Kranksein als Lernprozess wurde erstellt von rudi
18 Apr. 2010 15:24
- rudi
-
2203 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Hallo,
den neuen Bericht finde ich sehr gut - wirklich klasse !!
www.myelom.org/fileadmin/Daten/Therapien...nAlsLernprozess-.pdf
(Auch hier links mit roter Schrift angekündigt)
den neuen Bericht finde ich sehr gut - wirklich klasse !!
www.myelom.org/fileadmin/Daten/Therapien...nAlsLernprozess-.pdf
(Auch hier links mit roter Schrift angekündigt)
Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.
rudiversal.wordpress.com
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Margret antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 08:02
- Margret
0 Beiträge seit
24 März 2026
24 März 2026
Hallo Rudi,
das ist ein wirklich interessanter Bericht - vielen Dank, dass du ihn nochmals in Erinnerung bringst. Er sollte Pflichtlektüre vor allem für neue Patienten werden!
Bei der Gelegenheit eine Frage an das Sprecherteam der APMM: Immer wieder muss aus Patientenberichten auf das Versagen der Orthopäden bei der Früherkennung des MM hingewiesen werden. Ich spreche da aus eigener leidvoller Erfahrung. Es muss doch möglich sein, den Orthopäden in diesem Land das Thema nahezubringen und den Fokus auf die Früherkennung erster Symptome zu richten. Immerhin birgt das Nichterkennen für die Ärzte auch juristische Ririken...
Gibt es von Seiten der APMM Initiativen, sich mit dem Dachverband der Orthopäden zu diesem Themenkomplex in Verbindung zu setzen um zumindest für die Zukunft die dramatischen Folgen des Versagens einer ganzen Ärztegruppe zu minimieren?
In den Zeitschriften lese ich immer nur von Treffen der Mitglieder der APMM, habe aber keine Vorstellung worum es dabei konkret geht und ob solche Themen dort Gegenstand sind.
Vielen Dank und freundliche Grüße,
Margret
das ist ein wirklich interessanter Bericht - vielen Dank, dass du ihn nochmals in Erinnerung bringst. Er sollte Pflichtlektüre vor allem für neue Patienten werden!
Bei der Gelegenheit eine Frage an das Sprecherteam der APMM: Immer wieder muss aus Patientenberichten auf das Versagen der Orthopäden bei der Früherkennung des MM hingewiesen werden. Ich spreche da aus eigener leidvoller Erfahrung. Es muss doch möglich sein, den Orthopäden in diesem Land das Thema nahezubringen und den Fokus auf die Früherkennung erster Symptome zu richten. Immerhin birgt das Nichterkennen für die Ärzte auch juristische Ririken...
Gibt es von Seiten der APMM Initiativen, sich mit dem Dachverband der Orthopäden zu diesem Themenkomplex in Verbindung zu setzen um zumindest für die Zukunft die dramatischen Folgen des Versagens einer ganzen Ärztegruppe zu minimieren?
In den Zeitschriften lese ich immer nur von Treffen der Mitglieder der APMM, habe aber keine Vorstellung worum es dabei konkret geht und ob solche Themen dort Gegenstand sind.
Vielen Dank und freundliche Grüße,
Margret
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leopoldi antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 11:15
- leopoldi
-
1197 Beiträge seit
23 Oktober 2009
23 Oktober 2009
Hallo Margret,
"Immerhin birgt das Nichterkennen für die Ärzte auch juristische Risiken..."
Das Problem ist das System. Man wird von A nach B geschickt, erst ein paar Massagen, hier ein Röntgenbild, da ein Blutbild, vielleicht noch ein Hormonspiegel, noch ein Röntgenbild und jedesmal mit einer anderen Diagnose konfrontiert. Mit jeder fachärztlichen Untersuchung verstreichen Tage/Wochen/Monate bis man als Kassenpatient einen Termin bekommt, zu einem Zeitpunkt wo man dies notgedrungen schluckt, weil man hilflos sich der Dringlichkeit und der Tragik noch nicht ganz bewusst ist.
Aber: Welcher Arzt müsste sich bei uns in letzter Instanz ernsthaft vor juristischen Folgen fürchten ...???
LGe
Leopoldi
"Immerhin birgt das Nichterkennen für die Ärzte auch juristische Risiken..."
Das Problem ist das System. Man wird von A nach B geschickt, erst ein paar Massagen, hier ein Röntgenbild, da ein Blutbild, vielleicht noch ein Hormonspiegel, noch ein Röntgenbild und jedesmal mit einer anderen Diagnose konfrontiert. Mit jeder fachärztlichen Untersuchung verstreichen Tage/Wochen/Monate bis man als Kassenpatient einen Termin bekommt, zu einem Zeitpunkt wo man dies notgedrungen schluckt, weil man hilflos sich der Dringlichkeit und der Tragik noch nicht ganz bewusst ist.
Aber: Welcher Arzt müsste sich bei uns in letzter Instanz ernsthaft vor juristischen Folgen fürchten ...???
LGe
Leopoldi
~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
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Margret antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 15:45
- Margret
0 Beiträge seit
24 März 2026
24 März 2026
Hallo leopoldi,
na ja, zunächst mal besteht ein juristisches Risiko - ob daraus Folgen erwachsen, ist dann eine ganz andere Sache. Tatsache ist, dass einem insbesondere in der Anfangszeit nach der Diagnose jede Kraft und Zeit fehlt, sich auch noch mit ärztlichen Gutachtern und Juristen aller Art herumzuplagen. So bleiben massive Fehldiagnosen zumeist ungeahndet.
