Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | TUD-BCMACA-078 |
| ISRCTN: | |
| EudraCT: | |
| Clinicaltrials.gov: | NCT05836869 |
| DRKS: | |
| Sponsor: | Technische Universität Dresden |
| Studienphase: | Phase 1 |
| Status: | Rekrutierung läuft, Rekrutierung bis Juni 2027 |
Ziel:
Diese Phase-I-Studie soll feststellen, ob MDC-CAR-BCMA001, eine gegen BCMA gerichtete CAR-T-Zell-Therapie mit hoher Affinität, bei der Behandlung von Patienten mit rezidivierten und refraktären B-Zell-Malignomen sicher und verträglich ist.
Hintergrund:
Die CAR-T-Zelltherapie ist eine Form der Immuntherapie, bei der körpereigene Immunzellen im Labor gentechnisch so verändert werden, dass sie Krebszellen erkennen und zerstören können. CAR-T-Zellen tragen auf ihrer Oberfläche den sogenannten chimären Antigenrezeptor (CAR).
Die CAR-T-Zelltherapie Ciltacabtagen-Autoleucel (Cilta-cel) ist gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) gerichtet – ein Protein, das besonders auf der Oberfläche von Myelom- und Plasmazellen vorkommt. Daher bietet sich BCMA als Zielstruktur in der Myelomtherapie an. Es wird vermutet, dass Cilta-Cel bei Teilnehmern mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom, die für eine Transplantation infrage kommen, das progressionsfreie Überleben und die Rate des vollständigen Ansprechens ohne messbare Resterkrankung im Vergleich zur autologen Stammzelltransplantation signifikant verbessern wird. Diese Studie soll neue Erkenntnisse hierzu liefern.
Durchführung:
Die Patienten erhalten eine CAR T-Zell Therapie mit MDC-CAR-BCMA001 in unterschiedlichen Dosisstufen.

Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Teilnehmer haben entweder ein Multiples Myelom (MM):
- rezidivierte oder refraktäre Erkrankung nach mindestens 2 Behandlungslinien, einschließlich eines immunmodulatorischen Medikaments, eines Proteasom-Inhibitors und eines Anti-Cluster-of-Differentiation-38-Antikörpers oder eines Anti-Cluster-of-Differentiation-319 (SLAMF7; Elotuzumab) UND
- sind nicht geeignet für eine Behandlung mit einer anderen verfügbaren Therapie, die dem lokalen Versorgungsstandard entspricht, und bekanntermaßen keinen klinischen Nutzen nach Ermessen des Prüfers bringt; eine vorherige Behandlung mit anderen gegen BCMA gerichteten Immuntherapien ist zulässig UND
- die Erkrankung ist im Blut oder Urin messbar, wie im Prüfplan beschrieben ODER
- ein diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL)
- Leistungsstatus gemäß ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0, 1 oder 2
Ausschlußkriterien:
- Jegliche Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS) durch eine Grunderkrankung
- Anfälle oder Blutung oder Mangeldurchblutung des Gehirns (zerebrovaskuläre Ischämie/Hämorrhagie) in den letzten 12 Monaten
- Autoimmunerkrankungen des Zentralnervensystems in der Krankengeschichte (z. B. Multiple Sklerose, amyotrophe Lateralsklerose, Optikusneuritis)
- Unzureichende Lungenfunktion (d. h. Notwendigkeit einer kontinuierlichen Sauerstoffversorgung)
- Patienten unter Hämodialyse
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem/r behandelnden Arzt/Ärztin
Eine Studie zur Bewertung von BMS-986453 bei Teilnehmern mit rezidiviertem und/oder refraktärem multiplem Myelom
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | CA119-0002 |
| ISRCTN: | |
| EudraCT: | |
| Clinicaltrials.gov: | NCT06153251 |
| DRKS: | |
| Sponsor: | Juno Therapeutics, ein Unternehmen von BMS |
| Studienphase: | Phase 1 |
| Status: | Rekrutierung geplant bis Nov. 2027 |
Hintergrund:
In dieser Phase-1-Studie wird geprüft, ob BMS-98645, eine in der Erprobung befindliche, gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) und GPRC5D gerichtete CAR-T-Zell-Therapie, beim rezidivierten oder refraktärem Multiplen Myelom sicher und wirksam ist.
Die PatientInnen erhalten eine CAR-T-Zell Therapie mit BMS-98645 in unterschiedlichen Dosisstufen.
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Die Teilnehmer müssen einen ECOG-Leistungsstatus (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0 oder 1 aufweisen.
- Die Teilnehmer müssen die Diagnose eines multiplen Myeloms mit rezidivierter und/oder refraktärer Erkrankung haben.
