Beim ASH 2023 wurden die Ergebnisse von mehreren Erstlinienstudien bei transplantierfähigen Patienten mit einem CD38 Antikörper präsentiert.
Der Einsatz der beiden Medikamente Daratumumab und Isatuximab bringen einen großen andauernden Vorteil im Therapie-Ergebnis.
In der Studie Phase-III-Studie PERSEUS wurde das Therapieschema DARA-VRd mit VRd verglichen.
Mit Dara-VRd wurde eine MRD-Negativität von 75,2 % erreicht (VRd: 47,5%).
Der ermittelte Prozentsatz der Patienten, die nach 48 Monaten ein progressionsfreies Überleben erreichten, lag in der D-VRd-Gruppe bei 84,3 Prozent und in der VRd-Gruppe bei 67,7 Prozent
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Zitat von Assoz.-Prof. Priv.- Doz. Dr. Wolfgang Willenbacher: „Mit den Ergebnissen ist eindeutig ein neuer Therapiestandard begründet.“
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In der Phase-3-Studie Iskia wurde eine Vierfachkombination mit Isatuximab getestet.
Wir berichteten hier darüber
Auch in der Iskia Studie ergab sich ein großer Vorteil bei der MRD Negativität im Vergleich zu einer Dreikombination ohne Antikörper. Die Daten zum progressionfreien Überleben liegen für diese Studie noch nicht vor.
Vierer-Kombinationen bei der Erstlinientherapie bei Patienten mit Hochrisiko/Ultrahochrisiko Genetik.
Auch hier liegen neue Studienergebnisse der französischen Studie IFM-2018-04 vor und die Ergebnisse zeigen auch hier einen deutlichen Zugewinn an MRD-Negativität (94%) und eine Progressionfreiheit nach 2 Jahren von 87%.
Das Studienprotokoll sah auch eine Tandemtransplantation vor. Dieses besonders intensive Therapieschema hat dadurch auch eine höhere Toxizität aufzuweisen
Priv.-Doz. Dr. Niklas Zojer geht in seinem Videobericht ASH 2023: Highlights beim Multiplen Myelom – Fokus CD38-Antikörper insbesondere auf die IFM-Studie ein.
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