AMMonline

     

02 Sep. 2025 23:59 - 03 Sep. 2025 00:00
  • Ibi
  • 158 Beiträge seit
    17 März 2025
Hallo Moorlichter,
Schön, dass du wieder zuhause bist.
Das du dich schlapp fühlst ist kein Wunder, du hast ziemlich viel durchgemacht und dein Körper muss sich davon erholen. Deine Blutbildung (vom Knochenmark) ist wahrscheinlich noch etwas durcheinander und das kostet dem Körper viel Energie.
Das Gewicht wird schon wieder kommen, wenn du wieder normal isst. Das mit dem Geschacksinn kann leider schon noch einige Wochen dauern. Es gilt jetzt rauszufinden was dir schmeckt. Experimentiere einfach ein Bisschen und höre auf deinen Körper. Es hilft auch mehrere kleinere Portionen zu essen, falls du nicht so viel essen kannst und essen worauf du Lust hast. Es braucht aber leider etwas Geduld.
Ggf. kannst du auch diese „Astronautennahrung“ (Fresubin o.Ä.) zwischendurch trinken, falls dir das schmeckt. Das kann man auch schmackhafter machen mit eine Kugel Eis und evtl. etwas Sahne, sodass es eher wie ein Milchshake ist. Das war ein Tipp von einem MM Arzt der auch Ernährungsberatung bei Krebs macht, man Mann hatte insgesamt 22Kg abgenommen, er war vorher absolut normalgewichtig und er war nach der ASZT ziemlich unterernährt.
Das mit den Augen kann eine Nebenwirkung von der Chemo sein oder auch vom Kortison. Das kommt leider öfter vor, dass man davon Grauer Star bekommt. Solltest du vielleicht beim Augenarzt mal checken lassen.
Bei meinem Mann hat sich das im Laufe der Zeit leider noch verschlechtert und er hat jetzt in Juli das erste Auge operieren lassen, in September folgt das 2. Mit den Kunstlinsen sieht man dann wieder perfekt. Die OP war überhaupt kein Problem. Vorher solltest du dich aber erst erholen und deine Blutwerte (Plätchen) sollen sich stabilisiert haben.
Ich wünsche dir eine rasche Erholung von den Strapazen!

Liebe Grüße
Ibi
Letzte Änderung: 03 Sep. 2025 00:00 von Ibi. Begründung: Schreibfehler

07 Sep. 2025 15:25 - 07 Sep. 2025 15:27
  • Sunny
  • 578 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Hallo Moorlichter,

schön, dass du mittlerweile daheim bist und alles einigermaßen gut überstanden hast.

Ibi hat dir schon eine Menge Tipps gegeben, denen ich mich anschließen möchte. Die Trinknahrung kannst du dir auch vom Hausarzt auf Rezept verschreiben lassen, wenn du sie zum Aufbau brauchst, weil du wegen des Geschmacksverlustes nur wenig essen kannst oder magst. Ich bin zwar überhaupt kein Freund von solchem Zeug, aber in manchen Situationen ist es wichtig irgendwie ein paar mehr Kalorien in sich hineinzubekommen. Falls du es damit probieren willst, würde ich an deiner Stelle erst mal alle Geschmacksrichtungen des Produkts, das dein Hausarzt verschreiben kann probieren. Mein Mann hat zum Beispiel nur Schoko runterbekommen und fand alles andere ekelig. Andere dagegen mögen lieber Vanille oder Erdbeere. Es wäre nämlich blöd, wenn du etwas bestellst und dann nicht schlucken magst.

Ich hab damals als mein Mann so abgenommen hat, eine Ernährungsberatung in Anspruch genommen, vielleicht hat deine Klinik so jemanden im Haus und dein Onkologe den Kontakt verschaffen. Ansonsten such dir einfach jemanden und hol dir eine Verordnung vom Hausarzt, dann zahlt die Krankenkasse etwas dazu. Die Ernährungsberatung hilft dir zwar nicht dabei deinen Geschmackssinn wieder zu bekommen, kann dir aber eine Menge Tipps geben, wie du dein tägliches Essen aufwerten kannst, um deinem Körper mehr Kalorien zukommen zu lassen. Wir haben das übrigens online und ohne persönlichen Kontakt gemacht.

Ich hoffe es geht langsam aufwärts und du fühlst dich schon besser.

Liebe Grüße, Sunny

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Letzte Änderung: 07 Sep. 2025 15:27 von Sunny.

09 Sep. 2025 15:48
  • betti52
  • 644 Beiträge seit
    19 September 2023
Hallo!

Von mir auch alle guten Wuensche.
Auf dass es dann von jetzt an nur noch
bergauf geht.