- Die Teilnehmer müssen eine bestätigte Krankheitsprogression während oder innerhalb von 12 Monaten (gemessen ab der letzten Dosis) nach Abschluss der Behandlung mit dem letzten Anti-Myelom-Behandlungsschema vor Studieneintritt haben.
- Die Teilnehmer an Teil A und Teil B Kohorte 1 müssen mindestens 3 vorherige Anti-Myelom-Behandlungsschemata erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor und ein immunmodulierendes Mittel.
- Die Teilnehmer müssen über eine ausreichende Organfunktion verfügen.
Ausschlußkriterien:
- Bei den Teilnehmern darf weder aktuell noch früher eine Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS) am multiplen Myelom bekannt sein.
- Die Teilnehmer dürfen weder aktuell noch früher folgende Erkrankungen gehabt haben: Plasmazell-Leukämie, Waldenström-Makroglobulinämie, POEMS-Syndrom (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonales Protein, Hautveränderungen) oder klinisch signifikante Amyloidose.
- Die Teilnehmer dürfen weder in der Vorgeschichte noch aktuell Anzeichen einer klinisch signifikanten ZNS-Pathologie wie Epilepsie, Aphasie, Schlaganfall, schwere Hirnverletzung, Demenz, Parkinson-Krankheit oder Kleinhirnkrankheit aufweisen und es darf keine klinisch aktive Psychose vorliegen.
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
Eine Studie zum Vergleich von Anitocabtagen-Autoleucel mit der Standardtherapie bei Teilnehmern mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (iMMagine-3)
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | KT-US-679-0788 |
| ISRCTN: | |
| EU CT: | 2024-511188-26 |
| Clinicaltrials.gov: | NCT06413498 |
| DRKS: | |
| Sponsor: | Kite, A Gilead Company |
| Studienphase: | Phase 3 |
| Status: | Rekrutierung läuft, geplant bis Juli 2028 |
Ziel:
Das Hauptziel dieser Studie ist der Vergleich der Wirksamkeit von Anitocabtagen-Autoleucel gegenüber Standardtherapie bei Teilnehmern mit rezidiviertem/refraktärem Multiplem Myelom (RRMM), die zuvor 1 bis 3 Therapielinien erhalten haben. Dazu wird das progressionsfreie Überleben (PFS), also die Zeitspanne zwischen dem Beginn einer Behandlung und dem Fortschreiten der Erkrankung, ermittelt.
Durchführung:
Teilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip in Gruppe A oder B eingeteilt.
- Teilnehmer in Gruppe A erhalten zunächst eine Chemotherapie mit Cyclophosphamid und Fludarabin für 3 Tage zur Verringerung der im Körper befindlichen Immunzellen (lymphodepletierende Therapie) und dann eine einmalige Infusion der Chimäre Antigenrezeptor(CAR+)-T-Zelltherapie mit Anitocabtagen-Autoleucel an Tag 1.
- Teilnehmer in Gruppe B erhalten eine der folgenden Standardtherapien nach Wahl des Prüfarztes:
- Pomalidomid, Bortezomib und Dexamethason (PVd) (21-Tage-Zyklen)
- Daratumumab, Pomalidomid und Dexamethasons (DPd) (28-Tage-Zyklen)
- Carfilzomib, Daratumumab und Dexamethason (KDd) (28-Tage-Zyklen)
- Carfilzomib und Dexamethason (Kd) (28-Tage-Zyklen)
Nach Abschluss der Behandlungsphase werden alle Teilnehmer, die Anitocabtagen-Autoleucel erhalten, in der Nachbehandlungsphase weiter beobachtet. Danach werden die Teilnehmer in eine separate Langzeit-Nachbeobachtungsstudie (KT-US-982-5968) überführt, um die Nachbeobachtung bis zu 15 Jahre fortzusetzen
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Dokumentierte Diagnose eines Multiplen Myeloms (MM), das in der Krankengeschichte bekannt ist
- 1 bis 3 vorherige Therapielinien zur Behandlung des Myeloms, einschließlich eines immunmodulatorischen Medikaments (IMiD) und eines monoklonalen Antikörpers (mAb) gegen Cluster of Differentiation 38 (CD38). Mindestens 2 aufeinanderfolgende Zyklen eines IMiD und eines Anti-CD38-mAb in einer beliebigen vorherigen Therapielinie sind erforderlich. Das IMiD und der Anti-CD38-mAb müssen nicht aus demselben Behandlungsschema der vorherigen Therapie(n) stammen.
