Callosum62 antwortete auf Talquetamab
11 Juni 2024 18:51
- Callosum62
250 Beiträge seit
18 September 2023
18 September 2023
Hallo,
auch, weil Sevil (ich habe erst jetzt kapiert, dass Du eine Frau bist, sorry) schon viel vom ASCO-Kongress gepostet hast, schicke ich hier mal eine Zusammenfassung einer Mitteilung von GSK (Galaxo-Smith-Kline) über Blenrep oder auch Belantamab mafodotin. Da gab es mal einen Online-Vortrag der Uni Heidelberg mit dem Titel „Neues jenseits der Immuntherapie“, eben für Medis, die gegeben werden, wenn die Immuntherapien nicht mehr funktionieren. Die zugehörige Studie für Blenrep mit Poma und Dexa konnte ich nicht finden, DREAMM-7 ist es wohl nicht, Sevil, vielleicht weißt Du da was.
Fun Fact: Die Mitteilung habe ich von einem Teilnehmenden unserer SHG bekommen, der immer mal wieder die Aktienkurse wichtiger Pharma-Hersteller checkt - da war diese Mitteilung zu lesen. Wenn man die Mitteilung liest, dann versteht man, warum das für die Börse wichtig werden kann. Spoiler Alert: 21,8 Monate progressionsfreie Zeit (im Mittel) in späten Behandlungslinien (also ab der 5.), und das Medikament liegt sozusagen im Regal und kann zuhause als Tablette eingenommen werden. Zu den Ansprechdaten habe ich leider auch nichts gefundenl, in der DREAMM-2 Studie war das so ungefähr 31-35 %. Immerhin. Wenn dann noch die Nebenwirkungen kontrolliert werden können...
Ergebnisse einer Studie mit Blenrep in der Behandlung des fortgeschrittenen Multiplen Mylom in späten Therapielinien
Juni 2024
Quelle: de.marketscreener.com/kurs/aktie/GSK-PLC...die-nahezu-46882483/
Das Multiple Myelom, der zweithäufigste Blutkrebs der Welt, beginnt in den Plasmazellen des Knochenmarks und stört schließlich die Produktion der normalen Blutzellen. Nach Angaben der American Cancer Society werden in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten etwa 35.780 neue Fälle von Multiplem Myelom diagnostiziert und 12.540 Todesfälle erwartet. (Berichterstattung von Pratik Jain in Bengaluru; Bearbeitung durch Bill Berkrot).
Zu den Behandlungen für das Multiple Myelom gehören Darzalex (=Daratumumab) von Johnson & Johnson und andere generische Krebsmedikamente. Die US-Zulassungsbehörde FDA hat im April zwei CAR-T-Zelltherapien - Carvykti (=Cilta-cel) von Johnson & Johnson) und Abecma (=Ide-cel) von Bristol Myers - als frühere Behandlungslinien bei weniger schwerem Multiplem Myelom zugelassen.
Das Multiple-Myelom-Medikament „Blenrep“ von GSK hat das Risiko eines Fortschreitens der Krankheit oder des Todes im Vergleich zu Standardbehandlungen für den unheilbaren Blutkrebs fast halbiert. Dies geht aus den Daten einer Studie im Spätstadium hervor, die am Sonntag auf einer medizinischen Tagung vorgestellt wurde.
In der Studie mit 302 Patienten mit rezidiviertem oder schwer behandelbarem multiplem Myelom waren 71% der Patienten, die Blenrep in Kombination mit dem Steroid Dexamethason und dem Immunmodulator Pomalidomid erhielten, nach einem Jahr noch am Leben, ohne dass sich ihre Krankheit verschlechtert hatte.
Bei denjenigen, die mit Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason behandelt wurden, lag das progressionsfreie Überleben (PFS) bei 51%.
"Die Möglichkeit, ein Medikament wie Blenrep anbieten zu können, das möglicherweise ambulant verabreicht wird, keinen Krankenhausaufenthalt erfordert, in der Gemeinde verfügbar ist und nicht durch Herstellungsprobleme wie bei Zelltherapien eingeschränkt ist, ist wirklich wichtig", sagte Hesham Abdullah, ein leitender Angestellter von GSK Oncology, in einem Interview.
