AMMonline

     

Sunny antwortete auf Car- T- Zelltherapie
08 Okt. 2024 14:03
  • Sunny
  • 578 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Ich werde das Verschwinden der Zellen und wie es danach weitergeht morgen ebenfalls ansprechen und auch fragen, ob es mittlerweile irgendwelche neue Studien dazu gibt. Oder ob man herausgefunden hat, ob sich der Körper das irgendwie merkt und dann selbst veränderte Zellen zur Vernichtung der Tumore herstellt. Wäre das nicht fantastisch, dass es so ein Gedächtnis dafür geben könnte und sich der Körper dann selbst helfen könnte?

LG Sunny

Genieße deine Zeit, denn du lebst jetzt und heute. Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst.

miregal antwortete auf Car- T- Zelltherapie
08 Okt. 2024 19:06
  • miregal
  • 1011 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Krebserkrakungen entstehen ja gerade dadurch, dass der Körper die bösartigen Zellen nicht erkennt und sie ungehemmt wachsen. Darum wird ja mit genmanipolierten Gedächtniszellen "nachgeholfen". Da aber nicht die Stammzellen manipuliert werden, sondern die ausgereiften T-Zellen, kommen auch wieder native T-Zellen in Umlauf. T-Zellen leben etwa ein Jahr und können sich bei Bedarf auch selbst vermehren. Warum sie dann irgendwann scheinbar "aussterben" weiß ich nicht. Vielleicht ziehen sie sich auch einfach in die Milz zurück und schlummern bis sie wieder gebraucht werden. Aber das geänderte Genom kann auch auf andere Zellen übertragen werden und neue Krebsformen auslösen. Stand im letzten Rote Hand Brief der unter Neuigkeiten verlinkt wurde

Flo83 antwortete auf Car- T- Zelltherapie
08 Okt. 2024 19:34
  • Flo83
  • 75 Beiträge seit
    27 Februar 2024
In einer aktuellen Forschungsarbeit von der Uniklinik Düsseldorf (auch bei Myelom online aktuell veröffentlicht) geht man eher davon aus, dass die veränderten T-Zellen schon vorher bestanden und die CAR-T Infusion nicht der alleinige Auslöser für die die hämatologischen Zweitkrebs-Erkrankungen sind.
Ich denke es braucht noch einiges an Zeit und Nachverfolgung um Schlüsse daraus zu ziehen. Man hat eben nicht die 25-30 Jahre Erfahrung wie bei der HD/ ASZT.

Siehe Artikel: idw-online.de/de/news840792

Nichts ist beständiger als der Wandel

Sunny antwortete auf Car- T- Zelltherapie
09 Okt. 2024 14:47
  • Sunny
  • 578 Beiträge seit
    07 Januar 2024
Hallo Eva,

leider kann ich keine befriedigenden Antworten geben, denn der bisher für uns zuständige Arzt hat die Abteilung gewechselt und nun ist ein neuer, junger Arzt da, der noch nicht in allen Bereichen informiert ist. Er will aber nachfragen wo die Car-T-Zellen in Belgien hergestellt werden und uns das bei der nächsten Kontrolle Ende Oktober mitteilen.

Zu dem Verschwinden der Car-T-Zellen und der von dir gefundenen Studie kann er nur sagen, dass 27 Probanden nicht sehr aussagekräftig sind. Was aber vermutet wird ist (wenn ich das richtig verstanden habe), dass Cortison das Sterben von Car-T-Zellen begünstigt, vor allem wenn es hoch dosiert wird. Das ist wohl auch der Grund, warum über jedem Krankenhausbett bei der Car-T-Zelltherapie ein Schild mit „Keine Steroide“ hängt. Manchmal müssen sie aber gegeben werden, wenn schlimme Nebenwirkungen eintreten, die unbedingt damit behandelt werden müssen.

Er hatte leider auch keine neuen Studien parat, konnte nur sagen, dass 40 % der Patienten, die mit Car-T-Zellen behandelt wurden, nach 5 Jahren immer noch frei von jeglicher Tumoraktivität sind.

Zum Paraprotein meinte er, dass diese normalerweise nicht im Körper vorhanden sind und u.a. durch das MM produziert werden. Wenn also nach der Car-T-Zelltherapie wieder Paraproteine nachweisbar sind, ist das kein gutes Zeichen und man muss genau nachgucken. Ich hoffe sehr, dass sich bei deinem Mann eine andere Erklärung für das Paraprotein ergibt. Vielleicht habt ihr ja mittlerweile schon weitere Informationen von eurem behandelnden Onkologen bekommen.

LG Sunny

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GieW antwortete auf Car- T- Zelltherapie
09 Okt. 2024 15:18
  • GieW
  • 12 Beiträge seit
    26 September 2023
Auf dem Myelom-Studientag (5.10.24) in Antwerpen wurde mir geantwortet, dass die Produktionsanlage in Gent für die kommerzielle Produktion bereit ist, aber noch auf das Prokoll mit der belgischen Regierung wartet (geplant 1/3/25)

Gie

Mapoli antwortete auf Car- T- Zelltherapie
09 Okt. 2024 16:09 - 09 Okt. 2024 16:10
  • Mapoli
  • 1676 Beiträge seit
    18 Juni 2011
@ Flo: in dem von Dir verlinkten Artikel geht es meines Wissens nicht um die CAR-T-Zellen beim MM, sondern um CD-19 CAR-T-Zellen. Nur als Richtigstellung, damit es hier nicht zu Verwirrungen führt.
Allerdings gibt es ähnliche Forschungsansätze zum Multiplen Myelom auch in anderen Kliniken, so z.B. von Max Köppel am Uniklinik Würzburg. Dieses Projekt wird gefördert mit dem Jose Carreras DGHO Promotionsstipendium. Wir haben in den Neuigkeiten am 4. September dazu berichtet und auch die Pressemitteilung dazu hinterlegt: www.myelom.org/neuigkeiten.html

@Sunny: zu der Aussage "40%..." wäre interessant zu wisse, ob er dass allgemein meint für CAR-T-Zellen. Auch hier muss beachtet werden, dass die Ergebnisse bei andere Krebserkrankungen oft deutlich besser sind. Es wäre wirklich schön, wenn das beim MM so zutreffen würde. Bisher werden da leider immer noch andere Zahlen genannt. Ich fürchte, da wurden die anderen Erkrankungen mit einbezogen. Kannst Du das bitte noch mal hinterfragen?

Liebe Grüße
Ma
Letzte Änderung: 09 Okt. 2024 16:10 von Mapoli.