- Dokumentierter Nachweis einer fortschreitenden Erkrankung gemäß den IMWG-Kriterien, basierend auf der Beurteilung des Prüfarztes am Tag der letzten Dosis des letzten Behandlungsschemas oder innerhalb von 12 Monaten danach
- Die Erkrankung muss bei der Screening-Untersuchung im Blut oder Urin messbar sein, gemäß den von der International Myeloma Working Group (IMWG) aufgestellten Diagnosekriterien
- Nur Personen, die nach der Beurteilung des Prüfarztes für mindestens eine der vier Standardtherapien (PVd, DPd, KDd oder Kd) infrage kommen, sollten für diese Studie in Betracht gezogen werden.
- Leistungsstatus gemäß ECOG (Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen) von 0 oder 1
Ausschlusskriterien:
- Vorherige Therapie mit B-Zell-Reifungsantigen (BCMA)
- Vorherige T-Zell-Engager-Therapie
- Vorherige CAR-Therapie oder andere genetisch veränderte T-Zell-Therapie
- Aktive oder frühere Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS) oder der Hirnhäute durch das MM
- Beteiligung des Vorhofs oder der Herzkammern durch das MM
- Vorgeschichte oder aktive Plasmazell-Leukämie, Waldenström-Makroglobulinämie, POEMS-Syndrom (Polyneuropathie, Organomegalie, Endokrinopathie, monoklonale Proteine und Hautveränderungen) oder Amyloidose.
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt
Eine randomisierte, offene, multizentrische Phase-3-Studie zum Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit von BMS-986393 gegenüber Standardtherapien bei erwachsenen Teilnehmern mit rezidiviertem oder refraktärem und Lenalidomid-refraktärem Multiplen Myelom.
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | CA088-1007 |
| ISRCTN: | |
| EudraCT: | |
| Clinicaltrials.gov: | NCT06615479 |
| DRKS: | |
| Sponsor: | Juno, ein Unternehmen von Bristol Meyer Squibb |
| Studienphase: | Phase 3 |
| Status: | Rekrutierung läuft, geplant bis Dezember 2027 |
Hintergrund:
BMS-986393 ist eine autologe chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapie, die gegen GPRC5D gerichtet ist und in einer Phase-1-Studie nach einer einzigen Infusion ein günstiges Sicherheitsprofil und vielversprechende Wirksamkeit gezeigt hat.
Ziele:
Der Zweck dieser Studie ist es, die Wirksamkeit und Sicherheit von BMS-986393 im Vergleich zu Standardtherapien bei erwachsenen Teilnehmern mit rezidiviertem oder refraktärem und Lenalidomid-refraktärem Multiplem Myelom zu vergleichen.
Durchführung:
Teilnehmer werden nach dem Zufallsprinzip in Gruppe A oder B eingeteilt.
- Teilnehmer in Gruppe A erhalten BMS-986393 als CAR-T-Zell-Therapie
- Teilnehmer in Gruppe B erhalten eine Standardtherapie mit unter anderem: Daratumumab. Pomalidomid, Dexamethason und Carfilzomib
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Die Teilnehmer müssen an einem rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom (RRMM) leiden.
- Die Teilnehmer müssen zuvor mindestens eine, jedoch nicht mehr als drei Therapien zur Behandlung des Multiple Myeloms erhalten haben, darunter möglicherweise einen Proteasom-Inhibitor (PI), ein immunmodulierendes Medikament (IMiD) und einen monoklonalen Anti-CD38-Antikörper, und sie sprechen auf eine Therapie mit Lenalidomid (LEN) nicht oder nicht mehr an (d. h., die Erkrankung schreitet während oder innerhalb von 60 Tagen nach Abschluss der LEN-Therapie fort).
- Die Teilnehmer müssen eine dokumentierte Diagnose eines multiplen Myeloms gemäß den Kriterien der International Myeloma Working Group haben.
- Die Erkrankung muss bei der Screening-Untersuchung messbar sein
- Die Teilnehmer müssen einen Leistungsstatus gemäß Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) von 0 oder 1 aufweisen.
Ausschlusskriterien:
- Die Teilnehmer dürfen keine aktive oder frühere Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS) durch ein Multiples Myelom aufweisen.
- Die Teilnehmer dürfen keine solitären Plasmozytome oder nicht sekretorische Myelome ohne andere Anzeichen einer messbaren Erkrankung aufweisen.