Detaillierte Daten aus der Studie wurden am Sonntag auf der Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago vorgestellt. Blenrep hat in den letzten Jahren Rückschläge erlitten. So wurde es 2022 vom lukrativen US-Markt genommen, nachdem es in einer separaten Studie im Spätstadium keine Überlegenheit gegenüber einer bestehenden Behandlung gezeigt hatte. Die im März veröffentlichten Topline-Daten dieser Studie, die zeigen, dass das Hauptziel, nämlich eine signifikante Verbesserung des PFS im Vergleich zu einer aktuellen Standardbehandlung, erreicht wurde, schienen ein Comeback für das Medikament zu bedeuten.
Mehr als die Hälfte der Blenrep-Patienten waren nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 21,8 Monaten ohne Fortschreiten der Krankheit am Leben, verglichen mit 12,7 Monaten PFS für die Standardbehandlung, so das Unternehmen. "Der in der Studie beobachtete PFS-Vorteil zeigt das Potenzial der Blenrep-Kombination, im Falle einer Zulassung die Behandlung des Multiplen Myeloms für diese Patienten neu zu definieren", so GSK in einer Erklärung. Augenbedingte Nebenwirkungen führten in der Studie zu einer Abbruchrate von 9%, waren aber im Allgemeinen reversibel und durch Dosisanpassungen beherrschbar.
Der britische Arzneimittelhersteller plant, in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 Zulassungsanträge bei den weltweiten Aufsichtsbehörden einzureichen.
auch, weil Sevil (ich habe erst jetzt kapiert, dass Du eine Frau bist, sorry) schon viel vom ASCO-Kongress gepostet hast, schicke ich hier mal eine Zusammenfassung einer Mitteilung von GSK (Galaxo-Smith-Kline) über Blenrep oder auch Belantamab mafodotin. Da gab es mal einen Online-Vortrag der Uni Heidelberg mit dem Titel „Neues jenseits der Immuntherapie“, eben für Medis, die gegeben werden, wenn die Immuntherapien nicht mehr funktionieren. Die zugehörige Studie für Blenrep mit Poma und Dexa konnte ich nicht finden, DREAMM-7 ist es wohl nicht, Sevil, vielleicht weißt Du da was.
Fun Fact: Die Mitteilung habe ich von einem Teilnehmenden unserer SHG bekommen, der immer mal wieder die Aktienkurse wichtiger Pharma-Hersteller checkt - da war diese Mitteilung zu lesen. Wenn man die Mitteilung liest, dann versteht man, warum das für die Börse wichtig werden kann. Spoiler Alert: 21,8 Monate progressionsfreie Zeit (im Mittel) in späten Behandlungslinien (also ab der 5.), und das Medikament liegt sozusagen im Regal und kann zuhause als Tablette eingenommen werden. Zu den Ansprechdaten habe ich leider auch nichts gefundenl, in der DREAMM-2 Studie war das so ungefähr 31-35 %. Immerhin. Wenn dann noch die Nebenwirkungen kontrolliert werden können...
Ergebnisse einer Studie mit Blenrep in der Behandlung des fortgeschrittenen Multiplen Mylom in späten Therapielinien
Juni 2024
Quelle: de.marketscreener.com/kurs/aktie/GSK-PLC...die-nahezu-46882483/
Das Multiple Myelom, der zweithäufigste Blutkrebs der Welt, beginnt in den Plasmazellen des Knochenmarks und stört schließlich die Produktion der normalen Blutzellen. Nach Angaben der American Cancer Society werden in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten etwa 35.780 neue Fälle von Multiplem Myelom diagnostiziert und 12.540 Todesfälle erwartet. (Berichterstattung von Pratik Jain in Bengaluru; Bearbeitung durch Bill Berkrot).
Zu den Behandlungen für das Multiple Myelom gehören Darzalex (=Daratumumab) von Johnson & Johnson und andere generische Krebsmedikamente. Die US-Zulassungsbehörde FDA hat im April zwei CAR-T-Zelltherapien - Carvykti (=Cilta-cel) von Johnson & Johnson) und Abecma (=Ide-cel) von Bristol Myers - als frühere Behandlungslinien bei weniger schwerem Multiplem Myelom zugelassen.
