat.
Kann er aus den Blutwerten und seiner Erfahrung etwas diagnostizieren? Sonst wären seine Antworten ja unglaublich und mir gegenüber untragbar.
Kann er aus den Blutwerten und seiner Erfahrung etwas diagnostizieren? Sonst wären seine Antworten ja unglaublich und mir gegenüber untragbar.
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