- Die Teilnehmer dürfen aufgrund eines schnell fortschreitenden MM keine dringende Behandlung benötigen
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt
Eine Phase-I-Studie mit MAGE-A1-spezifischen TCR-veränderten T-Zellen bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | MAGE-A1-TCR |
| ISRCTN: | |
| EudraCT: | 2017-001208-30 |
| Clinicaltrials.gov: | |
| DRKS: | DRKS00020221 |
| Sponsor: | Charité Campus Berlin Buch mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung |
| Studienphase: | Phase 1 |
| Status: | Rekrutierung läuft |
Ziel:
Untersuchung der Sicherheit und Verträglichkeit ansteigender Einzeldosen von genetisch veränderten, MAGE-A1-spezifischen, zytotoxischen autologen T-Zellen bei Patienten mit rezidiviertem und/oder refraktärem multiplem Myelom
Hintergrund:
T1367 T-Zellen sind autologe, zytotoxische (CD8+) T-Zellen, welche aus dem Blut entnommen und dann im Labor genetisch so verändert werden, dass sie gezielt Myelom-Zellen erkennen und zerstören können.
Durchführung
Die Studie besteht aus mehreren Phasen
1. Voruntersuchung
2. Vorlaufphase, in der T-Zellen mit einer Leukapherese aus dem Blut gefiltert und zu T1367 T-Zellen verändert werden (Dauer ca. 6 Wochen) sowie einer optionalen Überbrückungstherapie bei Patienten mit sehr aggressiver bzw. schnell fortschreitender Erkrankung,
3. Behandlungsphase mit Chemotherapie (Cyclophosphamid und Fludarabin) über 3 Tage und anschließender einmaliger intravenöser Verabreichung der T1367 T-Zellen sowie einer Nachuntersuchung. Während der Behandlungsphase sind die Patienten ca. 20 Tage stationär aufgenommen und werden engmaschig überwacht.
Es werden 3-6 Patienten pro Dosierungsstufe eingeschlossen. Jeder Patient wird nur in jeweils einer Dosisstufe behandelt.
Die vorgesehenen Dosierungsstufen sind 100.000, 1 Million, 10 Millionen und 50 bis 100 Millionen T-Zellen pro kg Körpergewicht (jeweils ± 20%).
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Dokumentierte Diagnose eines rezidivierten/ refraktären multiplen Myeloms
- ECOG Performance Status von 0 bis 2 ((Index zur Abstufung der Lebensqualität von Patienten mit Krebserkrankungen)
- Mindestens 3 vorherige Therapielinien
- Nachgewiesene Expression von MAGE-A1 in mindestens 30% der Tumorzellen in einer Biopsie des Knochenmarks oder einer Manifestation außerhalb des Knochenmarks
Ausschlusskriterien:
- Allogene Stammzelltransplantation
- Jedwede Behandlung mit einer Gentherapie oder gentechnisch veränderten Immuntherapie
- Aktive oder chronische Hepatitis
- HIV Infektion
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
Eine klinische Studie der Phase I/IIa zur Beurteilung der Durchführbarkeit, Sicherheit und Antitumoraktivität von autologen SLAMF7 CAR-T-Zellen beim Multiplen Myelom
Organisatorische Daten:
| Prüfplancode: | Caramba 1 | |
| ISRCTN: | ||
| EudraCT: | 2019-001-264-30 | |
| Clinicaltrials.gov: | NCT04499339 | |
| DRKS: | ||
| Sponsor: |
|
|
| Studienphase: | Phase 1/2a | |
| Status: | Rekrutierung läuft, geplant bis März 2024 |
Ziel:
CARAMBA-1 ist die erste klinische Studie, in der die Anwendung sogenannter SLAMF7Zellen -(engl.: Signaling Lymphocyte Activation Molecule Family Member 7) des chimären Antigenrezeptors (CAR)-T am Menschen untersucht wird. In dieser Studie werden die genetisch veränderten T-Zellen bei Patienten mit fortgeschrittener MM angewendet, bei denen konventionelle Therapien ausgeschöpft sind.
Hintergrund:
Das Multiple Myelom (MM) ist eine seltene hämatologische Malignität von aberranten Plasmazellen.
Es besteht ein hoher und derzeit ungedeckter medizinischer Bedarf an neuartigen, innovativen Behandlungskonzepten zur Verbesserung des therapeutischen Ergebnisses und der Prognose von Patienten, die an MM leiden.
Es gibt definitive Hinweise darauf, dass MM anfällig für immunbasierte Therapien ist, die aus präklinischen Untersuchungen und frühen klinischen Studien stammen.
Die klinische Studie CARAMBA-1 ist eine offene, nicht-randomisierte, multizentrische klinische Studie, die einen Phase I-Dosis-Eskalationsteil mit einem Phase IIa-Dosis-Expansionsteil kombiniert.