Das Multiple-Myelom-Medikament „Blenrep“ von GSK hat das Risiko eines Fortschreitens der Krankheit oder des Todes im Vergleich zu Standardbehandlungen für den unheilbaren Blutkrebs fast halbiert. Dies geht aus den Daten einer Studie im Spätstadium hervor, die am Sonntag auf einer medizinischen Tagung vorgestellt wurde.
In der Studie mit 302 Patienten mit rezidiviertem oder schwer behandelbarem multiplem Myelom waren 71% der Patienten, die Blenrep in Kombination mit dem Steroid Dexamethason und dem Immunmodulator Pomalidomid erhielten, nach einem Jahr noch am Leben, ohne dass sich ihre Krankheit verschlechtert hatte.
Bei denjenigen, die mit Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason behandelt wurden, lag das progressionsfreie Überleben (PFS) bei 51%.
"Die Möglichkeit, ein Medikament wie Blenrep anbieten zu können, das möglicherweise ambulant verabreicht wird, keinen Krankenhausaufenthalt erfordert, in der Gemeinde verfügbar ist und nicht durch Herstellungsprobleme wie bei Zelltherapien eingeschränkt ist, ist wirklich wichtig", sagte Hesham Abdullah, ein leitender Angestellter von GSK Oncology, in einem Interview.
Detaillierte Daten aus der Studie wurden am Sonntag auf der Tagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago vorgestellt. Blenrep hat in den letzten Jahren Rückschläge erlitten. So wurde es 2022 vom lukrativen US-Markt genommen, nachdem es in einer separaten Studie im Spätstadium keine Überlegenheit gegenüber einer bestehenden Behandlung gezeigt hatte. Die im März veröffentlichten Topline-Daten dieser Studie, die zeigen, dass das Hauptziel, nämlich eine signifikante Verbesserung des PFS im Vergleich zu einer aktuellen Standardbehandlung, erreicht wurde, schienen ein Comeback für das Medikament zu bedeuten.
Mehr als die Hälfte der Blenrep-Patienten waren nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 21,8 Monaten ohne Fortschreiten der Krankheit am Leben, verglichen mit 12,7 Monaten PFS für die Standardbehandlung, so das Unternehmen. "Der in der Studie beobachtete PFS-Vorteil zeigt das Potenzial der Blenrep-Kombination, im Falle einer Zulassung die Behandlung des Multiplen Myeloms für diese Patienten neu zu definieren", so GSK in einer Erklärung. Augenbedingte Nebenwirkungen führten in der Studie zu einer Abbruchrate von 9%, waren aber im Allgemeinen reversibel und durch Dosisanpassungen beherrschbar.
Der britische Arzneimittelhersteller plant, in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 Zulassungsanträge bei den weltweiten Aufsichtsbehörden einzureichen.
Folge Deinem Herzen, aber vergiss dabei nicht, Dein Hirn mitzunehmen.
(Alfred Adler)
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Gordon_Bloeh antwortete auf Talquetamab
12 Juni 2024 12:15
- Gordon_Bloeh
-
219 Beiträge seit
03 April 2016
03 April 2016
Am 7. Juni habe ich den positiven Beitrag von Greece gelobt. Da ich auf Urlaub war, bin ich erst heute wieder dazu gekommen, hier im Forum nachzusehen.
War überrascht, wie viele informative und durchaus beruhigende Beiträge zu diesem Thema eingegangen sind.
Dafür wollte ich mich bei Euch allen vorläufig einmal ganz herzlich bedanken.
LG
Henry
War überrascht, wie viele informative und durchaus beruhigende Beiträge zu diesem Thema eingegangen sind.
Dafür wollte ich mich bei Euch allen vorläufig einmal ganz herzlich bedanken.
LG
Henry
Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!
