AMMonline

     

Diddlmaus antwortete auf Gibt es ein Leben nach dem Tod?
26 Nov. 2014 08:12
  • Diddlmaus
  • 1299 Beiträge seit
    21 Oktober 2012
Guten Morgen Freunde :D

Ralf:

Danke sehr für deinen Beitrag aus einer anderen Sicht. Er hat mich zu Tränen gerührt und ich wünsch Dir und Deinen Töchtern von Herzen, dass Ihr einen Weg findet mit eurem Schicksal zurecht zu kommen.

Du hast mich bestärkt in meiner Idee, für meinen Siebenjährigen seine liebsten Geschichten, die er immer wieder hören will, auf Band zu sprechen. Genauso wie ich sie ihm jeden Abend beim zu Bett gehen vorlese.

wenn er es möchte, kann er sich so später Mamis Stimme anhören. Und vielleicht wird damit eine wunderschöne Erinnerung auf noch eine andere Weise festgehalten als nur immer in Bildern.

Fotos sind mir auch sehr wichtig. Ich knips uns bei jeder Gelegenheit zusammen. Und ich möcht ein Fotobuch erstellen. "Me&you" nur mit Fotos von ihm und mir. Von Geburt bis jetzt....

Angela:

Deine Familie hat aber wenig verstanden vom Leben..das ist sehr traurig!!!!

Pinocchio:

Das mit dem Laster trifft zu!!!:bang:

ob unverhofft einfacher wäre ist schwierig zu sagen. Auf jeden Fall aber würd die Sonne bis zum letzten Tag scheinen und die Schatten würden nicht schon Jahre im Voraus auf eine Familie fallen...

Rosi:

Jeden Tag leben als obs der Letzte wäre, ja genau. Da frag ich mich auch immer, wie man den Teg geniessen soll im Wissen, dass es der letzte sein wird...

l

"Sometimes gifts come in strange packages"

"Wenn das Leben Dir Zitronen gibt - mach Limonade draus."

"Das Leben geht weiter - auch wenn es humpelt!"

AngelaR antwortete auf Gibt es ein Leben nach dem Tod?
26 Nov. 2014 13:16
  • AngelaR
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Liebe Marion, Sibylle und alle anderen lieben Familienmenschen, besonders Ralf,
Danke für Eure Gedanken.
Es ist manchmal schwer zu akzeptieren, dass andere Menschen, also unsere Kinder, vom Gefühl her und vom Umgang miteinander anders ticken.
Mir ist eine Umarmung mit wem auch immer sehr wichtig und ich fühle mich in Frankreich sehr wohl, wenn ich alle alten Männer vor dem Bürgermeisteramt mit Küßchen links und rechts begrüßen darf, die Frauen natürlich sowieso. Das fühlt sich an, wie zu Hause zu sein, akzeptiert zu werden. Wenn ich Jemanden umarme, habe ich das Gefühl, ich ziehe Energie aus ihm. Das tut so unendlich gut.
Wenn meine Tochter das nicht so sieht, kann ich das nicht ändern, sie liebt mich trotzdem nehme ich an und wird vielleicht irgendwann mal einen Verlust spüren. Aber auf jeden Fall habe ich etliche Samen in die Kinder gelegt und denke mal, sie werden irgendwann aufgehen oder sind schon am Sprießen.
Vielleicht kommt das mit der körperlichen Nähe wieder, wenn sie selbst Kinder hat?
Und das nicht sprechen wollen ist vielleicht auch ein Schutzmechanismus? Sprich es doch mal an Marion, Du möchtest gern Dein Herz mal ausschütten., ob sich jemand mal die Zeit nehmen kann?
Ich schütte manchmal einfach vor mich hin und als mein Sohn da war ( er kommt gern mal 2 Wochen im Sommer) habe ich herzlich geweint über meine verlorene Liebe und ihm am Hals gehangen. Er hat es ausgehalten.... Also es gibt rare Momente!
Es hatte eben aber nichts mit meiner Krankheit zu tun.
Ich gehe hier allerdings recht offensiv damit um und beballere Jeden damit, dass ich Hilfe brauche und manchmal begegnet mir auch etwas hilfreiches. Bei mir ist eben das irre, das ich gut aussehe in meinem zu engen Körper und scheine unendliche Kraft zu haben und alle kommen zu mir, damit ich ihnen helfe, tückisch so ein Zustand!
Filmen ist wirklich gut, schon allein die kleinen Kindlein, wie sie so waren, das vergißt man so leicht!
Ich habe 1 Video und weiß nicht mal wo das ist, als meine Tochter in die Schule kam, lang lang ist es her....
Und Bioströme gibt es sowieso, wer kennt das nicht, dass man an Jemanden denkt, von dem man schon lange nichts mehr gehört hat und schon ist er am Telefon? Warum sollen also die Verstorbenen nicht irgendwie als Seele noch bei uns sein?
Ich finde es einen tröstlichen Gedanken.

