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Neuigkeiten zum Multiplen Myelom

 

ASH 2023: Wirksamkeit und Verträglichkeit von Teclistamab unter Alltagsbedingungen

In einer Real-World-Analyse wurden die Daten von 115 MM-Patient:innen retrospektiv erfasst und ausgewertet,
die zwischen Juli 2022 und Juli 2023 an 18 verschiedenen deutschen Zentren mit mindestens einer vollen Teclistamab-Dosis behandelt wurden.

Teclistamab zeigte dabei unter Alltagsbedingungen eine ähnliche ORR (ORR; partielle Remission oder besser) wie in der MAJESTEC-1-Studie.
Das PFS war geringfügig niedriger, aber das Patient:innenkollektiv der Real World-Analyse umfasste einen höheren Anteil Betroffener mit Hochrisikomerkmalen,
extramedullärer Erkrankung und hoher Krankheitslast sowie hämatopoetischen oder renalen Beeinträchtigungen.

zum kompletten Beitrag auf onkologie heute

Akupunktur, um Erbrechen bei Chemotherapie zu verhindern

Akupunktur kann die bisherigen Standardmaßnahmen bei der Vorbeugung von chemotherapiebedingtem Erbrechen unterstützen.

Eine unangenehme, für die Patienten belastende Nebenwirkung der Chemotherapie ist Erbrechen. Es kann rasch, also akut nach dem Beginn der Therapie auftreten oder verzögert. Wenn zusätzlich zu den bisherigen Standardmaßnahmen (Supportivtherapie) Akupunktur eingesetzt wird, kann das unter Umständen dabei helfen, das akute Erbrechen zu verhindern. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer Medicine, nachdem sie in einer Überblicksstudie Daten aus mehreren klinischen, randomisierten Studien zusammengefasst und ausgewertet haben.

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Die Europäische Kommission genehmigt ELREXFIO® von Pfizer für die Behandlung des rezidivierten und refraktären Multiplen Myeloms

Pfizer berichtet, dass die Europäische Kommission (EC) die bedingte Marktzulassung für ELREXFIO® (Elranatamab) erteilt hat. ELREFXIO ist eine zielgerichtete Immuntherapie zur Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom (RRMM), die mindestens drei vorangegangene Therapien erhalten haben, darunter einen Proteasom-Inhibitor, einen immunmodulatorischen Wirkstoff und einen Anti-CD38-Antikörper, und bei denen die Krankheit unter der letzten Therapie fortgeschritten ist.

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ASH 2023: CD38 Antikörper in der Erstlinie bei transplantierfähigen Patienten

Beim ASH 2023 wurden die Ergebnisse von mehreren Erstlinienstudien bei transplantierfähigen Patienten mit einem CD38 Antikörper präsentiert.

Der Einsatz der beiden Medikamente Daratumumab und Isatuximab bringen einen großen andauernden Vorteil im Therapie-Ergebnis.     

 

In der Studie Phase-III-Studie PERSEUS wurde das Therapieschema DARA-VRd mit VRd verglichen.

Mit Dara-VRd wurde eine MRD-Negativität von 75,2 % erreicht (VRd: 47,5%).

Der ermittelte Prozentsatz der Patienten, die nach 48 Monaten ein progressionsfreies Überleben erreichten, lag in der D-VRd-Gruppe bei 84,3 Prozent und in der VRd-Gruppe bei 67,7 Prozent

Link zu Arznei-News

Zitat von Assoz.-Prof. Priv.- Doz. Dr. Wolfgang Willenbacher: „Mit den Ergebnissen ist eindeutig ein neuer Therapiestandard begründet.“

Link zu seinem Video ASH-2023-Highlights bei Multiplen Myelom

    

 

In der Phase-3-Studie Iskia wurde eine Vierfachkombination mit Isatuximab getestet.

Wir berichteten hier darüber

Auch in der Iskia Studie ergab sich ein großer Vorteil bei der MRD Negativität im Vergleich zu einer Dreikombination ohne Antikörper. Die Daten zum progressionfreien Überleben liegen für diese Studie noch nicht vor.

