AMMonline

     

14 Juni 2021 22:12
  • miregal
  • 1011 Beiträge seit
    17 Mai 2019
Dekristol ist rezeptpflichtig, sagt schon Einiges.

14 Juni 2021 22:39
  • Mimau
  • 194 Beiträge seit
    15 Oktober 2017
Mein Bruder hatte es mit Vitamin D3 mal etwas übertrieben. Der hatte ein Spiegel von deutlich über 100 ng/ml . Theoretisch hätte er schwer krank oder tot sein müssen.
Aber nichts davon ist eingetreten.
Nur mal zur Beruhigung Betreff "Überdosierung" ;-)
Wenn man das ständig macht.... möglich das dies übel werden könnte. Weiß ich aber nicht genau.

14 Juni 2021 22:54 - 14 Juni 2021 22:57
  • Karsten
  • 482 Beiträge seit
    22 April 2010

Mope schrieb: Hallo Monika, warum ist Vit D und Magnesium gefährlich? vg


Das war ein Spruch vom Onkologe.
Da kannst du jeden Arzt fragen, wenn das Thema Vitamin D angesprochen wird, winken die meisten ab und wollen von den positiven Wirkungen nichts wissen, oder sie stellen sich dumm, anders kann ich das nicht sagen.
Wir haben hier einen Extra Thread zum Thema D3, da sind genügend Links über die positiven Eigenschaften vom D3 beschrieben.
Ich selbst nehme die Woche 80tsd. i.E und lasse beim Onko regelmäßig kontrollieren. (16 Euro alle 3 Monate ist es mir wert)
Hatte mal nur 40 ng/ml als Leberwert und habe 12 Tage nacheinander 150tsd. i.E.am Tag genommen und was ist passiert? Ich hatte wieder 85 ng/ml.
Toxisch wird D3 erst bei 150ng/ml, da müsste ich weiterhin 150tsd. am Tag nehmen um dort hin zu kommen. (Das wären fast 8 Dekristol am Tag)
Letzte Änderung: 14 Juni 2021 22:57 von Karsten. Begründung: Verschrieben

15 Juni 2021 09:41 - 15 Juni 2021 09:41
  • UndineD.
  • 0 Beiträge seit
    22 März 2026
Persönlich habe ich in etwa die gleichen Erfahrungen gemacht wie Karsten, bleibe auch bei dieser Meinung. Schlimm genug, dass die Ärzte es nicht besser wissen (wollen?). IMMER NOCH NICHT!
Mangel oder niedriger Spiegel kann sämtliche Krankheiten fördern, hoher Spiegel kurz unter 100 ist ok.
Habe von einem Fall gehört, da hatte der Patient total überdosiert, weil falsch verstanden, er hatte dann Wert 300- und keinerlei Beeinträchtigungen.
Aber Karsten hat auch hier recht: Dieses Thema gehört in den gleichnamigen Thread!
L.G.Undine
Letzte Änderung: 15 Juni 2021 09:41 von UndineD..

16 Juni 2021 08:39
  • Gordon_Bloeh
  • 219 Beiträge seit
    03 April 2016
Mope schrieb: Hallo Monika, warum ist Vit D und Magnesium gefährlich? vg

Dazu Karsten:
Das war ein Spruch vom Onkologe.
Da kannst du jeden Arzt fragen, wenn das Thema Vitamin D angesprochen wird, winken die meisten ab und wollen von den positiven Wirkungen nichts wissen, oder sie stellen sich dumm, anders kann ich das nicht sagen.

Meine Erfahrung:
Nach 7 Jahren Myelompatient ohne Knochenprobleme hat nach erneutem Rezidiv das FDG-PET/CT vom 10.5.2021 folgendes ergeben: 3 neue hypermetabole Herde im Os ilium bds.: keine frakturgefährdeten Lysen, keine extramedullären Läsionen.

1 Onkologe hat gemeint, ich soll begleitend mit XGeva beginnen, was ich wegen der möglichen Nebenwirkungen (Kiefernegrose) noch vermeiden möchte. Daraufhin wurde mir von 2 Onkologen meiner Klinik geraten, ein Calzium + Vitamin D3 Präparat zu nehmen. Das mache ich jetzt auch und ich glaube, es wirkt. Keine besonderen Probleme mit den Herden.
Gruss Henry

Wie sagte einmal ein Myelompatient: "Geniesse das Leben, es kann länger dauern, als du denkst"!

01 Juli 2021 11:35 - 01 Juli 2021 11:40
  • leopoldi
  • 1197 Beiträge seit
    23 Oktober 2009
Hallo Mope,

sorry dass ich so spät reagiere.

Es wird viel zum Thema Vitamin D3 geschrieben, allerdings auch immer vor Überdosierung gewarnt. Allgemein heißt es, 20 Minuten in der Sonne würden ausreichen, um über die Haut genügend Vitamin D zu bilden und - supplementieren sollte man nur, wenn man wirklich im Mangel ist.
Wo genau der Mangel anfängt, darüber scheiden sich die Geister. Wissenschaftler sagen, ein Mangel beginnt bei <30 ng/ml, wohingegen in letzter Zeit von eher nicht offiziellen Seiten immer häufiger zu lesen ist, dass Werte von 50 - 80 ng/ml empfohlen werden. Ich meine diese Empfehlung auch von Onkologen gelesen zu haben, ebenso im Zusammenhang mit Corona. Unser Körper braucht Vitamin D3 insbesondere für ein gut funktionierendes Immunsystem und für unsere Knochen. Das Immunsystem leistet nicht nur wertvolle Arbeit in der für uns so offensichtlichen Infektabwehr. In irgendeiner Form sind fast alle Krankheiten irgendwann auf unser Immunsystem zurückzuführen. Jegliche Art von Entzündungen, Entstehung von aktiver Krebserkrankung, Autoimmunerkrankungen. Ich möchte fast sagen, damit sind nahezu alle körperlichen Unzulänglichkeiten in irgendeinem Stadium inbegriffen.