In diesem Sinne eine schöne Adventszeit Euch allen, ich habe eingeladen, wer will kommen am nächsten Sonntag?

Ralf, Du bist herzlich eingeladen mit Deinen Kindern, hier mal Dich auszuschütten und in der Ruhe vielleicht etwas zu Euch zu kommen, Flug nach Toulouse, dann hole ich Euch ab. Angebot steht, für wann ihr wollt!

ngela





rudi antwortete auf Gibt es ein Leben nach dem Tod?
26 Nov. 2014 13:30
  • rudi
  • 2203 Beiträge seit
    23 Oktober 2009

Diddlmaus schrieb: Jeden Tag leben als obs der Letzte wäre, ja genau. Da frag ich mich auch immer, wie man den Tag geniessen soll im Wissen, dass es der letzte sein wird...


Sprüche sind manchmal fast wiedersprüchlich und ich finde wir sollten ganz normal weiterleben, so wie wir es schon immer getan haben.
Mir scheint es auch so als ob mir die Zeit wegrennt, aber ich mache desshalb diese Woche keine Reise oder Kreuzfahrt.
Nein ich habe gestern alte Klamotten angezogen und an der Südseite die Fensterrahmen und Fensterläden mit der Schwingschleifermaus abgeschliffen und dann mit Holzlasur eingepinselt. Heute und Morgen kommt noch ein Anstrich mit verdünntem Leinöl drüber. Damit ist alles wieder für 2-3 Jahre Wetterfest.

Am Montag Reise ich nach Deutschland und am 3.12. beginnt auf M41 in WÜ Hochdosischemo mit drei üblen Mitteln und dann Wachstumsfaktoren spritzen und erneuter Versuch noch mehr Stammzellen zu sammeln. Ein Beutel ist noch eingefroren.
Vorweihnachtszeit könnte man sich besser vorstellen :bang:

Leben muss man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr sondern zwischen Neujahr und Weihnachten :D


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

leopoldi antwortete auf Gibt es ein Leben nach dem Tod?
26 Nov. 2014 20:14
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Ihr Lieben,

ich habe die Rubrik mitverfolgt. Berührend, wie ihr zum Ausdruck bringt was Euch bewegt. So vieles davon kommt mir als Angehöriger bekannt vor. Damals vor über sechs Jahren die Angst mit drei Kindern allein dazustehen, die Angst vor dieser Verantwortung, zu wissen jetzt muss ich umso mehr da sein, in letzter Instanz lastet es auf mir.
2008 schien mir die Prognose von zwei bis drei Jahren nach dem ersten Schock tröstlich; rückblickend sind mehr als sechs Jahre wie im Flug vergangen.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~