In der Phase I werden die Sicherheit der Behandlung mit SLAMF7 CAR-T untersucht und die maximal verträgliche Dosis sowie die für die Phase II empfohlene SLAMF7 CAR-T-Dosis bestimmt.
In der Phase IIa werden die Sicherheit der Behandlung mit SLAMF7 CAR-T untersucht und die Wirksamkeit, definiert als Gesamtansprechrate, von SLAMF7 CAR-T bei Patienten mit MM untersucht. In diesem Teil der Studie werden 25 Patienten mit der SLAMF7 CAR-T behandelt. Nach der CAR-T-Zell-Infusion werden alle Patienten mindestens eine Woche lang Im Krankenhaus überwacht und danach regelmäßig ambulant kontrolliert.
Die Behandlung läuft so ab:
- Die weißen Blutzellen werden mittels Leukapherese extrahiert
- Dann werden die weißen Blutzellen getrennt, um geeignete T-Zellen (Immunzellen) für die genetische Veränderung identifiziert
- “CAR”-Genesequenzen werden in die DNA der T-Zellen eingeführt, um „CAR-T-Zellen“ zu schaffen. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, SLAMF7-Protein auf Myelomzellen zu finden und anzugreifen.
- Die veränderten T-Zellen werden dann außerhalb des Körpers expandiert.
- Anschließend werden die T-Zellen wieder in den Körper der Patienten infundiert, wo sie sich vermehren können, wenn ihnen die Zielproteine begegnen, und die Krebszellen abtöten können.
Das CARAMBA-Projekt und die klinische Studie CARAMBA-1 werden von der Europäischen Union im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 unterstützt.
Weitere Informationen (auf Englisch) unter https://www.caramba-cart.eu/
Ein- und Ausschlusskriterien (Auswahl):
Einschlusskriterien:
- Patient mit der Diagnose MM, der bereits mindestens 2 Behandlungslinien erhalten hat, darunter mindestens ein Zyklus einer Hochdosis-Chemotherapie mit autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation, falls der Patient dafür in Frage kam, und ein immunmodulatorisches Imid-Medikament (z.B. Lenalidomid und/oder Pomalidomid), ein Proteasom-Inhibitor und/oder ein Anti-CD38-Antikörper. (Hinweis: Induktionstherapie, bis zu 2 Zyklen einer Hochdosis-Chemotherapie mit autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation und anschließende Konsolidierungs- und/oder Erhaltungstherapie gelten als eine Behandlungslinie).
- Karnofsky-Leistungsstatus ≥60%. Wenn der Patient einen Karnofsky-Leistungsstatus <60% hat (z.B. nach einer Rückenmarkverletzung), aber vom Untersucher als medizinisch geeignet beurteilt wird, ist der Patient teilnahmeberechtigt.
- Mindestens einer der folgenden Werte müssen gemessen werden:
- Serum M-Protein größer oder gleich 0,5 g/dl
- Urin M-Protein größer oder gleich 200 mg/24 h
- Serumfreier Leichtketten (FLC)-Test: beteiligter FLC-Gehalt größer oder gleich 10 mg/dl (100 mg/l), vorausgesetzt, das Serum-FLC-Verhältnis ist anormal
- Ein durch Biopsie nachgewiesenes auswertbares Plasmozytom
- Anteil der Knochenmark-Plasmazellen in den gesamten Knochenmarkzellen > 10 % (> 30 %, wenn Knochenmark-Plasmazellen der einzige Marker für eine messbare Erkrankung sind)
Ausschlusskriterien:
- Der Patient hat sich in den letzten 12s Monaten vor der Leukapherese einer allogenen Stammzelltransplantation mit entweder Standard- oder reduzierter Konditionierungsintensität unterzogen
- Der Patient hat sich vor mehr als 12 Monaten einer allogenen Stammzelltransplantation mit entweder Standard- oder reduzierter Konditionierungsintensität unterzogen und leidet an chronischer Graft-versus-Host-Disease und/oder erhält systemische Immunsuppressiva
- Der Patient hat in den letzten 8 Wochen vor der Leukapherese Anti-CD38- und/oder Anti-SLAMF7-Antikörper erhalten.
- Der Patient mit Diagnose eines MM
-
- befindet sich in einem ersten Rezidiv nach einer autologen Stammzelltransplantation oder
- in einem zweiten Rezidiv, bei dem anschließend ein komplettes Ansprechen erreicht wird und der Patient dann für eine allogene Stammzelltransplantation infrage kommt, sofern der Patient eine allogene Stammzelltransplantation nicht ausdrücklich ablehnt
Alle weiteren Kriterien besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.