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Andreas antwortete auf Talquetamab
26 Juli 2024 13:50
- Andreas
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hab heute Mal bei meiner Ärztin Frau Prof. Weisel gefragt, ob sich für mich inzwischen Optionen für Cart ergeben haben und es wurde mir mitgeteilt, das für Teclistamab-Patienten keine Car-t in Frage kommen sonder eine Biopsie gemacht werden müsse und dann gibt's noch einen Teclistamab-Ersatz (whatever)
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Helmut antwortete auf Talquetamab
11 Okt. 2024 22:09
- Helmut
0 Beiträge seit
25 März 2026
25 März 2026
Hallo Leute,
dass mann von mir solange nichts gehört habt ( 11.Juni, was kommt nach Talquetamap) hat leider seine Gründe. Für die Behandlung des Darmkrebs mußte die Awendung mit Talquetamap unterbrochen werden. Es traten Komplikationen auf die eine 10 wöchige Pause der erforderlich machten. Der Neustart mit vorgeschriebener Aufdosierung war leider nicht erfolgreich. Das myelom ist im Moment klar im Aufwind und zeigt sich auch von der höchstdosis Tal. unbeeindruckt. Mann hat mir klar gesagt dass es keinen Sinn macht diesen Weg weiter zu gehen. Da ich seit 2001 in erfolgreich in Behandlung bin ( und ich dankbar für diese Zeit ) ist es klar dass ich viele medikamente hinter mir habe und die Luft ziemlich dünn wird ( Anmerkung des während eines Gespräches ). Jetzt hat man hat mir eine Behandlung Nexpovio Filmtabletten empfohlen. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament. Für Ratschläge auch für andere Medis. wäre ich Dankbar.
Viele Grüße
Helmut
dass mann von mir solange nichts gehört habt ( 11.Juni, was kommt nach Talquetamap) hat leider seine Gründe. Für die Behandlung des Darmkrebs mußte die Awendung mit Talquetamap unterbrochen werden. Es traten Komplikationen auf die eine 10 wöchige Pause der erforderlich machten. Der Neustart mit vorgeschriebener Aufdosierung war leider nicht erfolgreich. Das myelom ist im Moment klar im Aufwind und zeigt sich auch von der höchstdosis Tal. unbeeindruckt. Mann hat mir klar gesagt dass es keinen Sinn macht diesen Weg weiter zu gehen. Da ich seit 2001 in erfolgreich in Behandlung bin ( und ich dankbar für diese Zeit ) ist es klar dass ich viele medikamente hinter mir habe und die Luft ziemlich dünn wird ( Anmerkung des während eines Gespräches ). Jetzt hat man hat mir eine Behandlung Nexpovio Filmtabletten empfohlen. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament. Für Ratschläge auch für andere Medis. wäre ich Dankbar.
Viele Grüße
Helmut
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Johannes1956 antwortete auf Talquetamab
12 Okt. 2024 09:03
- Johannes1956
-
205 Beiträge seit
29 April 2023
29 April 2023
Lieber Helmut! Erst einmal tut mir das leid, dass bei dir nun Telquetamab offensichtlich ausgereizt ist. Das ist ja für uns alle, die in der Erstlinie in Erhaltungstherapie sind, die Frage, die wahrscheinlich nicht nur mich beschäftigt.
Wie geht es weiter bei einem Rückfall? Mir sagte man, dass die Zweitlinie dann CAR-T Zell ist. Aber ich habe gelesen, dass die nach Therapie mit bispezifischen Antikörpern nicht mehr infrage kommt. Weiß nicht, ob das stimmt.
Leider kann ich die Frage, ob dann andere bispezifische Antikörper infrage kommen, nicht beantworten. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung.
Alles Gute
Johannes
Wie geht es weiter bei einem Rückfall? Mir sagte man, dass die Zweitlinie dann CAR-T Zell ist. Aber ich habe gelesen, dass die nach Therapie mit bispezifischen Antikörpern nicht mehr infrage kommt. Weiß nicht, ob das stimmt.
Leider kann ich die Frage, ob dann andere bispezifische Antikörper infrage kommen, nicht beantworten. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung.
Alles Gute
Johannes
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Sevil_Ffm antwortete auf Talquetamab
12 Okt. 2024 12:43
- Sevil_Ffm
180 Beiträge seit
17 Juli 2023
17 Juli 2023
Lieber Helmut,
Hut ab, dass Du es geschafft hast, 23 Jahre mit dem Myelom zu leben, auch mit Höhen und Tiefen. Es tut mir leid, dass Du auch noch gegen Darmkrebs kämpfen musst.