    

 

Vierer-Kombinationen bei der Erstlinientherapie bei Patienten mit Hochrisiko/Ultrahochrisiko Genetik.

Auch hier liegen neue Studienergebnisse der französischen Studie IFM-2018-04 vor und die Ergebnisse zeigen auch hier einen deutlichen Zugewinn an MRD-Negativität (94%) und eine Progressionfreiheit nach 2 Jahren von 87%.

Das Studienprotokoll sah auch eine Tandemtransplantation vor. Dieses besonders intensive Therapieschema hat dadurch auch eine höhere Toxizität aufzuweisen

Priv.-Doz. Dr. Niklas Zojer geht in seinem Videobericht ASH 2023: Highlights beim Multiplen Myelom – Fokus CD38-Antikörper insbesondere auf die IFM-Studie ein.

Zum Video

 

Multiples Myelom: Viererkombination mit tieferen Remissionen als ein Dreierregime

Das Ärzteblatt berichtet am 15.Dezember über die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego präsentierten Ergebnisse der Phase-3-Studie Iskia.

In der Studie wurde eine Viererkombination, bestehend aus dem CD38-Antikörper Isatuximab, dem Proteasominhibitor Carfilzomib, dem Immunmodulator Lenalidomid und dem Steroid Dexamethason (IKRd) gegen die Dreierkombination ohne den Antikörper (KRd) getestet. Von beiden Therapieregimes wurden jeweils 4 Zyklen vor der ASCT und danach zur Konsolidierung gegeben.

Primärer Endpunkt war die Rate an Patientinnen und Patienten, die nach Konsolidierung keine minimale Resterkrankung (MRD) mehr aufwiesen.
Hierbei war die Vierer- der Dreierkombination signifikant überlegen: 77 % versus 67 % der Patienten hatten nach der Konsolidierung MRD-Negativität erzielt (Odds Ratio [OR] 1,67; p = 0,049).
Wurde eine noch sensitivere Methodik mit einer Nachweisschwelle von 10-6 verwendet, so war der Unterschied mit 67 % versus 48 % noch ausgeprägter (OR 2,29; p < 0,001).
Bei PFS zeigten sich aktuell noch keine Unterschiede zwischen beiden Therapiearmen, dafür war die Nachbeobachtungszeit noch zu kurz.
Die Toxitäten der Therapie war im Arm mit Isatuximab minmal höher als ohne.

Die Viererkombination kann also zu deutlich tieferen Remissionen führen, so Francesca Gay von der Universität in Turin. Ob das in besseren Überlebensdaten resultiert, wird erst die längerfristige Nachbeobachtung zeigen. Sie wird auch Aufschluss darüber geben, wie die MRD-Negativität mit progressionsfreiem und Gesamtüberleben korreliert.

 

zum Artikel im Ärzteblatt

GSK nimmt Blenrep vom Markt

am 15. Dezember hat der Arzneimittelhersteller GSK in einer Infomail bekanntgeben das Medikament Blenrep vom Markt zu nehmen, da mit dem Verlust der Zulassung durch die europäische Kommission in den nächsten Monaten zu rechnen ist. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP)  hat auch nach einer 2. Überprüfung erneut empfohlen  die Zulassung nicht zu verlängern.

Blenrep wird in der nächsten Zeit zwar noch verfügbar sein, GSK empfiehlt Ärzten und Patienten auf eine andere Therapie zu wechseln.

GSK Infomail : Negative Bewertung des CHMP zur bedingten Marktzulassung von Blenrep

 

Neuigkeiten vom "ASH" zum Multiplen Myelom

Das Kompetenznetz Maligne Lymphome hat ein Video mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Neuigkeiten vom großen Kongress in San Diego zum Multiplen Myelom ins Netz gestellt.