Gruss, Bettina

23 Sep. 2025 10:36
  • Moorlichter
  • 64 Beiträge seit
    25 Dezember 2024
Hallo an Euch,

Vielen lieben Dank an Euch für die Tips.
Ich wollte Euch doch mal den aktuellen Stand mitteilen.
Leider habe ich immer noch keinen Geschmacksinn.
Weiterhin fühle ich mich immer noch sehr schwach.
Habe auch noch immer Brechreiz, da hilft mir aber MCP AL.
Letzte Woche war ich beim Neurologen, wegen der Polyneuropathie meiner Beine und den Füßen.
Ich habe damit große Probleme, beim Gehen und besonders ist die Gangunsicherheit.
Der Neurologe untersuchte mich gründlich und teilte mir dann mit, er könne mir keine Hoffnungen machen, dass es wieder besser werden würde.
Im Krankenhaus wollten die mir einen Rollator verschreiben, was ich aber ablehnte.
Heute befürchte ich, dass es ohne garnicht mehr geht.
Am Donnerstag und Freitag muss ich wieder nach Essen/Werden zur Blutabnahme und CT und am Freitag wegen einer Knochenmarkpunktion, alles ambulant.

Ich wünsche Euch alles Gute und liebe Grüße sendet Moorlichter.

Die Sonne geht unter, die Sonne geht auf und das Leben geht weiter.
MOORLICHTER - Entspannung pur Film und Musik von Wolfgang Roloff-Ronny: youtu.be/ZPg_S94eOLE?si=9_E73IHgEDmQeO02

23 Sep. 2025 12:21
  • Ibi
  • 158 Beiträge seit
    17 März 2025
Hallo Moorlichter,
danke für das Update.
Die Genesung von der HD Therapie ist bei manchen leider langwierig. Bei meinem Mann hat es auch ca. 3 Monate gedauert, bis das Essen einigermaßen geschmeckt hat und noch 2-3 Monate bis er dann einigermaßen normale Portionen essen konnte. Bis dahin hat er immer kleine Portionen über den Tag verteilt gegessen.
Aber es wird besser, bestimmt! Es braucht etwas Geduld und ausprobieren worauf man Lust hat und was trotzdem schmeckt. Mein Mann hat vor dem Essen Tonicwasser getrunken, also etwas bitteres, hatte ich in einer Krebsernährungsbrochure gelesen. Das hat er vorher nie getrunken, aber es hat tatsächlich beim Appetit und Geschmackssinn etwas geholfen.
Bekommst du eigentlich Immunglobulinen? Laut dem Neurologen meins Mannes soll das auch bei der Polyneuropathie helfen. Er sagte, dass es noch nicht wissenschaftlich geklärt ist, wie es hilft, aber die Erfahrungen würden zeigen, dass es eine positive Wirkung hat.

Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung!

Liebe Grüße
Ibi

23 Sep. 2025 16:41 - 23 Sep. 2025 16:44
  • Sunny
  • 578 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Hallo Moorlichter,

auch ich möchte dir Mut machen, dass es mit der Zeit besser wird. Es ist anfangs oft hart und dauert seine Zeit, bis sich der normale Alltag einstellt. Es soll übrigens in manchen Krankenhäuser Ernährungsberater geben, die speziell in Richtung Geschmacksverlust bei SZT oder anderen Therapien ausgebildet sind. Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe auch so jemanden, einfach mal nachfragen oder selbst nachforschen.

Warum sträubst du dich so gegen einen Rollator? Das Ding ist ein wunderbar hilfreiches Teil und keineswegs nur für alte und gebrechliche Menschen gedacht. Mein Mann hat wie die Wirbelsäulengeschichte begann ganz von alleine zu ihm gegriffen und war überaus dankbar, dass es so ein Hilfsmittel gibt. Ich finde man sollte alles in Anspruch nehmen, was einem zeitweise oder dauerhaft Erleichterung verschafft, das ist wie mit einer Brille oder einem Hörgerät.

Wenn du dir nun doch einen Rollator verschreiben lässt und es dir finanziell möglich ist eine kleine Summe draufzuzahlen, nimm nicht das Kassengefährt, sofern du es öfter im Auto mitnehmen willst. Im Alltag ist das Ding zwar genauso gut und wendig wie die modernen Rollatoren, aber es ist ein echter Fingerzwicker und nimmt sehr viel Platz weg. Bei den neuen Rollatoren hat man außerdem einen Rückengurt mit dem man wesentlich besser sitzt und es gibt einige Zusatzteile wie ein Einkaufsnetz, ein Tablett mit dem man in der Wohnung Dinge transportieren kann oder einen Regenschirmhalter. Frag einfach im Sanitätsgeschäft nach, was es für die verschiedenen Modelle alles gibt und probiere auf jeden Fall mehrere davon aus, man sitzt nämlich je nach Figur tatsächlich unterschiedlich darin.

Für die Polyneuropathie würde ich versuchen mir Ergotherapie verschreiben zu lassen. Die Einschätzung des Neurologen hin oder her, man soll nichts unversucht lassen, trotzdem das Befinden zu verbessern. Natürlich musst du dann auch Willens sein, ordentlich und oft daheim zu üben, denn nur einmal in der Woche bei der Ergotherapie bringt bestimmt nichts.

Ansonsten hab einfach Geduld auch wenn es schwer fällt. Die SZT ist eine unheimliche Belastung für den Körper und da muss man ihm auch Zeit geben, sich von dieser Strapaze zu erholen. Und wie es immer bei dieser Krankheit so ist, bei dem einen geht das schneller und bei dem anderen langsamer.

Ich drücke fest die Daumen, dass es langsam bergauf geht. Herzliche Grüße, Sunny

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.
Letzte Änderung: 23 Sep. 2025 16:44 von Sunny.