gast antwortete auf Gibt es ein Leben nach dem Tod?
26 Nov. 2014 21:25
  • gast
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
Hallo,
ich lese schon eine ganze Weile hier im Forum mit und trau mich jetzt mal euch zu schreiben.
Meine Mutter hatte auch ein MM ( sie hat 17 Jahre damit gelebt ) und ist dieses Jahr im Juli verstorben. Sie hat mir und meinen zwei Geschwistern eine Videoaufnahme hinterlassen, die sie mit Hilfe Ihres Psychoonkologen erstellt hat. Mein Vater hatte den Auftrag uns dieses nach Ihrem Tod zu geben.Für mich ist diese gefilmte Gespräch sehr tröstlich gewesen, vor allem deshalb, weil sie im Gespräch davon gesprochen hat, dass sie zufrieden mit ihrem Leben war und loslassen kann und dass sie sehr hofft, dass wir das auch können.
Dieser eine Satz von ihr ist der allergrößte Trost für mich, vor allem weil ihr Sterben bei mir mit viel Schuldgefühlen ( was man nicht hätte noch alles sagen, tun und geben können ) verbunden war. Ich bin ihr für diese letzte Botschaft sehr dankbar.

Liebe Grüße
Denise

ABo antwortete auf Gibt es ein Leben nach dem Tod?
26 Nov. 2014 22:04
  • ABo
  • 0 Beiträge seit
    24 März 2026
wenn man das hier alles liest, das ist alles so traurig :cry:

ich wünschte auch ich hätte noch irgendeine aufnahme meiner mom, also mit stimme, auch wenn ich mir diese vielleicht gerade nicht anschauen könnte. aber so habe ich angst, vielleicht einmal zu vergessen, wie sie gesprochen hat.

mein vater und ich werden dieses jahr weihnachten getrennt verbringen. normalerweise habe ich bis jetzt bis auf zwei ausnahmen jedes jahr zu hause verbracht, weihnachten war mir immer heilig, weil wir uns leider immer so selten gesehen haben.
jetzt können wir uns beide nicht vorstellen weihnachten zuhause zu sitzen, nur wir beide, und meine mama ist nicht dabei. ich denke wir werden beide versuchen diesen tag einfach nur rumzukriegen, mein vater hat gsd eine einladung bekommen, und ist somit auch nicht alleine, und ich hab ja hier meinen freund und meine hunde.

bezüglich des vielleicht etwas weniger zärtlich sein damit es dem kind nicht so schwerfällt währned man doch eigentlich innig liebt: ich glaube das funktioniert nicht. ganz einfach weil es die mutter ist.
meine mama und ich haben uns immer so häufig gestritten, auch nach der diagnose als wir dachten sie hat noch ein paar jahre zu leben haben wir nie darüber gesprochen was wir versäumt haben, was falsch lief etc.
erst als uns allen klar war (also quasi einen tag vor ihrem tod) dass sie sterben wird, sind sämtliche mauern gefallen und ich habe ihr gesagt wie sehr ich sie liebe. so wäre mir das wohl nie über die lippen gekommen, ich bin da eher der verschlossene typ.
manchen leuten fällt so etwas vielleicht einfach schwerer.

das sprichwort dass man erst merkt wie sehr man etwas liebt, wenn man es nicht mehr hat, das ist leider sehr sehr war. es ist jetzt genau drei wochen her dass sie gestorben ist, und ich bin einfach so in ein tiefes schwarzes loch gefallen, weine jede nacht heimlich und funktioniere einfach noch nur, das leben muss ja weitergehen, obwohl ich am liebsten nur die decke über den kopf ziehen würde und mich gerne aus der welt ein wenig zurückziehen würde, weil da einfach zu viel trauer ist, darüber dass sie nicht mehr da ist, dass sie so viel leiden musste, dass sie selber so unendlich traurig war zu gehen, darüber dass sie heute nicht erlebt hat, und morgen auch nicht, das ist so schwer zu ertragen.

ich habe genau einmal von ihr geträumt, ich sass im haus meiner eltern, und sie lief vorbei, und ich meinte nur "hallo", ohne groß aufzuschauen. und habe dann selber im traum gemerkt: moment mal, sie ist doch tot, du musst jetzt aufstehen und sie umarmen wo sie doch jetzt wieder da ist, und dann hab ich hochgeschaut und sie war weg und ich bin weinend aufgewacht.

es ist einfach so schwer, und es tut so weh.

traurige grüße
anne

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