Ich habe keine Erfahrung mit Nexpovio (Selinexor), aber eine Mitpatientin hat es einige Monate genommen. Die Nebenwirkungen waren sehr stark. Sie sagte immer, dass die Übelkeit sehr schlimm war. Sie musste auch jede Woche Blutinfusionen bekommen. Bei ihr hat es nur kurzfristig geholfen. Aber wenn man das Gesamtbild betrachtet, hat sie wahrscheinlich diese Phase mit Selinexor gebraucht. Davor hatte sie CAR-T Therapie und Teclistamab (beide gegen BCMA) genommen und nach Selinexor Talquetamab (gegen GPRC5D). Talquetamab führte zu einer Remission, sogar MRD negativ. Vielleicht konnten sich ihre T-Zellen in dieser Selinexor-Phase erholen.
Eine sehr erfahrene und informierte Patientin, die sehr engagiert ist, hat mir gesagt, dass sie immer gemischte Erfahrungen über Selinexor hört. Also, schwer zu sagen. Hoffentlich gibt es hier im Forum Patientinnen und Patienten, die über ihre Erfahrungen berichten können.
Es gibt eigentlich noch viele Therapien, die in Frage kämen, aber weil Du gerade eine Darmkrebsbehandlung hinter Dir hast, ist vielleicht alles zu viel für Deinen Körper.
Abgesehen von Selinexor wäre vielleicht eine ganz klassische Chemo (Cyclosphamid) eine Möglichkeit. Das habe ich in der Induktionsphase bekommen. Es hat zu einer schnellen Remission geführt. Ich habe es sehr gut vertragen. Danach könnte man vielleicht Teclistamab versuchen. Die mögliche Reihenfolge der neuen Medikamente ist kompliziert. Ich hoffe, Du hast einen erfahrenen Myelom-Spezialisten als Arzt.
Und dann ist da noch Blenrep (Belantamab). Meine Gefühle sind sehr gemischt, ich kann es leider nicht rational erklären. Vielleicht gibt es Patienten im Forum, die über dieses Medikament berichten können.
Liebe Grüße,
Sevil
Hut ab, dass Du es geschafft hast, 23 Jahre mit dem Myelom zu leben, auch mit Höhen und Tiefen. Es tut mir leid, dass Du auch noch gegen Darmkrebs kämpfen musst.
Ich habe keine Erfahrung mit Nexpovio (Selinexor), aber eine Mitpatientin hat es einige Monate genommen. Die Nebenwirkungen waren sehr stark. Sie sagte immer, dass die Übelkeit sehr schlimm war. Sie musste auch jede Woche Blutinfusionen bekommen. Bei ihr hat es nur kurzfristig geholfen. Aber wenn man das Gesamtbild betrachtet, hat sie wahrscheinlich diese Phase mit Selinexor gebraucht. Davor hatte sie CAR-T Therapie und Teclistamab (beide gegen BCMA) genommen und nach Selinexor Talquetamab (gegen GPRC5D). Talquetamab führte zu einer Remission, sogar MRD negativ. Vielleicht konnten sich ihre T-Zellen in dieser Selinexor-Phase erholen.
Eine sehr erfahrene und informierte Patientin, die sehr engagiert ist, hat mir gesagt, dass sie immer gemischte Erfahrungen über Selinexor hört. Also, schwer zu sagen. Hoffentlich gibt es hier im Forum Patientinnen und Patienten, die über ihre Erfahrungen berichten können.
Es gibt eigentlich noch viele Therapien, die in Frage kämen, aber weil Du gerade eine Darmkrebsbehandlung hinter Dir hast, ist vielleicht alles zu viel für Deinen Körper.
Abgesehen von Selinexor wäre vielleicht eine ganz klassische Chemo (Cyclosphamid) eine Möglichkeit. Das habe ich in der Induktionsphase bekommen. Es hat zu einer schnellen Remission geführt. Ich habe es sehr gut vertragen. Danach könnte man vielleicht Teclistamab versuchen. Die mögliche Reihenfolge der neuen Medikamente ist kompliziert. Ich hoffe, Du hast einen erfahrenen Myelom-Spezialisten als Arzt.
Und dann ist da noch Blenrep (Belantamab). Meine Gefühle sind sehr gemischt, ich kann es leider nicht rational erklären. Vielleicht gibt es Patienten im Forum, die über dieses Medikament berichten können.
Liebe Grüße,
Sevil
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