Prof. Dr. Goldschmidt berichtet in seinem Beitrag zu 4 wichtigen Themen zum Multiplen Myelom, die in dieser Woche beim 65. ASH-Meeting der Hämatologen in den USA vorgestellt wurden.


1.) Dara-VRD versus VRD vor und nach Hochdosistherapie mit autologer Blutstammzelltransplantation
2.) Isa- KRD versus KRD vor und nach Hochdosistherapie mit autologer Blutstammzelltransplantation
3.) Minimal Residual Disease (MRD) KM/Blut: Daten der Präsentationen der spanischen Gruppe um Bruno Paiva
4.) Die Rolles der Autologen Transplantation beim Rezidivierten Multiplen Myelom

 

Im Video wird deutlich, dass die vierer Kombinationen der neue Standard vor und nach Hochdosistherapie werden wird, die Dauer der Therapie weiterhin noch unklar und abhängig vom Risikofaktor ist, MRD- Diagnostik im Knochenmark immer wichtiger wird und in Zukunft im Blut bestimmt werden kann. Thema ist ebenfalls, ob eine autologe Stammzelltransplantation im Rezidiv noch sinnvoll ist, hierzu bitte das Video ansehen. Prof Goldschmidt berichtet zudem, dass viele Präsentationen zu Bispez. AK und CART-Zelltherapie auf dem Hämatologenkongress vorgestellt wurden.

Link zum Video: 

Kompetenznetz Maligne Lymphome ASH 2023 MM

Folien zum Vortrag von Prof. Goldschmidt:

Vortrag von Prof. Goldschmidt

Impfung gegen das Respiratorische Synzytial Virus (RSV)

Die medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland, angeführt von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), empfehlen neuerdings eine Impfung gegen das Respiratorische Synzytial Virus (RSV) bei älteren Erwachsenen.

Dieser Schutz ist besonders wichtig für ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen wie Lungen- und Herz-Kreislauf-Problemen. RSV-Infektionen können zu schweren Atemwegsproblemen führen und bestehende Gesundheitszustände verschlechtern.

Obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) noch keine offizielle Empfehlung ausgesprochen hat, stehen Impfstoffe für Personen ab 60 Jahren zur Verfügung. Die Kosten sind derzeit in der Regel privat zu tragen, aber einige Krankenkassen übernehmen sie bereits. Es wird empfohlen, individuell bei der Krankenkasse nachzufragen und vor der Entscheidung einen Arzt zu konsultieren.

Link zur Pressemitteilung

Therapieresistenzen beim Multiplen Myelom: Molekulare Analysen einzelner Krebszellen decken neue Mechanismen auf

  • Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Therapieresistenzen beim Multiplen Myelom untersucht
  • Krebszellen, auch innerhalb eines Tumors, unterscheiden sich und verändern sich im Verlauf der Krankheit
  • Molekulare Veränderungen, die einzelnen Krebszellen das Überleben trotz Therapie ermöglichen, wurden identifiziert
  • Forscher analysierten tausende Krebszellen von Myelom-Patienten vor und nach der Therapie über einen Zeitraum von 10 Jahren
  • Durch neueste Sequenzierungsmethoden wurden Informationen zum Erbgut und zu molekularen Veränderungen gesammelt und verglichen
  • Karten wurden erstellt, um die Veränderungen jedes einzelnen Zellklons zu beschreiben
  • Überlebende Zellklone nach der Therapie wiesen ähnliche Muster an Veränderungen auf, darunter Veränderungen in den Kontakten mit benachbarten gesunden Knochenmarkszellen
  • Die Ergebnisse könnten die Grundlage für die gezielte Behandlung genetisch unterschiedlicher Zellklone mit dem gleichen Therapieansatz in der Zukunft bilden
  • Die Studie zeigt, wie eine Multiomik-Analyse dazu beitragen kann, resistente Tumorzellklone über einen längeren Zeitraum zu verfolgen und zu charakterisieren
  • Die Analyse wirft Licht auf die komplexen Vorgänge der Therapieresistenz beim Multiplen Myelom und ebnet den Weg für die Entdeckung molekularer Ziele für effektivere Behandlungen
  • Die Forschungsarbeit wurde durch das NCT-Programm für molekulare Präzisionsonkologie, die Europäische Kommission und die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt

Link zur Website für weitere Informationen

Neue Behandlungsansätze beim Multiplen Myelom / Dr. Eva Maria Autzinger

Herzlichen Glückwunsch der Selbsthilfegruppe Multiples Myelom Selbsthilfe Österreich zum 20-jährigen Bestehen. Die MMSÖ setzt sich für die MM-Patienten nicht nur in Österreich, sondern im gesamten deutschsprachigen Raum ein.

Recht herzlich möchten wir uns für die Einladung zum Jubiläumssymposium mit einer kurzen Zusammenfassung bedanken.

Der Veranstaltungsort Schönbrunnen war für die Organisation dieses Jubiläumssymposiums großartig gewählt, ebenso wie die hervorragende Verpflegung.
Aber das Wichtigste war der Inhalt, der den Teilnehmern präsentiert wurde: 

·       thematischen Behandlung von der Diagnose bis zu den neuesten MM-Behandlungen,

·       ein erfolgreiches Rehabilitationsangebot mit leichten Übungen und

·       MM-Patientenerfahrungsbericht

 

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums der MMSÖ.
Es wurde sowohl über die Vergangenheit als auch über die Gegenwart gesprochen, wobei auch Patienten und deren Angehörige zu Wort kamen, wie sie persönlich die Diagnose und Behandlung und die Konfrontation mit dem Lebensende erlebt haben.
Zum Schluss hieß es "gemeinsam durch die Zeit", sowohl den Verstorbenen als auch den noch Aktiven wurde gedankt und Blumen überreicht.

Bispezifische Antikörper und CAR-T bei MM

 

 

Barcamp zum Multiplen Myelom

Virtuelle Veranstaltung für Myelom-Patienten und deren Angehörige

Was ist ein Barcamp?

Eine interaktive Veranstaltung, bei der die Teilnehmer in der Hand haben, worüber gesprochen wird. Nach kurzen Impulsvorträgen entscheiden die Teilnehmer, welche Fragen und Themen sie diskutieren wollen. 

Folgende Oberthemen wurden bereits ausgewählt/abgestimmt:

  • Therapieoptionen
  • Komplementärmedizin, Sport und Ernährung
  • Psychische Belastung durch die Erkrankung und Therapie sowie Umgang mit Ängsten.
  • Des Weiteren findet ein Austausch der Angehörigen statt.


Wir freuen uns sehr, dazu mit Professor Dr. Goldschmidt aus Heidelberg, Frau Dr. Löffler aus Würzburg und Frau Dr. Zimmermann aus Hannover hervorragende Referenten und Gesprächspartner zu den Themen gefunden zu haben.

Weitere Informationen

Wir freuen uns auf rege Teilnahme.
Die Plätze sind begrenzt und eine Anmeldung ist zwingend erforderlich.

https://barcamp-multiples-myelom.de/registrierung  

 

Einladung Barcamp

Wahrnehmung von Entscheidungsfindung und Patienteneinbeziehung

Umfrage über die Ansichten und Präferenzen von Myelompatienten und medizinischer Fachkräfte in Bezug auf die Rolle der Patienten bei der Entscheidungsfindung über Behandlung und Pflege

Gemeinsame Entscheidungsfindung in der klinischen Praxis für multiples Myelom: eine Studie mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden zur Ermittlung der Bedürfnisse von Patienten und medizinischen Fachkräften in der EU.

Veranstalter: Forscher der KU Leuven (Belgien) in Zusammenarbeit mit der Patientenorganisation Myeloma Patients Europe MPE. Der Fragebogen wird in mehreren Ländern in Europa verteilt.

Weitere Informationen: 

https://kuleuven.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_bmtMppwCYWNWZ9A

 

german flyer with logof

 

 

german post with logog