Ich gehe nicht davon aus, dass die Orthopäden absichtlich nicht handeln, sondern davon, dass reine Gedankenlosigkkeit und eine gewisse Betriebsblindheit dazu führen, dass die Patienten eine lange Karriere als Facharztbesucher hinter sich haben, bis - zumeist zufällig - die richtige Diagnise auftaucht.
Die Orthopäden-Standardsätze
"sie sitzen zuviel am Computer, bewegen sie sich mehr, dann gehen die Schmerzen weg" oder
"nehmen sie ein paar Kilo ab, dann tut der Rücken nicht mehr weg" bis zu
"ich verschreib ihnen mal Massagen - wenn das nicht reicht, kommen sie wieder"
haben wir alle schon gehört.:bang:
Das mag bei geschätzt 90% der Patienten gut und nützlich sein - bei 10% ist es eine Katastrophe!
Mein Ansatz ist daher, über den Dachverband der Orthopäden seitens der APMM was Offizielles in Gang zu setzen - beispielsweise über deren Haus- und Hofzeitung.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand aus dem Sprecherteam der APMM dazu.
Parallel dazu habe ich mit dem Ersteller des Patientenberichts Kontakt aufgenommen. Ich melde mich, wenn es daraus Neues gibt.
Liebe Grüße,
Margret
na ja, zunächst mal besteht ein juristisches Risiko - ob daraus Folgen erwachsen, ist dann eine ganz andere Sache. Tatsache ist, dass einem insbesondere in der Anfangszeit nach der Diagnose jede Kraft und Zeit fehlt, sich auch noch mit ärztlichen Gutachtern und Juristen aller Art herumzuplagen. So bleiben massive Fehldiagnosen zumeist ungeahndet.
Ich gehe nicht davon aus, dass die Orthopäden absichtlich nicht handeln, sondern davon, dass reine Gedankenlosigkkeit und eine gewisse Betriebsblindheit dazu führen, dass die Patienten eine lange Karriere als Facharztbesucher hinter sich haben, bis - zumeist zufällig - die richtige Diagnise auftaucht.
Die Orthopäden-Standardsätze
"sie sitzen zuviel am Computer, bewegen sie sich mehr, dann gehen die Schmerzen weg" oder
"nehmen sie ein paar Kilo ab, dann tut der Rücken nicht mehr weg" bis zu
"ich verschreib ihnen mal Massagen - wenn das nicht reicht, kommen sie wieder"
haben wir alle schon gehört.:bang:
Das mag bei geschätzt 90% der Patienten gut und nützlich sein - bei 10% ist es eine Katastrophe!
Mein Ansatz ist daher, über den Dachverband der Orthopäden seitens der APMM was Offizielles in Gang zu setzen - beispielsweise über deren Haus- und Hofzeitung.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand aus dem Sprecherteam der APMM dazu.
Parallel dazu habe ich mit dem Ersteller des Patientenberichts Kontakt aufgenommen. Ich melde mich, wenn es daraus Neues gibt.
Liebe Grüße,
Margret
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thea antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 20:45
- thea
127 Beiträge seit
03 November 2009
03 November 2009
Mich hat ein Orthopäde 2004 ca. 4 Wochen mit einem gebrochenen Schlüsselbein rumlaufen lassen. In der Parkklinik Weißensee- Berlin erkannte man den Bruch auch nicht. Man wollte mir einen Neurologen rufen,vielleicht habe ich ja ein anderes Problem !!!!!!
Ich teilte das alles der Ärztekammer mit,aber diese räumten mir keine Chancen ein.Ich wollte kein Geld,nur das der Orthopäde mal vor den Schreibtisch kommt und den Patienten untersucht !!!!
Der Arzt äußerte sich dann Monate später:.... das ist ja gar nicht möglich,dass so ein junger Mensch ein Plasmozytom hat !!!!!
Ich wechselte den Arzt und daraufhin meinte er :.....er kam ja gar nicht dazu,zu diagnostizieren (5 Wochen mit Bruch vergangen),da ich die Behandlung unterbrochen habe !!!!
Was soll man dazu sagen,man ist eben ein kleines Licht !
Ich teilte das alles der Ärztekammer mit,aber diese räumten mir keine Chancen ein.Ich wollte kein Geld,nur das der Orthopäde mal vor den Schreibtisch kommt und den Patienten untersucht !!!!
Der Arzt äußerte sich dann Monate später:.... das ist ja gar nicht möglich,dass so ein junger Mensch ein Plasmozytom hat !!!!!
Ich wechselte den Arzt und daraufhin meinte er :.....er kam ja gar nicht dazu,zu diagnostizieren (5 Wochen mit Bruch vergangen),da ich die Behandlung unterbrochen habe !!!!
Was soll man dazu sagen,man ist eben ein kleines Licht !
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Martin.Q antwortete auf Kranksein als Lernprozess
20 Apr. 2010 20:46
- Martin.Q
512 Beiträge seit
18 August 2009
18 August 2009
Hallo liebe Marget,
die Mitglieder des Sprecherteams gucken eventuell nicht alle Nachrichten hier im Forum durch.
Schick doch einfach eine Email an sprecherteam(at)myelom.org mit Verweis auf diese Diskussion hier. Ich denke, dass du dann sicherlich auch eine Antwort bekommen wirst.
Gerne kann ich dies sonst auch machen... Was ist die lieber ?!
VLG
die Mitglieder des Sprecherteams gucken eventuell nicht alle Nachrichten hier im Forum durch.
Schick doch einfach eine Email an sprecherteam(at)myelom.org mit Verweis auf diese Diskussion hier. Ich denke, dass du dann sicherlich auch eine Antwort bekommen wirst.
Gerne kann ich dies sonst auch machen... Was ist die lieber ?!
VLG
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