Weitere Informationen zum Bericht zu den durch CAR-T-Zell-Therapie verursachten sekundäre Lymphome vom 17.02.25:
- Forschende der Universitätsmedizin Leipzig, des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie sowie der Uniklinik Köln haben eine seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung bei der CAR-T-Zell-Therapie entdeckt und analysiert und im Journal Nature Medicine veröffentlicht.
- In der aktuellen wissenschaftlichen Publikation wurde ein Fall untersucht, bei dem ein Patient mit Multiplem Myelom neun Monate nach einer CAR-T-Zelltherapie ein T-Zell-Lymphom entwickelte, das sich neben dem Blut auch in der Haut und im Darm zeigte. Der Tumor entstand aus den genetisch veränderten T-Zellen, die zur Behandlung eingesetzt worden waren.
- Die Forschenden fanden heraus, dass nicht nur aktuelle genetische Veränderungen der T-Zellen für den Tumor verantwortlich waren. Auch bereits vorhandene, also früh angelegte Genveränderungen der blutbildenden Zellen des Patienten spielten eine Rolle.
Zur Analyse des Phänomens wurden verschiedene Verfahren des Next-Generation-Sequencing eingesetzt. Diese Methoden waren bereits vorher in enger Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Merz an der Universitätsmedizin Leipzig und von Dr. Kristin Reiche am Fraunhofer IZI etabliert worden.
„Dieser Fall liefert wertvolle Erkenntnisse zur Entstehung und Entwicklung eines CAR-tragenden T-Zell-Lymphoms nach innovativen Immuntherapien und zeigt die Bedeutung von genetischen Wegbereitern für eine solche mögliche Nebenwirkung“, sagt Merz, Oberarzt an der Klinik für Hämatologie, Zelltherapie, Hämostaseologie und Infektiologie des Universitätsklinikums Leipzig.
- Das Forschungsteam reichte nun eine zweiten wissenschaftlichen Arbeit als Manuskript ein, indem dieser Patientenfall und die weltweit neun weiteren publizierten Fälle von T-Zell-Lymphomen aus CAR-T-Zellen systematisch zusammengefasst wurden.
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