In einschlägigen Kreisen (Alternativheilkundler, Menschen mit verschiedenen Erkrankungen die sich auf ihre eigenen Wege begeben) hab ich nun des öfteren gelesen, dass Verbesserungen erst bei 120 ng/ml aufwärts gesehen werden. An dem Punkt schlagen Ärzte die Hände über dem Kopf zusammen. Oder wie bei meinem Mann bei einem Wert von 87 ng/ml. Solche Werte erreichen die wenigsten Menschen nur durch Sonneneinstrahlung oder von den allgemein empfohlenen Einnahmen von 20.000 i.E. Dekristol alle 14 Tage. Wir haben zwei Wochen in Hammerdosierung aufgefüllt und nehmen zur Erhaltung täglich im Wechsel 10.000 bis 15.000 i.E..
Wie vor bereits geschrieben, tut es meinem Mann gut. Ich bin in diesem Forum eigentlich nur die Randfigur. Habe seit einigen Jahren eine "gesicherte MS-Diagnose", entdeckt auf Grund von Symptomen die dann aber doch nicht mit der Diagnose in Einklang zu bringen waren. Fluorchinolon/Ciprofloxacin, das steht auf einem anderen Blatt. Hinzu gekommen Gadolinium-Vergiftung nach zahlreichen dicht aufeinander gefolgten Kontrastmittelgaben im Rahmen der Diagnostik. Ich bin wohl nicht der bestangesehene Patient in der neurologischen Klinik, weil ich mich von Anfang an quergestellt hab und jeglicher Behandlung entsagt habe. Keine der Prophezeiungen ist in mittlerweile sechs Jahren eingetroffen. Ganz im Gegenteil hatte ich letztes Jahr das Gefühl, der Neurologe war nun auch etwas verunsichert, weil meine Erkrankung "so überhaupt keine Dynamik" zeigt. Damit war ich dann endlich auch aus der Empfehlung einer Basistherapie heraus. Ob das Vitamin D3 einen Beitrag dazu geleistet hat, kann ich natürlich nicht behaupten. Zumindest geht's mir diesbezüglich gut, wieso sollte ich hinterfragen.

Ärzte sagen, das wäre gefährlich - weil:
Vitamin D3 sorgt für maximale Gewinnung des über die Nahrung aufgenommenen Calciums. Wenn dies nicht verstoffwechselt werden kann, kommt es zu Ablagerungen in Gefäßen, Gelenken und in den Nieren. Letzteres war betreffend MM meine größte Sorge. Im Blut zeigt sich das als Hyperkalzämie.
Was Ärzte nicht sagen:
Vitamin D3 braucht zwingend Magnesium zur Umwandlung in seine aktive Form, um das gewonnene Calcium zu verwerten braucht es Vitamin K2, für den Transport (K2 beeinflusst die Fließbarkeit im Blut, jedoch nicht zu verwechseln mit K1). Dann kommt noch Vitamin A hinzu (benötigen die Zellrezeptoren damit D andocken kann).
Das alles laienhaft unter Vorbehalt.
Wie gesagt, um eine möglichst hohen Effekt zu erzielen, benötigt man relativ hohe Dosen von D3. Ohne Berücksichtigung der Kofaktoren könnte das ins Auge gehen, deshalb kann das "gefährlich" sein. Und in höherer Dosierung sollte man tatsächlich nicht zusätzlich Calcium zuführen. Gerade bei Autoimmunerkrankungen gibts eine Behandlungsform - das Coimbra-Protokoll. Da wird Vitamin D3 in schwindelnd hohen Dosierungen verabreicht, dann kommts sogar so weit, dass die Calciumaufnahme über Ernährung gut kontrolliert werden muss, weil es sonst eben zu besagten Ablagerungen kommen kann.
Ich praktizier das so seit drei Jahren. Ein Rheumatologe hat drauf bestanden, Hände und Füße zu röntgen, um die Ablagerungen sichtbar zu machen. Der Urologe hat die Niere geschallt. Keine Ablagerungen, weder in Gelenken noch in der Niere. Infekte hatte ich die letzten Jahre kaum, selbst als unser im gemeinsamen Haushalt lebender Sohn nachgewiesene Influenza hatte, sind wir beide standhaft geblieben.

Ich bin weit davon entfernt, jemandem ne Empfehlung geben zu wollen, nur ich für meinen Teil bin von meinem Tun insoweit überzeugt. Und es soll auch überhaupt nicht in die Richtung gehen, dass man allein mit einer guten Versorgung von Vitaminen dem MM begegnen könnte. Ich denke man kann die Entwicklung positiv beeinflussen, aber ein aktives Myelom lässt sich nach meiner Meinung ohne chemische Keule nicht maßgeblich beeindrucken.

LGe
Monika

~ Wenn Du meinst auf der Schattenseite zu sein, denk dran - die Erde dreht sich ~
Letzte Änderung: 01 Juli 2021 11:40 von leopoldi.